Im Deutschen gibt es viele Sätze mit einem Infinitiv und „zu“. Besonders wichtig ist die Form nach Nomen und Adjektiven. Diese Struktur kommt auf B2-Niveau oft vor, zum Beispiel in Gesprächen, in Texten, in Prüfungen und in formeller Sprache. Auch wenn du noch auf A1–A2-Niveau lernst, kannst du diese Form schon gut verstehen, wenn sie einfach erklärt wird. Mit „zu“ kann man Sätze kürzer und klarer machen. In diesem Text lernst du Schritt für Schritt, wie der Infinitiv mit „zu“ nach Nomen und Adjektiven funktioniert, welche Wörter oft damit kommen und wie du solche Sätze besser verstehen und selbst bilden kannst.
Was ist ein Infinitiv mit „zu“?
Die Grundidee einfach erklärt
Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs. Beispiele sind:
- lernen
- lesen
- schreiben
- arbeiten
Wenn man „zu“ davor setzt, bekommt man diese Form:
- zu lernen
- zu lesen
- zu schreiben
- zu arbeiten
Diese Form benutzt man oft in längeren Sätzen.
Warum diese Form wichtig ist
Mit dem Infinitiv mit „zu“ kann man Informationen verbinden. So werden Sätze oft kürzer und natürlicher.
Beispiel:
- Ich habe keine Lust. Ich lerne heute nicht.
- Ich habe keine Lust, heute zu lernen.
Der zweite Satz klingt flüssiger und besser verbunden.
Infinitiv mit „zu“ nach Adjektiven
Adjektive mit einer Ergänzung
Viele Adjektive können mit einem Infinitiv mit „zu“ stehen. Dann beschreibt das Adjektiv oft, wie etwas ist.
Beispiele:
- Es ist wichtig, Deutsch zu lernen.
- Es ist schwer, den Text zu verstehen.
- Es ist schön, Freunde zu haben.
- Es ist möglich, online zu lernen.
Diese Struktur ist sehr häufig.
Die typische Form mit „es ist“
Sehr oft beginnt der Satz mit „Es ist …“.
- Es ist wichtig, … zu …
- Es ist gut, … zu …
- Es ist schwer, … zu …
- Es ist interessant, … zu …
Beispiele:
- Es ist wichtig, genug zu schlafen.
- Es ist gut, regelmäßig zu üben.
- Es ist schwer, alles sofort zu verstehen.
- Es ist interessant, neue Wörter zu lernen.
Mit dieser Struktur kannst du viele nützliche Sätze bilden.
Häufige Adjektive mit Infinitiv + zu
Wichtige Wörter für den Alltag
Einige Adjektive kommen besonders oft mit „zu“ vor.
- wichtig
- gut
- schwer
- leicht
- interessant
- schön
- möglich
- notwendig
- nützlich
- einfach
Diese Wörter solltest du gut kennen.
Beispiele im Satz
- Es ist wichtig, pünktlich zu kommen.
- Es ist leicht, das Wort zu verstehen.
- Es ist schwer, lange still zu sitzen.
- Es ist schön, zusammen zu lernen.
- Es ist notwendig, das Formular auszufüllen.
- Es ist nützlich, viele Beispiele zu lesen.
So siehst du, wie oft diese Form vorkommt.
Infinitiv mit „zu“ nach Nomen
Nomen mit fester Verbindung
Auch nach manchen Nomen benutzt man einen Infinitiv mit „zu“. Das ist besonders häufig bei Wörtern wie „Lust“, „Zeit“, „Wunsch“, „Möglichkeit“ oder „Angst“.
Beispiele:
- Ich habe Lust, ins Kino zu gehen.
- Sie hat keine Zeit, heute zu kochen.
- Wir haben den Wunsch, besser Deutsch zu sprechen.
- Er hat Angst, einen Fehler zu machen.
Hier steht zuerst ein Nomen, dann kommt der Infinitiv mit „zu“.
Warum diese Form nützlich ist
Mit solchen Sätzen kannst du Gefühle, Wünsche, Probleme oder Möglichkeiten klar ausdrücken.
- Lust = etwas gern tun wollen
- Zeit = Zeit für etwas haben oder nicht haben
- Angst = sich vor etwas fürchten
- Wunsch = etwas gern wollen
- Möglichkeit = etwas kann passieren oder gemacht werden
Diese Wörter sind im Alltag sehr wichtig.
Häufige Nomen mit Infinitiv + zu
Wichtige Nomen für Gespräche und Texte
- die Lust
- die Zeit
- der Wunsch
- die Möglichkeit
- die Angst
- das Problem
- die Aufgabe
- die Chance
Diese Nomen kommen oft mit „zu“ vor.
Beispiele im Satz
- Ich habe keine Lust, heute zu lernen.
- Sie hat wenig Zeit, die E-Mail zu schreiben.
- Wir haben den Wunsch, zusammen zu reisen.
- Er sieht eine Möglichkeit, das Problem zu lösen.
- Sie hat Angst, allein zu sprechen.
- Die Aufgabe, den Text zu verstehen, ist nicht leicht.
- Wir haben die Chance, viel zu lernen.
Mit diesen Sätzen kannst du viele Situationen beschreiben.
Die Struktur der Sätze
Komma vor dem Infinitiv
Im Deutschen steht vor einem Infinitiv mit „zu“ in solchen Sätzen meistens ein Komma.
Beispiele:
- Es ist wichtig, viel zu lesen.
- Ich habe Lust, heute spazieren zu gehen.
- Sie hat Angst, etwas Falsches zu sagen.
Das Komma ist sehr wichtig.
Das Verb steht am Ende
Wie in vielen anderen deutschen Strukturen steht das Verb im Infinitiv am Ende des Satzteils.
Beispiele:
- Es ist schwer, den Text zu verstehen.
- Ich habe keine Zeit, die Hausaufgaben zu machen.
- Er hat den Wunsch, in Deutschland zu studieren.
Die Infinitivform mit „zu“ steht also am Ende.
Trennbare Verben mit „zu“
„Zu“ steht in der Mitte
Bei trennbaren Verben kommt „zu“ zwischen Vorsilbe und Verb.
Beispiele:
- anrufen → anzurufen
- aufstehen → aufzustehen
- einkaufen → einzukaufen
- mitkommen → mitzukommen
Das ist eine sehr wichtige Regel.
Beispiele im Satz
- Ich habe keine Zeit, dich heute anzurufen.
- Es ist schwer, früh aufzustehen.
- Wir haben Lust, zusammen einzukaufen.
- Er hat keine Möglichkeit, mitzukommen.
Hier siehst du, wie „zu“ im Wort steht.
Infinitiv mit „zu“ und persönliche Aussagen
Gefühle und Meinungen ausdrücken
Mit dieser Struktur kannst du sehr gut persönliche Gefühle und Meinungen sagen.
Beispiele:
- Ich finde es schön, hier zu sein.
- Es ist gut, neue Freunde zu haben.
- Ich habe Angst, die Prüfung nicht zu bestehen.
- Sie hat Lust, heute Abend auszugehen.
Diese Sätze sind im Alltag sehr nützlich.
In Schule und Beruf
Auch in Schule und Beruf sind diese Strukturen sehr häufig.
- Es ist wichtig, die Aufgabe genau zu lesen.
- Wir haben die Möglichkeit, online zu arbeiten.
- Sie hat keine Zeit, das Dokument heute fertig zu machen.
- Es ist notwendig, pünktlich zu erscheinen.
So kannst du auch formellere Situationen ausdrücken.
Vergleich mit Nebensätzen
Zwei verschiedene Möglichkeiten
Manchmal kann man denselben Inhalt auch mit einem Nebensatz ausdrücken.
Vergleich:
- Es ist wichtig, Deutsch zu lernen.
- Es ist wichtig, dass man Deutsch lernt.
- Ich habe Angst, einen Fehler zu machen.
- Ich habe Angst, dass ich einen Fehler mache.
Beide Formen sind richtig. Die Infinitivkonstruktion ist oft kürzer.
Warum die Infinitivform praktisch ist
Mit „zu“ kannst du viele Aussagen einfacher und kompakter machen.
- kürzer
- flüssiger
- oft natürlicher
Darum ist diese Form auf B2-Niveau sehr wichtig.
Typische Fehler
„Zu“ vergessen
Ein sehr häufiger Fehler ist, dass „zu“ fehlt.
- falsch: Es ist wichtig, Deutsch lernen.
- richtig: Es ist wichtig, Deutsch zu lernen.
- falsch: Ich habe Lust, ins Kino gehen.
- richtig: Ich habe Lust, ins Kino zu gehen.
Kein Komma setzen
Vor der Infinitivkonstruktion steht normalerweise ein Komma.
- falsch: Es ist schön hier zu sein.
- richtig: Es ist schön, hier zu sein.
- falsch: Ich habe Angst einen Fehler zu machen.
- richtig: Ich habe Angst, einen Fehler zu machen.
Trennbare Verben falsch bilden
Bei trennbaren Verben muss „zu“ in die Mitte.
- falsch: zu anrufen
- richtig: anzurufen
- falsch: zu aufstehen
- richtig: aufzustehen
Darauf musst du gut achten.
Kurzer Lesetext
Im Deutschkurs erklärt die Lehrerin heute den Infinitiv mit „zu“ nach Nomen und Adjektiven. Sie sagt, dass diese Form im Deutschen sehr wichtig ist. Zuerst schreibt sie Sätze mit Adjektiven an die Tafel: „Es ist wichtig, regelmäßig zu lernen“ und „Es ist nicht leicht, alles sofort zu verstehen“. Danach zeigt sie Beispiele mit Nomen: „Ich habe Lust, heute Deutsch zu üben“ und „Viele Lernende haben Angst, im Unterricht zu sprechen“. Die Teilnehmenden merken schnell, dass sie solche Strukturen schon oft gehört haben. Am Ende sagt die Lehrerin, dass diese Form besonders beim Schreiben und Sprechen auf B2-Niveau nützlich ist.
Wichtige Beispiele aus dem Lesetext
- Es ist wichtig, regelmäßig zu lernen.
- Es ist nicht leicht, alles sofort zu verstehen.
- Ich habe Lust, heute Deutsch zu üben.
- Viele Lernende haben Angst, im Unterricht zu sprechen.
Einfache Dialoge
Dialog mit Adjektiv
A: Ist es schwer, Deutsch zu lernen?
B: Am Anfang ja, aber es ist auch interessant.
A: Und ist es wichtig, jeden Tag zu üben?
B: Ja, das hilft sehr.
Dialog mit Nomen
A: Hast du Lust, heute spazieren zu gehen?
B: Ja, gern.
A: Hast du danach noch Zeit, einen Kaffee zu trinken?
B: Ja, das geht.
Dialog mit Angst
A: Warum sprichst du so wenig im Kurs?
B: Ich habe manchmal Angst, Fehler zu machen.
A: Das ist normal.
B: Ja, aber ich möchte mutiger werden.
Dialog mit Möglichkeit
A: Gibt es eine Möglichkeit, online zu lernen?
B: Ja, natürlich.
A: Das ist gut.
B: Dann kann ich auch zu Hause üben.
Wortschatz zum Thema Infinitiv mit „zu“
- der Infinitiv = die Grundform des Verbs
- die Konstruktion = eine grammatische Struktur
- das Adjektiv = ein Eigenschaftswort
- das Nomen = ein Hauptwort
- die Lust = wenn man etwas gern machen will
- die Angst = wenn man sich vor etwas fürchtet
- die Möglichkeit = etwas kann passieren oder gemacht werden
- der Wunsch = etwas, das man gern möchte
- notwendig = man muss es tun
- nützlich = hilfreich
Nützliche Satzmuster
Mit Adjektiven
- Es ist wichtig, … zu …
- Es ist gut, … zu …
- Es ist schwer, … zu …
- Es ist möglich, … zu …
Beispiele:
- Es ist wichtig, pünktlich zu sein.
- Es ist gut, viel zu lesen.
- Es ist schwer, alles zu verstehen.
- Es ist möglich, online zu lernen.
Mit Nomen
- Ich habe Lust, … zu …
- Sie hat Angst, … zu …
- Wir haben den Wunsch, … zu …
- Er hat die Möglichkeit, … zu …
Beispiele:
- Ich habe Lust, heute zu kochen.
- Sie hat Angst, laut zu sprechen.
- Wir haben den Wunsch, zusammen zu reisen.
- Er hat die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten.
Mit trennbaren Verben
- anzurufen
- aufzustehen
- einzukaufen
- mitzukommen
Beispiele:
- Ich habe keine Zeit, dich anzurufen.
- Es ist schwer, früh aufzustehen.
- Wir haben Lust, zusammen einzukaufen.
- Er freut sich, mitzukommen.
Kleine Schreibhilfe
- Es ist wichtig, … zu …
- Es ist nicht leicht, … zu …
- Es ist schön, … zu …
- Ich habe Lust, … zu …
- Ich habe keine Zeit, … zu …
- Sie hat Angst, … zu …
- Wir haben den Wunsch, … zu …
- Es gibt die Möglichkeit, … zu …
- Es ist notwendig, … zu …
- Es ist nützlich, … zu …
Mit diesen Grundlagen kannst du den Infinitiv mit „zu“ nach Nomen und Adjektiven besser verstehen und sicherer anwenden. So lernst du, flüssigere und klarere Sätze auf Deutsch zu bilden.
Deutsch Lernen & Prüfungen Simulieren – Schritt für Schritt zum Erfolg
Bist du bereit, deine Deutschkenntnisse von den Grundlagen bis zur Fortgeschrittenenstufe zu verbessern? Hier kannst du Schritt für Schritt Vokabeln, Grammatik und alltägliche Kommunikation lernen und gleichzeitig durch realistische Übungsprüfungen testen, wie weit du bist. Mit interaktiven Übungen und Simulationen siehst du sofort, welche Bereiche du verbessern solltest, und bereitest dich gezielt auf echte Prüfungen vor. Lerne auf eine einfache, unterhaltsame und effektive Weise. Starte jetzt deine Deutschlernreise inklusive Prüfungssimulation — klicke hier.
“Benötigen Sie Prüfungsfragen oder Quiz-/Examens-Simulationen für Ihre Website? Ich erstelle interaktive Fragen und Online-Tests nach Ihren Wünschen. Kontaktieren Sie mich jetzt!“











