Heute lernen wir den Infinitiv mit zu im Alltag. Diese Grammatik ist für A2 sehr nützlich, weil du damit über Pläne, Wünsche, Hoffnungen, Versuche und Ziele sprechen kannst. Im Alltag sagen wir oft Sätze wie: „Ich versuche, mehr Wasser zu trinken“, „Wir planen, am Wochenende Freunde zu besuchen“ oder „Sie hofft, bald besser Deutsch zu sprechen.“ Solche Sätze sind länger und natürlicher als viele kurze Einzelsätze. In diesem Text lernst du Schritt für Schritt, wie der Infinitiv mit zu funktioniert und wie du ihn in typischen Alltagssituationen richtig benutzen kannst.
Was ist der Infinitiv mit zu?
Der Infinitiv ist die Grundform von einem Verb. Zum Beispiel:
- lernen
- lesen
- sprechen
- arbeiten
- kochen
Mit zu wird daraus:
- zu lernen
- zu lesen
- zu sprechen
- zu arbeiten
- zu kochen
Diese Form steht oft nach einem anderen Verb.
Erste Beispiele
- Ich versuche, mehr Deutsch zu sprechen.
- Sie hofft, die Prüfung zu bestehen.
- Wir planen, am Abend zusammen zu kochen.
Der Teil mit zu ist hier die wichtige Struktur.
Warum ist der Infinitiv mit zu wichtig?
Mit dem Infinitiv mit zu kannst du viele wichtige Dinge sagen:
- was du vorhast
- was du versuchst
- was du hoffst
- was du vergisst
- was du planst
So kannst du im Alltag klarer sprechen.
Beispiele:
- Ich habe vor, heute früh zu schlafen.
- Er vergisst oft, die Tür zuzumachen.
- Wir hoffen, morgen mehr Zeit zu haben.
Die Grundstruktur
Viele Sätze mit dem Infinitiv mit zu haben diese Struktur:
- Verb + Komma + zu + Infinitiv
Beispiele
- Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen.
- Sie plant, ihre Oma am Wochenende zu besuchen.
- Wir hoffen, den Bus noch zu erreichen.
Der Teil mit zu steht meistens am Ende vom Satz oder Satzteil.
Wichtige Verben im Alltag
Einige Verben benutzt man besonders oft mit dem Infinitiv mit zu. Diese Verben sind für A2 sehr wichtig:
- versuchen
- hoffen
- planen
- vorhaben
- vergessen
- beginnen
- anfangen
- brauchen
Beispiele
- Ich versuche, pünktlich zu sein.
- Sie hofft, bald besser Deutsch zu verstehen.
- Wir planen, am Samstag ins Kino zu gehen.
- Er hat vor, im Sommer Urlaub zu machen.
Versuchen im Alltag
Mit versuchen sagst du, dass du etwas machen möchtest und daran arbeitest.
Beispiele
- Ich versuche, jeden Tag mehr Wasser zu trinken.
- Wir versuchen, im Kurs mehr Deutsch zu sprechen.
- Sie versucht, früher ins Bett zu gehen.
Typische Alltagssituationen
- Ich versuche, weniger Kaffee zu trinken.
- Er versucht, regelmäßig Sport zu machen.
- Wir versuchen, das Zimmer heute aufzuräumen.
Hoffen im Alltag
Mit hoffen sprichst du über Wünsche und positive Erwartungen.
Beispiele
- Ich hoffe, die Prüfung zu bestehen.
- Sie hofft, morgen frei zu haben.
- Wir hoffen, am Wochenende Freunde zu treffen.
Typische Sätze
- Ich hoffe, bald besser zu sprechen.
- Er hofft, einen guten Job zu finden.
- Sie hofft, ihre Familie bald zu sehen.
Planen und vorhaben im Alltag
Mit planen und vorhaben sagst du, was du machen möchtest.
Beispiele mit planen
- Ich plane, morgen früh aufzustehen.
- Wir planen, am Wochenende nach Köln zu fahren.
- Sie plant, heute Abend Pasta zu kochen.
Beispiele mit vorhaben
- Ich habe vor, heute meine Oma zu besuchen.
- Er hat vor, mehr Sport zu machen.
- Wir haben vor, am Sonntag auszuruhen und zu lesen.
Im Alltag
- Ich plane, früher ins Büro zu kommen.
- Wir haben vor, morgen zusammen einzukaufen.
- Sie plant, einen Kuchen zu backen.
Vergessen im Alltag
Mit vergessen sagst du, dass du etwas nicht gemacht hast, obwohl du es machen solltest.
Beispiele
- Ich vergesse oft, genug Wasser zu trinken.
- Sie hat vergessen, das Fenster zuzumachen.
- Wir vergessen manchmal, Brot einzukaufen.
Typische Alltagssätze
- Er vergisst oft, seine Mutter anzurufen.
- Ich vergesse manchmal, meine Hausaufgaben zu machen.
- Sie vergisst nie, pünktlich zu kommen.
Beginnen und anfangen im Alltag
Mit beginnen oder anfangen sagst du, dass etwas startet.
Beispiele
- Ich beginne, jeden Abend Deutsch zu lesen.
- Sie fängt an, mehr Obst zu essen.
- Wir beginnen, das Abendessen zu kochen.
Typische Sätze
- Er fängt an, früher aufzustehen.
- Ich beginne, mehr auf Deutsch zu schreiben.
- Wir fangen an, die Wohnung zu putzen.
Brauchen im Alltag
Mit brauchen gibt es oft eine Form mit nicht.
Beispiele
- Du brauchst heute nicht zu kommen.
- Wir brauchen das nicht zu machen.
- Ich brauche morgen nicht früh aufzustehen.
Diese Form ist im Alltag sehr praktisch.
Der Infinitiv mit zu bei trennbaren Verben
Bei trennbaren Verben kommt zu in die Mitte.
Beispiele
- einkaufen → einzukaufen
- aufstehen → aufzustehen
- anmachen → anzumachen
- fernsehen → fernzusehen
Beispiele im Satz
- Ich plane, morgen einzukaufen.
- Er versucht, jeden Tag früh aufzustehen.
- Sie vergisst oft, das Licht anzumachen.
- Wir hoffen, am Abend etwas fernzusehen.
Das ist eine wichtige Regel.
Der Infinitiv mit zu bei normalen Verben
Bei normalen Verben steht zu einfach vor dem Verb.
Beispiele
- zu lernen
- zu lesen
- zu schreiben
- zu arbeiten
Beispiele im Satz
- Ich hoffe, mehr zu lernen.
- Sie plant, einen Brief zu schreiben.
- Wir versuchen, konzentriert zu arbeiten.
Wann benutzt man kein zu?
Nach Modalverben benutzt man normalerweise kein zu.
Beispiele
- Ich möchte Deutsch lernen.
- Wir können morgen kommen.
- Sie muss arbeiten.
- Er will ein Buch lesen.
Wichtiger Vergleich
- Ich versuche, Deutsch zu lernen.
- Ich möchte Deutsch lernen.
Im ersten Satz steht zu, im zweiten nicht.
Infinitiv mit zu in typischen Alltagssituationen
Im Deutschkurs
- Ich versuche, mehr im Unterricht zu sprechen.
- Ich hoffe, bald alles besser zu verstehen.
- Wir planen, zusammen für den Test zu lernen.
Zu Hause
- Ich habe vor, heute die Küche zu putzen.
- Sie vergisst oft, die Tür abzuschließen.
- Wir beginnen, das Abendessen zu kochen.
Bei der Arbeit
- Ich plane, früher ins Büro zu kommen.
- Er versucht, mit dem Chef zu sprechen.
- Wir hoffen, das Projekt bald zu beenden.
In der Freizeit
- Ich hoffe, meine Freunde am Wochenende zu treffen.
- Wir planen, ins Schwimmbad zu gehen.
- Sie hat vor, mehr Sport zu machen.
Typische Fehler
Viele Anfänger machen ähnliche Fehler. Das ist normal.
Fehler 1: zu an der falschen Stelle
- Falsch: Ich versuche, lernen zu.
- Richtig: Ich versuche, zu lernen.
Fehler 2: zu bei Modalverben
- Falsch: Ich möchte zu gehen.
- Richtig: Ich möchte gehen.
Fehler 3: trennbare Verben falsch
- Falsch: Wir planen, zu einkaufen.
- Richtig: Wir planen, einzukaufen.
Fehler 4: Komma vergessen
- Falsch: Ich hoffe morgen frei zu haben.
- Besser: Ich hoffe, morgen frei zu haben.
Kurzer Lesetext
Mila lernt seit einigen Monaten Deutsch. Sie versucht, jeden Tag neue Wörter zu lernen. Im Kurs beginnt sie, mehr zu sprechen, auch wenn sie noch Fehler macht. Zu Hause hat sie vor, jeden Abend kurze Texte zu lesen. Manchmal vergisst sie, ihre Hausaufgaben gleich zu machen, aber meistens schafft sie es. Mila hofft, bald besser Deutsch zu verstehen und sicherer zu sprechen. Am Wochenende plant sie, mit einer Freundin im Café Deutsch zu üben.
Fragen zum Lesetext
- Was versucht Mila jeden Tag zu tun? – Sie versucht, jeden Tag neue Wörter zu lernen.
- Was beginnt sie im Kurs zu tun? – Sie beginnt, mehr zu sprechen.
- Was hat sie zu Hause vor? – Sie hat vor, jeden Abend kurze Texte zu lesen.
- Was hofft Mila? – Sie hofft, bald besser Deutsch zu verstehen und sicherer zu sprechen.
- Was plant sie am Wochenende? – Sie plant, mit einer Freundin im Café Deutsch zu üben.
Einfacher Dialog
Im Deutschkurs
Lehrerin: Was hast du heute Abend vor?
Ali: Ich habe vor, heute Abend für den Test zu lernen.
Lehrerin: Und was versuchst du im Kurs?
Ali: Ich versuche, mehr Deutsch zu sprechen.
Lehrerin: Sehr gut.
Ali: Ich hoffe, bald alles besser zu verstehen.
Noch ein kurzer Dialog
Zu Hause
Mutter: Was planst du morgen?
Tochter: Ich plane, meine Freundin zu besuchen.
Mutter: Vergiss nicht, Brot einzukaufen.
Tochter: Danke, ich versuche, daran zu denken.
Kurze Übungen
Ergänze zu.
- Ich hoffe, bald besser Deutsch ___ sprechen. → zu
- Wir planen, morgen früh ___ kommen. → zu
- Sie versucht, mehr Wasser ___ trinken. → zu
- Er beginnt, ein Buch ___ lesen. → zu
Ergänze die richtige Form
- Ich versuche, mehr Deutsch ___. → zu sprechen
- Sie plant, ihre Oma ___. → zu besuchen
- Wir hoffen, alles gut ___. → zu verstehen
- Er vergisst oft, das Licht ___. → auszumachen
Bilde Sätze
- ich / versuchen / jeden Tag / Deutsch / sprechen → Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu sprechen.
- sie / hoffen / bald / die Prüfung / bestehen → Sie hofft, bald die Prüfung zu bestehen.
- wir / planen / am Wochenende / Freunde / besuchen → Wir planen, am Wochenende Freunde zu besuchen.
- er / vergessen / das Fenster / zumachen → Er vergisst, das Fenster zuzumachen.
Wichtiger Wortschatz zum Thema
- versuchen
- hoffen
- planen
- vorhaben
- vergessen
- beginnen
- anfangen
- brauchen
- der Plan
- die Hoffnung
Kleine Lernhilfe
- Viele wichtige Verben stehen mit zu + Infinitiv.
- Der Teil mit zu steht oft am Satzende.
- Bei trennbaren Verben kommt zu in die Mitte.
- Nach Modalverben steht meist kein zu.
- Lerne neue Verben immer mit einem Beispielsatz.
Wenn du den Infinitiv mit zu im Alltag gut verstehst, kannst du besser über Pläne, Hoffnungen, Versuche und Vorhaben sprechen. Das macht dein Deutsch natürlicher und klarer.
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