Wir befinden uns im Jahr 2026. Während die Tech-Welt über die neuesten Features von iOS 26 und die Fortschritte der “Liquid Glass”-Designsprache diskutiert, gibt es eine beachtliche Anzahl von Nutzern, die immer noch Geräte mit iOS 15 im Einsatz haben. Sei es das legendäre iPhone 6s, das iPhone 7 oder das iPhone SE der ersten Generation – diese Geräte haben sich als erstaunlich robust erwiesen.
Doch wie sicher und praktikabel ist die Nutzung eines Betriebssystems, das ursprünglich im Jahr 2021 veröffentlicht wurde, in der heutigen Zeit? In diesem ausführlichen Blogpost analysieren wir die aktuelle Situation von iOS 15 im Jahr 2026, beleuchten die Sicherheitsrisiken und erklären Ihnen, ab wann es Zeit wird, sich endgültig von Ihrem treuen Begleiter zu verabschieden.
Der aktuelle Status: Sicherheits-Updates im Jahr 2026
Apple hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie ältere Betriebssysteme nicht sofort fallen lassen. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass kritische Sicherheitslücken oft noch Jahre nach dem Ende der Funktions-Updates geschlossen werden.
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Der “Legacy-Support”: Für iOS 15 ist die Phase der neuen Funktionen längst vorbei. Im Jahr 2026 befinden wir uns in der Phase des passiven Schutzes. Apple liefert nur noch dann Updates für iOS 15 aus, wenn extrem gefährliche Sicherheitslücken entdeckt werden, die aktiv ausgenutzt werden.
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Die Realität im Jahr 2026: Da iOS 15 mittlerweile fünf Jahre alt ist, wird die Schlagzahl dieser Sicherheits-Patches immer geringer. Es ist davon auszugehen, dass Apple den Support für iOS 15 im Laufe dieses Jahres oder spätestens Anfang 2027 komplett einstellen wird. Damit wird das Gerät anfällig für moderne Schadsoftware, die speziell auf die Architektur älterer Systeme abzielt.
Das größte Problem: Die App-Kompatibilität
Viel früher als das Ende der Sicherheits-Updates wird Sie vermutlich die App-Kompatibilität zur Aufgabe Ihres iOS 15-Geräts zwingen. Entwickler von Drittanbieter-Apps richten sich nach der breiten Masse der Nutzer. Im Jahr 2026 setzen die meisten Apps mindestens iOS 17 oder iOS 18 voraus.
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Messenger & Social Media: Apps wie WhatsApp, Instagram oder TikTok aktualisieren ihre Sicherheits-Frameworks regelmäßig. Wenn eine App eine Funktion benötigt, die in iOS 15 nicht vorhanden ist (z. B. modernste Verschlüsselung oder neue KI-Schnittstellen), wird die Unterstützung für das alte System eingestellt.
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Banking-Apps: Dies ist der kritischste Punkt. Banken haben extrem hohe Sicherheitsanforderungen. Sobald ein Betriebssystem als “unsicher” oder “veraltet” gilt, blockieren Banking-Apps den Zugriff komplett, um Ihre Konten zu schützen. Im Jahr 2026 ist es bereits schwierig, eine deutsche Banking-App zu finden, die noch unter iOS 15 funktioniert.
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Streaming-Dienste: Netflix, Disney+ oder Spotify funktionieren oft länger auf älteren Systemen, aber auch hier fehlen Ihnen unter iOS 15 neue Features wie SharePlay oder optimierte Offline-Downloads.
Hardware-Verschleiß: Wenn die Technik nicht mehr mitspielt
Selbst wenn die Software noch irgendwie läuft, fordert der Zahn der Zeit im Jahr 2026 seinen Tribut von der Hardware.
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Der Akku: Ein iPhone 6s oder 7, das seit Jahren im Einsatz ist, hat wahrscheinlich nur noch eine sehr geringe Akkukapazität. Der Austausch eines Akkus in einem so alten Gerät ist zwar möglich, aber oft nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll.
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Der Prozessor: Webseiten im Jahr 2026 sind komplexer und rechenintensiver geworden. Ein A9- oder A10-Chip hat große Mühe, moderne, KI-gestützte Webseiten flüssig darzustellen. Das Surfen im Internet wird unter iOS 15 oft zur Geduldsprobe.
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Fehlendes 5G: Die meisten Geräte, auf denen iOS 15 die Endstation war, unterstützen kein 5G. In einer Welt, in der 4G/LTE-Netze langsam zurückgebaut oder gedrosselt werden, verlieren Sie massiv an Verbindungsgeschwindigkeit.
Die drei Szenarien: Wie lange geht es noch gut?
Je nachdem, wie Sie Ihr iPhone nutzen, sieht die Prognose unterschiedlich aus:
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Szenario A: Das reine Telefon (Sehr lange): Wenn Sie Ihr iPhone nur zum Telefonieren und für klassische SMS nutzen, können Sie es theoretisch nutzen, bis die Mobilfunkmasten den Standard Ihres Geräts nicht mehr unterstützen.
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Szenario B: Der Alltagsnutzer (Kritische Phase): Wenn Sie auf Apps wie WhatsApp oder einfache Web-Recherchen angewiesen sind, erreichen Sie im Jahr 2026 das absolute Ende der Fahnenstange. Sobald Ihr wichtigster Messenger den Support einstellt, ist das Gerät als Smartphone entwertet.
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Szenario C: Der sicherheitsbewusste Nutzer (Zeit für ein Upgrade): Wenn Sie Online-Banking machen oder sensible Daten auf dem iPhone speichern, sollten Sie iOS 15 bereits jetzt den Rücken kehren. Das Risiko, Opfer einer ungepatchten Sicherheitslücke zu werden, steigt mit jedem Monat im Jahr 2026 exponentiell an.
Was Sie jetzt tun sollten
Wenn Sie noch ein Gerät mit iOS 15 nutzen, sollten Sie folgende Schritte planen:
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Backup prüfen: Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Fotos und Kontakte in der iCloud gesichert sind. Ein altes Gerät kann jederzeit einen Hardware-Defekt erleiden.
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Passwörter sichern: Falls Sie den Apple Schlüsselbund nutzen, vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Zugangsdaten auch auf einem anderen Gerät (z. B. einem iPad oder Mac) abrufen können.
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Upgrade-Optionen prüfen: Sie müssen nicht das neueste iPhone 17 kaufen. Ein gebrauchtes oder zertifiziertes generalüberholtes iPhone 13 oder 14 wird noch viele Jahre lang mit den neuesten iOS-Versionen (bis hin zu iOS 26) versorgt und bietet einen gigantischen Sprung in Sachen Performance und Kameraqualität.
Fazit
iOS 15 war ein großartiges und stabiles Betriebssystem, das vielen Geräten ein langes Leben beschert hat. Doch im Jahr 2026 ist die Grenze des Vernünftigen erreicht. Während die Hardware oft noch durchhält, macht die Kombination aus mangelnder App-Unterstützung und auslaufenden Sicherheits-Patches die Nutzung zu einer Herausforderung. Genießen Sie die Nostalgie, aber fangen Sie an, den Umzug auf ein neueres Modell zu planen, um Ihre digitale Sicherheit nicht zu gefährden.












