Wer von Android kommt, vermisst oft die Möglichkeit, einfach einen neuen Launcher (wie Nova oder Niagara) zu installieren. Auf dem iPhone ist die Situation auch im Jahr 2026 speziell: Apple erlaubt keinen Austausch des Standard-Launchers (Springboard) durch eine Drittanbieter-App. Es gibt keinen Menüpunkt „Standard-Home-App“, wie man ihn für Browser oder E-Mails kennt.
Dank iOS 18 und iOS 26 hast du jedoch so viele Freiheiten wie nie zuvor, um das Aussehen und Verhalten deines iPhones so stark zu verändern, dass es sich wie ein neuer Launcher anfühlt.
1. Warum man den Launcher nicht “echt” wechseln kann
Apple betrachtet den Home-Bildschirm als Kernbestandteil der Systemsicherheit und Markenidentität.
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Sicherheit: Ein fremder Launcher könnte theoretisch alle deine App-Interaktionen überwachen.
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EU-Regulierung (DMA): Obwohl die EU Apple gezwungen hat, Standard-Apps für Browser, Mail und sogar kontaktloses Bezahlen zu öffnen, ist der Home-Bildschirm (Launcher) bisher von dieser Regelung ausgenommen.
2. Die iOS 26 Design-Revolution (Der “Launcher-Ersatz”)
Seit den neuesten Updates (iOS 18 bis iOS 26) kannst du dein iPhone fast so flexibel gestalten wie einen Android-Launcher:
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Freie Platzierung: Du kannst Icons und Widgets nun an beliebigen Stellen platzieren (z. B. nur am unteren Rand), ohne dass sie automatisch nach oben aufrücken.
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Icons einfärben (Tinting): Du kannst allen App-Symbolen eine einheitliche Farbe (z. B. Monochrom, Pastell oder Neon) geben, um einen völlig neuen Look zu kreieren.
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Große Icons: Du kannst die Beschriftungen unter den Apps entfernen und die Icons vergrößern, was dem System einen minimalistischen “Dumbphone”- oder “Pro”-Look verleiht.
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Apps sperren und ausblenden: Du kannst sensible Apps hinter FaceID verstecken oder komplett vom Home-Bildschirm in die App-Mediathek verbannen.
3. “Launcher-Apps” im App Store: Was sie wirklich tun
Wenn du im App Store nach “Launcher” suchst, findest du viele Apps. Diese sind jedoch kein Ersatz für den Homescreen, sondern meistens:
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Widget-Sammlungen: Apps wie Widgy oder Widgetsmith lassen dich riesige, interaktive Flächen erstellen, die wie ein alternatives Menü aussehen.
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Icons-Packs: Sie nutzen den Kurzbefehle-Trick, um Apples Standard-Icons durch eigene Grafiken zu ersetzen.
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Minimalist-Tools: Apps wie Dumbify oder Blank Spaces nutzen Widgets, um eine extrem schlichte, textbasierte Oberfläche über deinen eigentlichen Hintergrund zu legen.
4. Den Launcher am iPhone “simulieren” (Schritt-für-Schritt)
Wenn du einen völlig neuen Look willst, gehe so vor:
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Halte eine freie Stelle auf dem Home-Bildschirm gedrückt.
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Tippe oben links auf Bearbeiten > Anpassen.
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Wähle Dunkel oder Eingefärbt, um die Systemfarben zu ändern.
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Nutze Apps wie Widgy, um dir einen eigenen “Dashboard”-Screen zu bauen, der deine wichtigsten Funktionen zentral bündelt.
Empfohlene Ressourcen für Design-Fans
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Widgy Widgets: Die mächtigste App, um den Look von Android-Launchern oder futuristischen Interfaces auf dem iPhone nachzubauen.
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Icon Themer: Hilft dir dabei, Icons ohne die nervigen Banner-Meldungen der Kurzbefehle-App zu ändern.
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Reddit r/iOSsetups: Die beste Anlaufstelle, um zu sehen, wie andere Nutzer ihr iPhone ohne echten Launcher-Wechsel komplett umgestaltet haben.
Fazit
Einen Launcher wie bei Android zu „installieren und als Standard zu setzen“, geht auf dem iPhone nicht. Aber: Mit den Anpassungs-Tools von iOS 26 und interaktiven Widgets kannst du die Benutzeroberfläche so tiefgreifend modifizieren, dass das Ergebnis fast identisch ist.












