Warum solltest du dein Handy jeden Morgen manuell stummschalten, das WLAN beim Verlassen des Hauses deaktivieren oder mühsam deine Arbeitszeiten tracken? Android ist das offenste Betriebssystem der Welt und erlaubt es dir, komplexe „Wenn-dann“-Logiken zu erstellen. Mit automatisierten Workflows sparst du nicht nur Zeit, sondern sorgst dafür, dass dein Smartphone mitdenkt, bevor du es überhaupt in die Hand nimmst.
In diesem Guide erfährst du, wie du von einfachen Systemroutinen bis hin zu hochkomplexen Automatisierungen alles aus deinem Gerät herausholst.
1. Google Assistant Routinen: Der einfache Einstieg
Google hat eine mächtige Automatisierung direkt ins System integriert, die perfekt für den Alltag funktioniert.
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So geht’s: Öffne die Google App > Profilbild > Einstellungen > Google Assistant > Routinen.
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Beispiel „Guten Morgen“: Mit dem Sprachbefehl „Guten Morgen“ kann dein Handy gleichzeitig das Licht einschalten, dir das Wetter vorlesen, deine Termine für heute aufzählen und die Nachrichten abspielen.
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Auslöser: Routinen können durch Sprache, eine bestimmte Uhrzeit oder sogar durch das Abstellen deines Weckers gestartet werden.
2. Hersteller-Features (z. B. Samsung Modi & Routinen)
Besitzt du ein Samsung-Gerät, hast du eines der besten Automatisierungswerkzeuge direkt an Bord.
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Der Weg: Einstellungen > Modi und Routinen.
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Smarte Logik: Erstelle eine Routine: „WENN mein Handy mit dem Bluetooth meines Autos verbunden ist, DANN starte Spotify, aktiviere ‘Nicht stören’ und öffne Google Maps.“
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Vorteil: Da diese Features vom Hersteller kommen, sind sie extrem akkuschonend und tief in die Hardware integriert.
3. Tasker: Die Königsklasse für Profis
Wenn dir Standardlösungen nicht reichen, ist Tasker das ultimative Werkzeug. Es gibt fast nichts, was Tasker nicht automatisieren kann.
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Die App: Tasker im Play Store
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Komplexität: Du kannst Variablen nutzen, auf Sensordaten zugreifen oder sogar Web-Schnittstellen (APIs) ansprechen.
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Profi-Workflow: „WENN ich das Büro betrete (GPS) UND es zwischen 9 und 17 Uhr ist, DANN sende eine SMS an meine Frau, dass ich angekommen bin, und stelle das Handy auf lautlos.“
4. IFTTT & MacroDroid: Die goldene Mitte
Wer die Komplexität von Tasker scheut, aber mehr Freiheit als bei Google-Routinen will, greift zu diesen Apps.
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MacroDroid: Besticht durch eine sehr einfache, logische Oberfläche. Du wählst einen Auslöser (Trigger), eine Aktion und optional eine Bedingung (Constraint).
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IFTTT (If This Then That): Ideal, um verschiedene Apps und Smart-Home-Geräte miteinander zu verbinden. Zum Beispiel: „WENN ich ein Foto mache, DANN speichere es automatisch in meiner Dropbox.“
5. Intelligente Verknüpfung mit dem Arbeitsalltag
Automatisierung hilft dir massiv dabei, produktiv zu bleiben:
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Auto-Fokus: Erstelle einen Workflow, der den Fokusmodus aktiviert, sobald dein Handy erkennt, dass du dich in dein Arbeits-WLAN eingeloggt hast.
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Akku-Schutz: Automatisiere die Aktivierung des Energiesparmodus, sobald der Akku unter 30% fällt UND du nicht zu Hause bist.
Fazit
Automatisierung unter Android ist der Weg vom passiven Nutzer zum Power-User. Während Google Routinen ideal für einfache Aufgaben sind, bieten Apps wie MacroDroid oder Tasker grenzenlose Freiheit. Je mehr repetitive Aufgaben du an dein Smartphone delegierst, desto mehr Freiheit hast du für die Dinge, die wirklich zählen.












