Ein OSI-Modell-Quiz ist eine der schnellsten Methoden, um Networking nicht nur „auswendig zu lernen“, sondern wirklich zu verstehen. Denn in der Praxis – beim Troubleshooting, in Zertifizierungen oder bei der Systemplanung – geht es ständig darum, ein Protokoll oder ein Symptom sauber der richtigen Schicht zuzuordnen: Ist es ein Problem der Physical Layer, eine Sache der Data-Link-Schicht, oder steckt doch die Anwendungsebene dahinter? In diesem Quiz lautet die Kernfrage immer gleich: „Rate, zu welcher Schicht dieses Protokoll gehört.“ Dabei sind die Fragen bewusst alltagsnah formuliert: Statt trockener Definitionen bekommen Sie kleine Hinweise, typische Einsatzszenarien und Stolperfallen. So trainieren Sie automatisch LSI-Keywords und Synonyme mit: OSI-Schichten, Netzwerkprotokolle, Transportprotokoll, Routing, Switching, Verschlüsselung, Name Resolution, Session Management und mehr. Das Ergebnis: Sie bauen ein belastbares mentales Modell auf, das Ihnen hilft, reale Netzwerkprobleme schneller einzugrenzen – ohne Keyword-Stuffing und ohne Lernfrust. Nutzen Sie das Quiz allein, im Team oder als schneller Warm-up vor einer Prüfung: Erst raten, dann Lösung prüfen, und bei Bedarf die kurze Erklärung lesen.
So funktioniert das Quiz
- Schritt 1: Lesen Sie den Protokollnamen und den Hinweis.
- Schritt 2: Entscheiden Sie: OSI-Schicht 1 bis 7 – welche passt am besten?
- Schritt 3: Vergleichen Sie mit der Lösung und merken Sie sich die Begründung.
- Tipp: Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie: „Welche Art von Adresse/Information wird verarbeitet?“ (Bits, MAC, IP, Ports, Sitzung, Datenformat, Anwendung).
Kurzer Spickzettel: Welche Schicht macht was?
- Schicht 1 (Physical): Bits, Signale, Kabel, Funk, Stecker, Frequenzen
- Schicht 2 (Data Link): Frames, MAC-Adresse, Switching, VLAN, lokale Zustellung
- Schicht 3 (Network): IP, Routing, Subnetze, Pakete, Next Hop
- Schicht 4 (Transport): TCP/UDP, Ports, Verbindungen, Zuverlässigkeit, Flusskontrolle
- Schicht 5 (Session): Sitzungen, Dialogsteuerung, Wiederaufnahme, Session-Kontext
- Schicht 6 (Presentation): Kodierung, Kompression, Verschlüsselung, Datenformate
- Schicht 7 (Application): Anwendungsprotokolle (Web, Mail, DNS), Dienste, APIs
Quiz-Runde: Einsteiger (schnell warm werden)
- HTTP – Hinweis: Browser ruft Webseiten ab, Requests/Responses, Statuscodes wie 200 oder 404.
Lösung: Schicht 7 (Application). HTTP ist ein Anwendungsprotokoll für Web-Kommunikation. - DNS – Hinweis: Namen in IP-Adressen auflösen, z. B. „example.com“ → „93.184.216.34“.
Lösung: Schicht 7 (Application). DNS ist ein Dienst/Protokoll der Anwendungsebene, auch wenn es über UDP/TCP läuft. - TCP – Hinweis: 3-Way Handshake, zuverlässige Übertragung, Sequenznummern.
Lösung: Schicht 4 (Transport). TCP organisiert Transport, Verbindungen und Zuverlässigkeit. - UDP – Hinweis: „Best effort“, häufig bei Streaming, VoIP, Gaming, DNS-Queries.
Lösung: Schicht 4 (Transport). UDP ist verbindungslos und schlank. - IP (IPv4/IPv6) – Hinweis: Routing zwischen Netzen, IP-Adresse, TTL/Hop Limit.
Lösung: Schicht 3 (Network). IP ist die Kernlogik für paketbasiertes Routing. - Ethernet (IEEE 802.3) – Hinweis: Frames, MAC-Adressen, Switches, lokale Zustellung im LAN.
Lösung: Schicht 2 (Data Link). Ethernet definiert Frame-Struktur und MAC-bezogenes Forwarding. - Wi-Fi (IEEE 802.11) – Hinweis: Funknetz, Frames, SSID, Authentifizierung, Airtime.
Lösung: Schicht 2 (Data Link) mit Bezug zu Schicht 1. 802.11 umfasst Funk (L1) und MAC/Frames (L2); in OSI-Quizzen wird es meist L2 zugeordnet. - SMTP – Hinweis: E-Mail-Versand zwischen Mailservern, Kommandos wie HELO/EHLO.
Lösung: Schicht 7 (Application). SMTP ist ein Mail-Anwendungsprotokoll.
Quiz-Runde: Mittelstufe (klassische Prüfungsfallen)
- ARP – Hinweis: „Wer hat IP X? Sag es MAC Y“, Zuordnung IPv4 → MAC im lokalen Netz.
Lösung: Zwischen Schicht 2 und 3 („Layer 2.5“). ARP nutzt L2-Frames, unterstützt aber L3-Adressierung. - ICMP – Hinweis: Ping, Traceroute-Meldungen, „Destination Unreachable“.
Lösung: Schicht 3 (Network). ICMP gehört zu IP-Kontroll/Fehlermeldungen. - DHCP – Hinweis: IP automatisch beziehen (DISCOVER/OFFER/REQUEST/ACK), oft „kein Internet“ bei Fehlschlag.
Lösung: Schicht 7 (Application). DHCP ist ein Dienst, der über UDP transportiert wird, aber logisch Anwendungsebene ist. - TLS/SSL – Hinweis: Verschlüsselung, Zertifikate, Handshake, schützt z. B. HTTPS.
Lösung: Meist Schicht 6 (Presentation). TLS ist Verschlüsselungs- und Formatierungsschicht; in der Praxis eng mit Anwendungen gekoppelt. - FTP – Hinweis: Dateiübertragung, getrennte Control- und Data-Verbindung, „Active/Passive“.
Lösung: Schicht 7 (Application). FTP ist ein Anwendungsprotokoll, nutzt aber Ports und TCP auf L4. - SSH – Hinweis: Remote-Login/Command Execution, Port 22, verschlüsselter Tunnel.
Lösung: Schicht 7 (Application) mit starker Kryptografie-Komponente. SSH ist ein Anwendungsprotokoll; Verschlüsselung ist integraler Teil. - SNMP – Hinweis: Netzwerkgeräte überwachen, MIB, Traps, Management-Station.
Lösung: Schicht 7 (Application). Management-Protokoll für Monitoring/Steuerung. - NTP – Hinweis: Uhrzeit synchronisieren, Zeitdrift vermeiden, wichtig für Logs und Kerberos.
Lösung: Schicht 7 (Application). NTP ist ein Anwendungsprotokoll (meist über UDP). - IGMP – Hinweis: Multicast-Gruppen beitreten/verlassen im IP-Netz.
Lösung: Schicht 3 (Network). IGMP ist IP-nah und multicastbezogen.
Quiz-Runde: Fortgeschritten (Netzwerkbetrieb und Architektur)
- OSPF – Hinweis: internes Routing, Link-State, Areas, SPF-Berechnung.
Lösung: Schicht 3 (Network). Routing-Protokoll zur Pfadberechnung auf IP-Ebene. - BGP – Hinweis: Internet-Routing zwischen autonomen Systemen (AS), Pfadattribute.
Lösung: Schicht 3 (Network). Routing-Entscheidungen für Netz-Erreichbarkeit. - MPLS – Hinweis: Label Switching, Provider-Netze, Traffic Engineering.
Lösung: Zwischen Schicht 2 und 3 („Layer 2.5“). Labels stehen zwischen MAC- und IP-Logik, daher die bekannte Einordnung. - 802.1Q (VLAN Tagging) – Hinweis: VLAN-ID im Frame, Trunk-Ports, Segmentierung von Broadcast-Domänen.
Lösung: Schicht 2 (Data Link). Das Tag sitzt direkt im Ethernet-Frame. - STP/RSTP – Hinweis: verhindert Layer-2-Loops, Ports werden blockiert/forwarding.
Lösung: Schicht 2 (Data Link). STP kontrolliert Topologie im Switching. - LLDP – Hinweis: Nachbarn erkennen („Welche Switch-Port hängt wo?“), Discovery im LAN.
Lösung: Schicht 2 (Data Link). LLDP bleibt lokal und nutzt Frames. - GRE – Hinweis: Tunneling, „packt Paket in Paket“, häufig für VPN-ähnliche Konstrukte.
Lösung: Schicht 3 (Network). GRE kapselt Layer-3-Verkehr in IP ein. - IPsec – Hinweis: Verschlüsselung/Authentifizierung auf IP-Ebene (ESP/AH), Site-to-Site-VPN.
Lösung: Schicht 3 (Network) mit Kryptografie-Funktion. IPsec schützt IP-Verkehr direkt. - QUIC – Hinweis: läuft über UDP, integriert Transportfunktionen und Security, Basis für HTTP/3.
Lösung: Hauptsächlich Schicht 4 (Transport) mit Security-Aspekt. QUIC ersetzt viele TCP-Funktionen und bindet TLS-konzeptuell ein.
Quiz-Runde: „Kommt drauf an“ (die realistische Praxis)
- NAT – Hinweis: Private IPs werden ins Internet „übersetzt“, oft inklusive Port-Umsetzung (PAT).
Lösung: Schicht 3, oft zusätzlich Schicht 4. Adressübersetzung ist L3; Port-Mapping berührt L4. - Firewall-Regeln – Hinweis: Manche Firewalls filtern nur IP/Ports, andere verstehen HTTP und blocken URLs.
Lösung: Je nach Typ: L3/L4 (Packet Filtering) oder L7 (Application Firewall/WAF). Die Schicht hängt von der Inspektionstiefe ab. - Proxy (Forward Proxy) – Hinweis: Client geht über Proxy ins Internet, oft mit Auth, Caching, Policies.
Lösung: Meist Schicht 7 (Application). Proxys terminieren und interpretieren Anwendungen wie HTTP. - Load Balancer – Hinweis: Verteilt Traffic auf Backend-Server, kann nur TCP verteilen oder HTTP-Header lesen.
Lösung: L4 oder L7, je nach Betriebsmodus. Layer-4 verteilt nach IP/Port; Layer-7 versteht HTTP/HTTPS. - CDN – Hinweis: Inhalte näher am Nutzer, Caching, Edge-Server, TLS-Termination möglich.
Lösung: Überwiegend Schicht 7, mit Anteilen in L4/L6. CDNs wirken auf HTTP-Ebene (Caching/Headers), oft inkl. TLS. - HTTP/3 – Hinweis: basiert auf QUIC über UDP; verändert das „Transportgefühl“ bei Webtraffic.
Lösung: HTTP bleibt Schicht 7, QUIC ist Schicht 4. Der Anwendungsteil ist HTTP, die Transportbasis ist neu.
Bonus: Schnelltest – Protokoll oder Gerät?
- Switch – Lösung: Schicht 2 (klassisch). MAC-basiertes Forwarding.
- Router – Lösung: Schicht 3. IP-Routing zwischen Netzen.
- Access Point – Lösung: Meist Schicht 2 (Bridge), plus Schicht 1 (Funk). WLAN-Integration ins LAN.
- Modem – Lösung: Schicht 1. Signalwandlung/Übertragungstechniken.
Wie Sie Ihre Trefferquote erhöhen (ohne trockenes Pauken)
- Frage nach dem „Schlüsselmerkmal“: MAC? IP? Port? Inhalt/Anwendung? Das führt fast immer zur richtigen Schicht.
- Denken Sie in PDUs: Bits (L1), Frames (L2), Packets (L3), Segmente/Datagramme (L4).
- Achten Sie auf Grenzen: Alles, was Netzgrenzen überschreitet und Routing braucht, ist fast immer L3.
- „Kommt drauf an“ akzeptieren: Einige Technologien sind bewusst schichtübergreifend (z. B. TLS, NAT, Load Balancer).
Outbound-Quellen zum Nachschlagen (Technik verlässlich vertiefen)
- RFC Editor – Primärquellen für Internetstandards
- Internet Protocol (RFC 791) – IP-Grundlagen
- Transmission Control Protocol (RFC 9293) – TCP im Detail
- DNS Concepts (RFC 1034) – Namensauflösung verstehen
- TLS 1.3 (RFC 8446) – Verschlüsselung und Handshake
- IEEE 802.3 (Ethernet) – Rahmenbedingungen der Data-Link-Welt
- IEEE 802.11 (Wi-Fi) – WLAN-Standard auf MAC- und PHY-Ebene
Cisco Netzwerkdesign, CCNA Support & Packet Tracer Projekte
Cisco Networking • CCNA • Packet Tracer • Network Configuration
Ich biete professionelle Unterstützung im Bereich Cisco Computer Networking, einschließlich CCNA-relevanter Konfigurationen, Netzwerkdesign und komplexer Packet-Tracer-Projekte. Die Lösungen werden praxisnah, strukturiert und nach aktuellen Netzwerkstandards umgesetzt.
Diese Dienstleistung eignet sich für Unternehmen, IT-Teams, Studierende sowie angehende CCNA-Kandidaten, die fundierte Netzwerkstrukturen planen oder bestehende Infrastrukturen optimieren möchten. Finden Sie mich auf Fiverr.
Leistungsumfang:
-
Netzwerkdesign & Topologie-Planung
-
Router- & Switch-Konfiguration (Cisco IOS)
-
VLAN, Inter-VLAN Routing
-
OSPF, RIP, EIGRP (Grundlagen & Implementierung)
-
NAT, ACL, DHCP, DNS-Konfiguration
-
Troubleshooting & Netzwerkoptimierung
-
Packet Tracer Projektentwicklung & Dokumentation
-
CCNA Lern- & Praxisunterstützung
Lieferumfang:
-
Konfigurationsdateien
-
Packet-Tracer-Dateien (.pkt)
-
Netzwerkdokumentation
-
Schritt-für-Schritt-Erklärungen (auf Wunsch)
Arbeitsweise:Strukturiert • Praxisorientiert • Zuverlässig • Technisch fundiert
CTA:
Benötigen Sie professionelle Unterstützung im Cisco Networking oder für ein CCNA-Projekt?
Kontaktieren Sie mich gerne für eine Projektanfrage oder ein unverbindliches Gespräch. Finden Sie mich auf Fiverr.












