IPv4-Subnetting Cheat Sheet: Tabelle für /30 bis /16

Ein gutes IPv4-Subnetting Cheat Sheet ist mehr als eine Liste von Masken: Es ist eine mentale Abkürzung für Prüfungen, Troubleshooting und Planung. Wenn du schnell entscheiden willst, ob ein /27 für ein kleines VLAN reicht, wie groß ein /21 wirklich ist oder welche Blockgröße zu einer Maske gehört, sparst du mit einer sauberen Tabelle jedes Mal wertvolle Minuten. Genau dafür ist dieses Cheat Sheet gedacht: eine kompakte, alltagstaugliche Übersicht für /30 bis /16 – inklusive Subnetzmaske, Adressanzahl, nutzbaren Hosts (klassisch mit Netz- und Broadcastadresse abgezogen) sowie der typischen Blockgröße im „variablen“ Oktett. Ergänzend findest du Merkhilfen, wie du die Werte im Kopf ableitest, und Hinweise, wann Sonderfälle wie /31 im Punkt-zu-Punkt-Betrieb relevant sind. Grundlage für CIDR und die Präfixschreibweise ist RFC 4632; private IPv4-Adressräume, die in vielen Übungs- und Firmennetzen verwendet werden, sind in RFC 1918 definiert. Nutze die Tabelle wie eine Landkarte: Präfix wählen, Maske ablesen, Hostkapazität prüfen, Blockgröße verstehen – und du kannst Subnetting sicher anwenden, ohne jedes Mal Binärzahlen zu bemühen.

So liest du das Cheat Sheet richtig

  • Adressen gesamt: Anzahl aller IPs im Subnetz (inklusive Netz- und Broadcastadresse).
  • Nutzbare Hosts: klassische IPv4-Hosts = Adressen gesamt − 2 (Ausnahme: /31 kann im Punkt-zu-Punkt-Betrieb anders genutzt werden).
  • Blockgröße: Schrittweite, in der Subnetze im „variablen“ Oktett beginnen. Formel: 256 − Maskenwert (im relevanten Oktett).

Formel-Quickcheck: Hosts aus Präfixlänge

Wenn du außerhalb der Tabelle schnell prüfen willst, wie viele Hosts ein Präfix ungefähr erlaubt, hilft diese Standardformel:

NutzbareHosts = 2 32 p 2

Dabei ist p die Präfixlänge (z. B. 24 bei /24). Für Kopf-Subnetting ist /24 der beste Anker: /24=254, /23=510, /22=1022; nach unten halbiert sich die Kapazität je +1 Präfix.

IPv4-Subnetting Cheat Sheet: Tabelle für /30 bis /16

Hinweis: Die Blockgröße ist im letzten „nicht vollen“ Oktett angegeben. Bei /24–/30 ist das 4. Oktett, bei /17–/23 das 3. Oktett, bei /16 ist kein „teilweises“ Oktett vorhanden (Blockgröße im 3. Oktett = 256, praktisch: gesamtes /16 ist ein zusammenhängender Block).

  • /30 – Maske 255.255.255.252 – Adressen 4 – Nutzbare Hosts 2 – Blockgröße 4
  • /29 – Maske 255.255.255.248 – Adressen 8 – Nutzbare Hosts 6 – Blockgröße 8
  • /28 – Maske 255.255.255.240 – Adressen 16 – Nutzbare Hosts 14 – Blockgröße 16
  • /27 – Maske 255.255.255.224 – Adressen 32 – Nutzbare Hosts 30 – Blockgröße 32
  • /26 – Maske 255.255.255.192 – Adressen 64 – Nutzbare Hosts 62 – Blockgröße 64
  • /25 – Maske 255.255.255.128 – Adressen 128 – Nutzbare Hosts 126 – Blockgröße 128
  • /24 – Maske 255.255.255.0 – Adressen 256 – Nutzbare Hosts 254 – Blockgröße 256
  • /23 – Maske 255.255.254.0 – Adressen 512 – Nutzbare Hosts 510 – Blockgröße 2 (im 3. Oktett)
  • /22 – Maske 255.255.252.0 – Adressen 1024 – Nutzbare Hosts 1022 – Blockgröße 4 (im 3. Oktett)
  • /21 – Maske 255.255.248.0 – Adressen 2048 – Nutzbare Hosts 2046 – Blockgröße 8 (im 3. Oktett)
  • /20 – Maske 255.255.240.0 – Adressen 4096 – Nutzbare Hosts 4094 – Blockgröße 16 (im 3. Oktett)
  • /19 – Maske 255.255.224.0 – Adressen 8192 – Nutzbare Hosts 8190 – Blockgröße 32 (im 3. Oktett)
  • /18 – Maske 255.255.192.0 – Adressen 16384 – Nutzbare Hosts 16382 – Blockgröße 64 (im 3. Oktett)
  • /17 – Maske 255.255.128.0 – Adressen 32768 – Nutzbare Hosts 32766 – Blockgröße 128 (im 3. Oktett)
  • /16 – Maske 255.255.0.0 – Adressen 65536 – Nutzbare Hosts 65534 – Blockgröße 256 (im 3. Oktett; praktisch ein kompletter /16-Block)

Merkhilfen: So bekommst du die Tabelle auch ohne Spicken in den Kopf

  • Die „Halbierungsleiter“: Jede Erhöhung der Präfixlänge um 1 halbiert die Adressanzahl (z. B. /24=256, /25=128, /26=64, /27=32, /28=16, /29=8, /30=4).
  • Die 8 Maskenwerte: 128, 192, 224, 240, 248, 252, 254, 255 – damit erkennst du /25 bis /32 sofort.
  • Blockgröße ist immer „256 minus Maskenwert“: bei 224 ist es 32, bei 240 ist es 16, bei 252 ist es 4.
  • /24 als Anker: Alles größer wandert ins 3. Oktett (255.255.X.0), alles kleiner bleibt im 4. Oktett (255.255.255.X).

Blockgröße praktisch anwenden: Netz- und Broadcastadresse in Sekunden

Die Blockgröße ist besonders nützlich, wenn du aus einer IP und einer Maske schnell das zugehörige Subnetz ableiten willst:

  • Finde das „interessante Oktett“ (nicht 255, nicht 0).
  • Berechne die Blockgröße: 256 − Maskenwert.
  • Suche die nächstkleinere Blockgrenze, die zur IP passt.
  • Broadcast ist die nächste Blockgrenze minus 1; Hosts liegen dazwischen.

Mini-Beispiel (/27)

IP: 192.168.50.77, Maske /27 = 255.255.255.224 → Blockgröße 32. Grenzen im letzten Oktett: 0, 32, 64, 96. 77 liegt in 64–95. Netz: 192.168.50.64, Broadcast: 192.168.50.95, Hosts: .65–.94.

Wofür /30 bis /16 typischerweise genutzt werden

  • /30: Klassisch für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und kleine Übergaben (2 Hosts). In modernen Designs teils durch /31 ersetzt.
  • /29 bis /27: Kleine Management- oder Infrastruktur-Netze (z. B. Out-of-Band, Drucker, kleine VLANs).
  • /26 bis /24: Häufige VLAN-Größen für Abteilungen, WLAN-Segmente (kleiner), Server- oder Service-Netze.
  • /23 bis /20: Größere WLAN-/Client-Segmente oder zusammengefasste Bereiche für Routing-Summarization.
  • /19 bis /16: Standortblöcke, größere Campusbereiche, Rechenzentrums- oder Cloud-Adressräume.

Sonderfall /31: Warum „nutzbare Hosts“ hier abweichen können

In klassischen Subnetting-Tabellen gilt „−2“ für Netz- und Broadcastadresse. Für Punkt-zu-Punkt-Links kann /31 jedoch sinnvoll sein, weil dort kein Broadcast wie in einem Multi-Access-Netz benötigt wird. Dieses Verhalten ist in RFC 3021 beschrieben. Für Prüfungen solltest du trotzdem genau lesen, ob „klassisches IPv4-Subnetting“ oder explizit „Point-to-Point mit /31“ gefragt ist.

Typische Fehler beim Nutzen eines Cheat Sheets

  • Blockgröße im falschen Oktett: Bei /23–/17 ist das 3. Oktett relevant, nicht das 4.
  • Hosts mit Adressen verwechselt: Die Tabelle nennt beides; in Aufgaben wird oft explizit „nutzbare Hosts“ gefragt.
  • Zu knapp geplant: In der Praxis Reserve einplanen (Wachstum, IoT, Gäste, temporäre Geräte).
  • Subnetze nicht auf Blockgrenzen gestartet: Besonders wichtig bei VLSM und beim Aufteilen von /24.

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