Ein Cisco Router Design Review ist das letzte Sicherheitsnetz, bevor Sie in die Implementierung gehen. Ziel ist nicht, das Design „schöner“ zu machen, sondern Risiken zu eliminieren: fehlende Inputs, falsche Pfadlogik, unklare Security-Policies, nicht testbare Abnahme oder fehlende Rollback-Fähigkeit. Eine gute Validierungs-Checkliste stellt sicher, dass das Design implementierbar, abnahmefähig und betriebssicher ist – und dass der Change im Wartungsfenster nicht zur improvisierten Fehlersuche wird. Diese Checkliste ist als Gate vor der Implementierung gedacht.
Gate-Logik: Was „Design validiert“ bedeutet
Ein Design gilt als validiert, wenn es drei Kriterien erfüllt: technisch machbar, testbar (Pass/Fail) und operativ betreibbar (Monitoring/Runbooks/Notfallzugang). Wenn eines davon fehlt, steigt das Downtime-Risiko.
- Machbar: Plattform/OS/Lizenzen und Provider-Handover passen
- Testbar: UAT, Pre-/Post-Checks, Failover-Tests sind definiert
- Betreibbar: Logging/Monitoring, Zugriff, Doku und Rollback sind vorhanden
Checkliste 1: Requirements und Scope (keine offenen „Basics“)
Viele Implementierungen scheitern, weil Scope und Inputs nicht vollständig sind. Validieren Sie vor Start, dass Owner, Abgrenzungen und Pflichtdaten klar sind.
- In/Out-of-Scope: Router vs. Firewall vs. Switch vs. Provider
- Owner je Domäne: WAN, Routing, VPN, Security, Monitoring
- Pflichtinputs vollständig: Providerdatenblatt, IP-/VLAN-Plan, Policy-/VPN-Matrix
- Change-Fenster, Kommunikationsplan, UAT-Tester benannt
- Kein „Scope Creep“: Optionen separat (Dual-ISP, QoS, BGP, DMVPN)
Checkliste 2: Geräte-Readiness (OS, Lizenzen, Ressourcen, Image)
Vor der Implementierung muss das Gerät technisch bereit sein. Fehlende Lizenzen oder falsche Images sind klassische Go-Live-Blocker.
- Modell/Ports/Module passen zum Design (SFPs, WAN-Module, LTE)
- IOS/IOS XE Version freigegeben, Upgradepfad bekannt
- Lizenzen decken Features ab (VPN, Routing, Security)
- Flash/Memory ausreichend für Zielimage und Rollbackimage
CLI-Checks Readiness
show version
show inventory
show license summary
show boot
dir flash:
show processes cpu sorted
show processes memory sorted
Checkliste 3: WAN-Design (Handover, MTU, Default, Path-Down)
WAN ist der häufigste Zeitfresser. Validieren Sie Übergabeparameter und definieren Sie, wie Link-Down und Path-Down behandelt werden.
- Handover: IP/Subnetz, Gateway, VLAN/Tagging, MTU, CIR/Policing
- Default-Handling: Primary/Backup, Administrative Distance
- Path-Down: IP SLA/Tracking vorhanden (wenn Dual-WAN oder kritisch)
- Provider-Eskalation: Circuit-ID, Tests, Ansprechpartner
CLI-Checks WAN (Ist-Baseline/Planung)
show ip interface brief
show interfaces counters errors
show ip route 0.0.0.0
Checkliste 4: IP-Plan und Segmentierung (Rollen, Wachstum, Summaries)
Segmentierung ist Enterprise-Pflicht. Validieren Sie, dass VLANs/Subnetze konsistent sind, Wachstum berücksichtigt wird und Policies aus der Segmentlogik ableitbar sind.
- Rollen-VLANs definiert (Users/Guest/IoT/MGMT/Voice)
- Subnetzgrößen passend (z. B. /24 für Users, /26 für IoT)
- IP-Schema standardisierbar (SiteID-Logik bei Multi-Site)
- Summarization möglich (z. B. Standortblock /22)
Subnetting-Check: Standortblock /22 (Beispiel)
Checkliste 5: NAT-Design (Ownership, Whitelist, No-NAT)
NAT muss im Design eindeutig zugeordnet sein: Router oder Firewall. Ohne Whitelist und No-NAT (bei VPN) entstehen Fehlverhalten und lange Tests.
- NAT-Owner definiert (Router vs. Firewall)
- NAT-Quellnetze whitelisted (keine „permit any“)
- No-NAT für VPN-Netze (wenn VPN im Scope)
- Portforwards: Owner, Zweck, Ticket-ID, Security-Review
CLI-Checks NAT (Ist/Plan)
show ip nat statistics
show ip nat translations
show running-config | include ip nat
Checkliste 6: Routing-Design (Stabilität, Filterpflicht, Convergence)
Routing muss kontrolliert sein. Validieren Sie Nachbarbeziehungen, Filterpflicht (BGP), Default-Strategie und Convergence-Folgen bei Failover.
- Protokollwahl begründet (Static/OSPF/BGP) und dokumentiert
- Default-Handling klar (wo entsteht Default, wer konsumiert?)
- BGP: Prefix-Lists/Route-Maps, max-prefix, Policy-Ownership
- OSPF: Area-Design, passive-interface, Nachbarstabilität
CLI-Checks Routing (Ist-Baseline)
show ip route summary
show ip protocols
show ip ospf neighbor
show bgp summary
Checkliste 7: VPN-Design (Traffic-fähig, MTU/MSS, Standardparameter)
VPN-Design ist nur validiert, wenn es betrieblich funktioniert: No-NAT ist definiert, interessante Netze sind vollständig, und es gibt klare Verifikationschecks mit Paketzählern.
- VPN-Matrix: Peers, interessante Netze, Primary/Backup
- Krypto-Standard: Cipher/Hash/DH/PFS, Rekey/DPD
- No-NAT: explizit dokumentiert
- MTU/MSS-Strategie (bei PPPoE/VPN-Overhead)
- Abnahme: SA up + Traffic-Nachweis
CLI-Checks VPN (Verifikation)
show crypto ikev2 sa
show crypto ipsec sa
show crypto session detail
Checkliste 8: QoS-Design (wenn Engpass/WAN kritisch ist)
QoS ist nur sinnvoll, wenn es einen Engpass gibt und Abnahme unter Last geplant ist. Validieren Sie Shaping, Klassen und Messmethoden.
- Engpass bestätigt (WAN-Up/Down, CIR/Policing)
- Shaping am WAN definiert (Queueing im Router)
- Klassen: Voice/Video/Business-Apps klar benannt
- Abnahme: Lasttest + Drops in Klassen prüfen
CLI-Checks QoS (Abnahme)
show policy-map interface
show interfaces | include output drops|queue
Checkliste 9: Management, Logging und Audit (Enterprise-Pflicht)
Ein Design ohne Auditfähigkeit ist im Enterprise nicht abnahmefähig. Validieren Sie sichere Administration, Zeit, Logging und – wenn gefordert – AAA/Accounting.
- SSH-only, MGMT-ACL, keine Shared Accounts
- NTP: mindestens zwei Server, Zeitzone korrekt
- Syslog zentral, definierter Log-Level, Source-Interface
- AAA/Accounting (TACACS+/RADIUS), lokaler Fallback
CLI-Checks Audit/Management
show ip ssh
show ntp status
show logging | last 50
show running-config | include aaa|tacacs|logging host|ntp server
Checkliste 10: Monitoring und SLA-Readiness
Wenn Supportzeiten zugesagt werden, muss die Umgebung messbar sein. Validieren Sie Alarmkatalog, Messpunkte und Zugang, sonst sind SLA-Ziele unrealistisch.
- Monitoring: Interfaces/Errors/CPU/Memory
- Events: Routing/VPN/WAN Flaps im Syslog sichtbar
- IP SLA/Tracking: Path-Down Erkennung (wenn relevant)
- Runbook: standardisierte Triage-Kommandos definiert
CLI-Checks Operability
show interfaces counters errors
show processes cpu sorted
show ip sla statistics
show track
Checkliste 11: Implementierungsplan (Change Window, Stop/Go, Rollback)
Design ist nur validiert, wenn die Umsetzung planbar ist: Schrittfolge, Zeitpuffer, Exit/Backout-Kriterien und Rollback-Mechanik müssen dokumentiert sein.
- Change-Plan: blockweise Schritte (WAN → NAT → VPN/Routing → Policies → QoS)
- Stop/Go: Exit Criteria und Backout Criteria definiert
- Rollback: Soft/Hard, Notfallzugang (OOB/Console/Remote Hands)
- Pre-/Post-Checks: als Copy/Paste im Plan
Quick-Checks nach jedem Block
show ip interface brief
show ip route 0.0.0.0
show logging | last 20
show processes cpu sorted
Checkliste 12: Acceptance Criteria und Handover (Definition of Done)
Vor Implementierung muss klar sein, wie „fertig“ aussieht. Validieren Sie Akzeptanzkriterien (Pass/Fail) und das Handover-Paket, sonst endet das Projekt ohne Betriebshygiene.
- Acceptance: Pre-/Post-Outputs, UAT, Failover (wenn Scope), QoS (wenn Scope)
- Deliverables: As-Built, config pre/post, IP-/Interface-Plan, Runbooks
- Offene Punkte: Owner/Termin, keine „stille Restarbeit“
Standard-Post-Checks (Abnahmeanhang)
show ip interface brief
show interfaces counters errors
show ip route 0.0.0.0
show ip nat translations
show crypto ipsec sa
show ip sla statistics
show policy-map interface
show ntp status
show logging | last 50
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