Das Border Gateway Protocol (BGP) ist ein essenzielles Routing-Protokoll, das den Austausch von Routing-Informationen zwischen verschiedenen autonomen Systemen (AS) ermöglicht. In großen Netzwerken oder in Umgebungen mit mehreren Internet-Service-Providern (ISPs) kommt es zu einer Unterscheidung zwischen zwei Haupttypen von BGP: eBGP (External BGP) und iBGP (Internal BGP). Beide Varianten sind notwendig, um die Kommunikation und das Routing über Netzwerke hinweg zu optimieren, wobei sie unterschiedliche Aufgaben und Eigenschaften aufweisen. In diesem Artikel erklären wir die grundlegenden Unterschiede zwischen eBGP und iBGP, ihre typischen Use Cases und Design Patterns, die in Unternehmensnetzwerken angewendet werden.
Was ist eBGP (External BGP)?
eBGP (External BGP) wird verwendet, um Routing-Informationen zwischen verschiedenen autonomen Systemen (AS) auszutauschen. Ein autonomes System ist ein Netzwerk, das unter einer gemeinsamen Verwaltung steht und das Routing innerhalb des AS mit einem eigenen Routing-Protokoll wie OSPF oder iBGP verwaltet. eBGP hingegen kommt zum Einsatz, wenn Router in verschiedenen AS miteinander kommunizieren und Routen austauschen müssen, beispielsweise bei der Verbindung von Unternehmen mit dem Internet oder mit externen Partnernetzwerken.
1. Merkmale von eBGP
eBGP ist für die Kommunikation zwischen verschiedenen AS verantwortlich und ermöglicht den Austausch von Routing-Informationen zwischen diesen Systemen. Die Routen werden mit verschiedenen Attributen versehen, um den besten Pfad zu einem Ziel zu wählen.
- Verwendung: eBGP wird verwendet, um Routen zu propagieren, die zwischen unterschiedlichen AS existieren, beispielsweise zwischen einem Unternehmen und seinem ISP.
- Nachbarschaft: eBGP-Nachbarn befinden sich in verschiedenen AS, und die Kommunikation erfolgt über das öffentliche Internet oder private Verbindungen.
- Routing-Entscheidung: eBGP entscheidet über Routen anhand von verschiedenen Attributen wie AS-Path, Local Preference und Multi-Exit Discriminator (MED).
2. BGP eBGP-Attributbeispiele
Einige wichtige BGP-Attribute, die für eBGP verwendet werden, sind:
- AS-Path: Gibt den Pfad an, den die Route durch verschiedene AS genommen hat.
- Next-Hop: Der Router, an dem die Route den nächsten Hop nimmt.
- Local Preference: Wird verwendet, um Routen innerhalb eines AS zu bevorzugen.
- MED (Multi-Exit Discriminator): Hilft dabei, die bevorzugte Route für den Ausgangspunkt zu wählen, wenn mehrere Verbindungen zum selben Ziel existieren.
Was ist iBGP (Internal BGP)?
iBGP (Internal BGP) ist eine Variante von BGP, die innerhalb eines einzigen autonomen Systems verwendet wird. Es dient dazu, Routing-Informationen zwischen Routern zu propagieren, die alle im selben AS liegen. iBGP ist notwendig, da Router innerhalb eines AS nicht direkt über eBGP kommunizieren können, sondern auf iBGP angewiesen sind, um die Routen korrekt zu verteilen und das Routing zu optimieren.
1. Merkmale von iBGP
iBGP wird verwendet, um innerhalb eines AS Routing-Informationen auszutauschen. Anders als eBGP, bei dem unterschiedliche AS beteiligt sind, befinden sich iBGP-Nachbarn im selben AS, weshalb iBGP auch als internes Routing-Protokoll bezeichnet wird.
- Verwendung: iBGP wird verwendet, um Routen innerhalb eines AS zu verbreiten, sodass alle Router die gleiche Sicht auf das Routing und die Netzwerktopologie haben.
- Nachbarschaft: iBGP-Nachbarn sind Router im selben AS, die über direkte oder indirekte Verbindungen miteinander kommunizieren.
- Routing-Entscheidung: iBGP berücksichtigt die gleiche Routing-Tabelle wie eBGP, jedoch innerhalb eines einzigen AS. iBGP-Routen können auf iBGP-Tier-2-Router weitergegeben werden, jedoch nur innerhalb desselben AS.
2. BGP iBGP-Attributbeispiele
Im Gegensatz zu eBGP gibt es bei iBGP keine AS-Path-Informationen. iBGP-Nachbarn verwenden andere Mechanismen zur Kommunikation:
- Next-Hop: Ähnlich wie bei eBGP, jedoch wird der Next-Hop innerhalb des gleichen AS behandelt, sodass keine Umleitung auf ein externes Netzwerk erfolgt.
- Keine AS-Path-Informationen: iBGP benötigt keine AS-Path-Informationen, da alle Router innerhalb eines AS die gleiche Sicht auf die Netzwerktopologie haben.
Unterschiede zwischen eBGP und iBGP
Obwohl sowohl eBGP als auch iBGP das gleiche Routing-Protokoll verwenden, gibt es einige entscheidende Unterschiede zwischen den beiden. Die wichtigsten Unterschiede betreffen die verwendeten Attribute, die Nachbarschaftsbeziehungen und den Anwendungsbereich.
- Nachbarschaftsbeziehung: eBGP-Router befinden sich in unterschiedlichen AS, während iBGP-Router im gleichen AS sind.
- AS-Path: eBGP verwendet das AS-Path-Attribut, um Routing-Informationen über verschiedene AS hinweg zu verfolgen, während iBGP dies nicht benötigt, da sich alle Router im gleichen AS befinden.
- Route Propagation: eBGP propagiert Routen zwischen unterschiedlichen AS, iBGP jedoch nur innerhalb eines AS.
- Router-ID: Die Router-ID ist bei eBGP sehr wichtig, da sie zur Identifikation der Router in einem externen Netzwerk dient. Bei iBGP wird sie nicht so häufig benötigt, da sich alle Router im selben AS befinden.
- Vernetzung: eBGP bezieht sich auf den externen Austausch von Routen, während iBGP intern die gleiche AS-Topologie abbildet und für die interne Verteilung der Routen sorgt.
Typische Use Cases für eBGP und iBGP
Beide BGP-Typen sind in verschiedenen Szenarien von Bedeutung und werden je nach Netzwerkbedarf eingesetzt. Die häufigsten Anwendungsfälle für eBGP und iBGP werden im Folgenden beschrieben.
1. Use Cases für eBGP
eBGP wird häufig eingesetzt, wenn ein Unternehmen mehrere Internetverbindungen oder Partnerschaften mit anderen externen Netzwerken pflegt. Einige typische Anwendungsfälle sind:
- Mehrere ISPs: Wenn ein Unternehmen mit mehreren Internet-Service-Providern verbunden ist, wird eBGP verwendet, um die Routen zu diesen ISPs auszutauschen und eine effiziente Nutzung der Internetverbindungen sicherzustellen.
- Backup-Links: Unternehmen, die redundante Internetverbindungen haben, verwenden eBGP, um die bevorzugte Route basierend auf der Verfügbarkeit und Performance der Verbindungen auszuwählen.
- Verbindungen zu externen Partnernetzwerken: Wenn ein Unternehmen mit externen Partnern oder Filialen verbunden ist, wird eBGP verwendet, um sicherzustellen, dass das Routing zwischen den verschiedenen Netzwerken korrekt funktioniert.
2. Use Cases für iBGP
iBGP kommt zum Einsatz, wenn es darum geht, Routing-Informationen innerhalb eines Unternehmensnetzwerks oder eines großen Unternehmens-AS zu verbreiten. Typische Use Cases sind:
- Große Unternehmensnetzwerke: In großen Unternehmen mit mehreren Routern, die dieselbe Routing-Topologie benötigen, wird iBGP verwendet, um sicherzustellen, dass alle Router die gleichen Routing-Informationen haben.
- Verbindung zwischen iBGP-Routern: iBGP wird häufig verwendet, um Informationen zwischen Routern zu verbreiten, die in einem zentralen Core-Routing-Netzwerk verbunden sind.
- Optimierung des internen Verkehrs: iBGP ermöglicht eine effiziente und konsistente Weiterleitung von Routen innerhalb des Unternehmensnetzwerks, auch bei Nutzung mehrerer Provider oder Verbindungen.
Design Patterns für eBGP und iBGP
Beim Design eines Netzwerks mit eBGP und iBGP müssen IT-Manager sicherstellen, dass sie die richtige Konfiguration und Architektur wählen, die sowohl Skalierbarkeit als auch Ausfallsicherheit gewährleistet.
1. iBGP Design Pattern
In großen Unternehmensnetzwerken mit mehreren iBGP-Routern wird häufig ein „Full Mesh“-Design verwendet, bei dem jeder iBGP-Router mit jedem anderen iBGP-Router direkt verbunden ist. Dies stellt sicher, dass alle Router Informationen effizient austauschen können, ohne dass Routing-Schleifen entstehen.
- Alternative: In sehr großen Netzwerken kann auch das „Route Reflector“-Design verwendet werden, bei dem bestimmte Router die Routen für andere Router spiegeln.
2. eBGP Design Pattern
Bei der Verbindung von Unternehmensnetzwerken mit mehreren ISPs wird häufig ein „Redundantes eBGP“-Design gewählt, bei dem das Netzwerk so konzipiert wird, dass bei einem Ausfall einer Verbindung automatisch auf eine andere Verbindung umgeschaltet wird.
- Beispiel: Ein Unternehmen kann eBGP verwenden, um zwischen verschiedenen ISPs zu wechseln und gleichzeitig die beste Route je nach Verfügbarkeit und Performance auszuwählen.
Konfiguriere Cisco Router & Switches und liefere ein Packet-Tracer-Lab (CCNA)
Hallo! Ich bin ein CCNA-Network Engineer und unterstütze Sie bei Cisco Router- und Switch-Konfigurationen – inklusive eines vollständigen Cisco Packet-Tracer-Labs (.pkt). Ideal für Lern-/Übungsszenarien, Validierung oder eine saubere Demo-Topologie.
Was ich (je nach Paket) umsetze
-
Switching: VLANs, Trunking (802.1Q), Port-Zuweisung, STP-Basics (PortFast/BPDU Guard wo sinnvoll)
-
Routing: Default/Static Routing oder OSPF, Inter-VLAN Routing (Router-on-a-Stick)
-
Services: DHCP (Pools/Scopes), NAT/PAT für Internet-Simulation
-
Optional Security: Basic ACLs und SSH-Hardening
-
Test & Verifikation: Ping/Traceroute + wichtige Show-Commands (mit erwarteten Ergebnissen)
Sie erhalten
-
✅ Packet Tracer .pkt Datei
-
✅ Saubere Konfigurations-Notizen pro Gerät
-
✅ Verifikations-Checkliste + erwartete Outputs
-
✅ Kurze Dokumentation (wie die Topologie funktioniert)
Bitte schreiben Sie mir vor der Bestellung, damit wir Scope, Packet-Tracer-Version, Geräteanzahl und Deadline klären.
Konfiguriere Cisco Router & Switches | Cisco Packet-Tracer-Labs. Finden Sie mich auf Fiverr.












