Im Deutschen ist das Passiv wichtig, wenn nicht die Person wichtig ist, sondern die Handlung. Modalverben sind auch sehr wichtig, weil sie sagen, was man kann, muss, darf, soll oder will. Wenn Passiv und Modalverben zusammenkommen, wirkt die Grammatik zuerst etwas schwer. Aber mit einer klaren Regel kannst du diese Form gut verstehen. Auf B1-Niveau ist es wichtig, dass du solche Sätze erkennst und selbst benutzen kannst. In diesem Text lernst du Schritt für Schritt, wie Passiv mit Modalverben funktioniert. Du bekommst einfache Erklärungen, viele Beispiele, kurzen Wortschatz, kleine Lesetexte und einfache Dialoge. So kannst du diese Struktur besser verstehen und sicherer anwenden.
Was ist Passiv?
Im Passiv ist die Handlung wichtig, nicht die Person. Das bedeutet: Man sagt, was gemacht wird, aber nicht immer, wer es macht.
Beispiele:
- Die Tür wird geöffnet.
- Das Essen wird gekocht.
- Die Hausaufgaben werden gemacht.
Hier ist die Handlung wichtig:
- öffnen
- kochen
- machen
Die Person wird nicht genannt oder ist nicht wichtig.
Aktiv und Passiv im Vergleich
- Aktiv: Der Lehrer erklärt die Regel.
- Passiv: Die Regel wird erklärt.
- Aktiv: Die Mutter kocht das Essen.
- Passiv: Das Essen wird gekocht.
So siehst du den Unterschied gut.
Was sind Modalverben?
Modalverben sind Verben wie:
- müssen
- können
- dürfen
- sollen
- wollen
- mögen
Sie geben zusätzliche Informationen.
Beispiele
- Ich muss lernen.
- Du kannst kommen.
- Wir dürfen hier warten.
- Sie soll pünktlich sein.
Diese Verben sagen zum Beispiel:
- ob etwas notwendig ist
- ob etwas möglich ist
- ob etwas erlaubt ist
- ob etwas gewünscht ist
Was bedeutet Passiv mit Modalverben?
Wenn Passiv und Modalverb zusammenkommen, bedeutet das oft:
- etwas muss gemacht werden
- etwas kann gemacht werden
- etwas darf gemacht werden
- etwas soll gemacht werden
Beispiele:
- Die Tür muss geöffnet werden.
- Das Essen kann gekocht werden.
- Die Regel soll erklärt werden.
- Die Aufgabe darf später gemacht werden.
Hier ist wieder die Handlung wichtig. Gleichzeitig kommt eine zusätzliche Bedeutung durch das Modalverb dazu.
Die Grundstruktur
Die wichtigste Struktur ist:
- Modalverb + Partizip II + werden
Beispiele:
- Die Tür muss geöffnet werden.
- Das Auto kann repariert werden.
- Die E-Mail soll geschrieben werden.
- Die Hausaufgaben dürfen morgen gemacht werden.
Das ist die wichtigste Regel.
Warum steht „werden“ am Ende?
Im Passiv brauchst du werden. Wenn ein Modalverb im Satz ist, steht das Modalverb auf Position 2 und werden bleibt am Ende.
Beispiel:
- Die Aufgabe muss gemacht werden.
Hier ist:
- muss = Modalverb
- gemacht = Partizip II
- werden = Passiv-Hilfsverb
Passiv mit müssen
Müssen zeigt: Etwas ist notwendig.
Beispiele
- Die Hausaufgaben müssen gemacht werden.
- Die Tür muss geschlossen werden.
- Das Zimmer muss geputzt werden.
- Die Regeln müssen beachtet werden.
Diese Sätze bedeuten: Es ist notwendig, dass diese Dinge gemacht werden.
Im Alltag
- Die Rechnung muss heute bezahlt werden.
- Das Formular muss ausgefüllt werden.
- Die E-Mail muss noch geschrieben werden.
- Die Prüfung muss gut vorbereitet werden.
Passiv mit können
Können zeigt: Etwas ist möglich.
Beispiele
- Das Problem kann schnell gelöst werden.
- Die Aufgabe kann morgen gemacht werden.
- Die Tür kann von innen geöffnet werden.
- Das Buch kann online bestellt werden.
Diese Sätze bedeuten: Es ist möglich, dass diese Dinge gemacht werden.
Im Alltag
- Die Tickets können im Internet gekauft werden.
- Die Übung kann zu Hause gemacht werden.
- Die Wörter können leicht gelernt werden.
- Die Unterlagen können per E-Mail geschickt werden.
Passiv mit dürfen
Dürfen zeigt: Etwas ist erlaubt.
Beispiele
- Die Tür darf nicht geöffnet werden.
- Die Handys dürfen hier nicht benutzt werden.
- Die Aufgabe darf später abgegeben werden.
- Der Raum darf nur mit Schuhen betreten werden.
Diese Sätze sprechen über Erlaubnis oder Verbot.
Typische Situationen
- Im Prüfungsraum dürfen keine Wörterbücher benutzt werden.
- Hier darf nicht geraucht werden.
- Die Formulare dürfen nur mit einem blauen Stift ausgefüllt werden.
- Die Dateien dürfen nicht verändert werden.
Passiv mit sollen
Sollen zeigt oft: Etwas ist empfohlen, gewünscht oder vorgesehen.
Beispiele
- Die Übung soll heute gemacht werden.
- Die Regeln sollen genau erklärt werden.
- Das Problem soll später besprochen werden.
- Der Text soll laut gelesen werden.
Diese Sätze zeigen oft einen Plan, eine Regel oder eine Empfehlung.
Im Kurs und bei der Arbeit
- Die Hausaufgaben sollen bis Freitag gemacht werden.
- Die Aufgabe soll in Gruppen gelöst werden.
- Die Informationen sollen an alle geschickt werden.
- Die Unterlagen sollen morgen vorbereitet werden.
Passiv mit wollen
Wollen kommt mit Passiv auch vor, aber etwas seltener. Es klingt oft formeller oder spezieller.
Beispiele
- Das Problem will gut erklärt werden.
- Die Aufgabe will sorgfältig gemacht werden.
Diese Form bedeutet ungefähr:
- Das Problem muss oder soll gut erklärt werden.
Auf B1 ist es wichtiger, dass du diese Form erkennst. Im Alltag benutzt man häufiger müssen oder sollen.
Die Wortstellung im Hauptsatz
Im Hauptsatz steht das Modalverb auf Position 2. Das Partizip II und werden stehen am Ende.
Beispiele
- Die Tür muss geöffnet werden.
- Das Essen kann gekocht werden.
- Die Regeln sollen erklärt werden.
- Die Aufgabe darf später gemacht werden.
Das ist die normale Struktur im Hauptsatz.
Mit Zeitangaben
- Die E-Mail muss heute geschrieben werden.
- Die Tickets können morgen gekauft werden.
- Die Übung soll jetzt gemacht werden.
- Die Tür darf nachts nicht geöffnet werden.
Die Wortstellung im Nebensatz
Im Nebensatz steht das konjugierte Verb am Ende. Bei Passiv mit Modalverben kommen dann oft drei Verbteile zusammen.
Beispiele
- Ich weiß, dass die Tür geöffnet werden muss.
- Sie sagt, dass die Hausaufgaben gemacht werden sollen.
- Wir hoffen, dass das Problem schnell gelöst werden kann.
- Er meint, dass die Regeln genauer erklärt werden müssen.
Diese Struktur ist wichtig für B1, auch wenn sie am Anfang lang aussieht.
Einfaches Muster im Nebensatz
- …, dass + … + Partizip II + werden + Modalverb
Beispiel:
- …, dass die Aufgabe gemacht werden muss.
Passiv mit Modalverben im Alltag
Diese Struktur ist im Alltag sehr nützlich.
Im Deutschkurs
- Die Hausaufgaben müssen gemacht werden.
- Die Texte sollen laut gelesen werden.
- Die Regeln müssen verstanden werden.
- Die Übung kann allein oder in Gruppen gemacht werden.
Bei der Arbeit
- Die Unterlagen müssen vorbereitet werden.
- Die E-Mails sollen heute beantwortet werden.
- Das Problem kann morgen besprochen werden.
- Die Termine dürfen nicht vergessen werden.
Zu Hause
- Das Zimmer muss geputzt werden.
- Die Wäsche kann morgen gewaschen werden.
- Das Essen soll bald gekocht werden.
- Die Tür darf nicht offen gelassen werden.
In Regeln und Anleitungen
- Die Medikamente müssen regelmäßig genommen werden.
- Die Formulare sollen vollständig ausgefüllt werden.
- Die Geräte dürfen nur vorsichtig benutzt werden.
- Die Daten können online gespeichert werden.
Aktiv und Passiv mit Modalverb im Vergleich
Der Vergleich hilft sehr beim Verstehen.
Beispiele
- Aktiv: Der Lehrer muss die Regel erklären.
- Passiv: Die Regel muss erklärt werden.
- Aktiv: Die Firma kann das Auto reparieren.
- Passiv: Das Auto kann repariert werden.
- Aktiv: Die Schüler sollen die Aufgabe machen.
- Passiv: Die Aufgabe soll gemacht werden.
Auch hier ist im Passiv nicht die Person wichtig, sondern die Handlung.
Typische Fehler bei Passiv mit Modalverben
Viele Lernende machen ähnliche Fehler. Wenn du diese Fehler kennst, kannst du besser aufpassen.
Fehler 1: Falsche Reihenfolge
- Falsch: Die Tür muss werden geöffnet.
- Richtig: Die Tür muss geöffnet werden.
- Falsch: Das Problem kann werden gelöst.
- Richtig: Das Problem kann gelöst werden.
Das Partizip II steht vor werden.
Fehler 2: Infinitiv statt Partizip II
- Falsch: Die Hausaufgaben müssen machen werden.
- Richtig: Die Hausaufgaben müssen gemacht werden.
Du brauchst das Partizip II, nicht den Infinitiv.
Fehler 3: Nebensatz falsch bauen
- Falsch: Ich glaube, dass die Tür muss geöffnet werden.
- Richtig: Ich glaube, dass die Tür geöffnet werden muss.
Im Nebensatz steht das Modalverb ganz am Ende.
Fehler 4: Aktiv und Passiv verwechseln
- Aktiv: Die Lehrerin muss die Übung erklären.
- Passiv: Die Übung muss erklärt werden.
Du musst also entscheiden: Ist die Person wichtig oder die Handlung?
Kurze Lesetexte
Lesetext: Im Sprachkurs
Im Sprachkurs gibt es klare Regeln. Die Hausaufgaben müssen regelmäßig gemacht werden. Neue Wörter sollen jeden Tag wiederholt werden. Kurze Texte können auch zu Hause gelesen werden. Im Unterricht darf nur Deutsch gesprochen werden. Fragen müssen sofort gestellt werden, damit alles gut verstanden werden kann.
Was findest du im Text?
- Die Hausaufgaben müssen regelmäßig gemacht werden.
- Neue Wörter sollen jeden Tag wiederholt werden.
- Kurze Texte können auch zu Hause gelesen werden.
- Im Unterricht darf nur Deutsch gesprochen werden.
- Fragen müssen sofort gestellt werden.
Lesetext: Bei der Arbeit
Im Büro gibt es heute viel zu tun. Die Unterlagen müssen noch vorbereitet werden. Wichtige E-Mails sollen heute beantwortet werden. Ein Problem mit dem Computer kann vielleicht schnell gelöst werden. Einige Daten dürfen nicht verändert werden. Bis zum Abend muss alles fertig gemacht werden.
Lesetext: Zu Hause
Zu Hause gibt es auch viele Aufgaben. Das Zimmer muss geputzt werden. Die Wäsche kann morgen gewaschen werden. Das Abendessen soll bald gekocht werden. Die Fenster dürfen bei starkem Wind nicht geöffnet werden. Alles kann Schritt für Schritt erledigt werden.
Kurze Dialoge
Dialog: Im Kurs
A: Müssen die Hausaufgaben heute gemacht werden?
B: Ja, sie müssen heute gemacht werden.
A: Und soll der Text auch gelesen werden?
B: Ja, der soll auch gelesen werden.
Dialog: Bei der Arbeit
A: Kann das Problem heute gelöst werden?
B: Ja, ich denke schon.
A: Müssen die Unterlagen auch vorbereitet werden?
B: Ja, natürlich.
Dialog: Zu Hause
A: Muss das Abendessen jetzt gekocht werden?
B: Nein, es kann auch später gekocht werden.
A: Und dürfen die Fenster geöffnet werden?
B: Ja, aber nur kurz.
Nützliche Redemittel
- … muss gemacht werden.
- … kann gemacht werden.
- … darf nicht gemacht werden.
- … soll erklärt werden.
- … muss vorbereitet werden.
- … kann später erledigt werden.
- … darf hier nicht benutzt werden.
Beispiele mit diesen Redemitteln
- Die Aufgabe muss gemacht werden.
- Das Problem kann schnell gelöst werden.
- Die Tür darf hier nicht geöffnet werden.
- Die Regel soll noch einmal erklärt werden.
- Die Unterlagen müssen vorbereitet werden.
- Die E-Mail kann später geschrieben werden.
- Handys dürfen im Prüfungsraum nicht benutzt werden.
Wichtiger Wortschatz
- das Passiv
- das Modalverb
- müssen
- können
- dürfen
- sollen
- wollen
- werden
- das Partizip II
- die Handlung
- die Regel
- die Aufgabe
- das Problem
- die E-Mail
- die Unterlagen
- vorbereiten
- erklären
- lösen
- benutzen
Tipps zum Lernen
- Lerne zuerst die Grundform: Modalverb + Partizip II + werden.
- Vergleiche Aktiv und Passiv mit einfachen Sätzen.
- Übe besonders mit müssen, können, dürfen und sollen.
- Achte im Nebensatz auf die Verbposition.
- Benutze Beispiele aus dem Alltag.
Kleine Lernhilfe
Du kannst dir diese drei Fragen merken:
- Ist die Handlung wichtiger als die Person?
- Welches Modalverb brauche ich?
- Stehen Partizip II und „werden“ am Satzende?
Wenn du diese Punkte beachtest, verstehst du Passiv mit Modalverben viel leichter.
Übungssätze zum Lernen
- Die Hausaufgaben müssen gemacht werden.
- Die Tür kann geöffnet werden.
- Die Regeln sollen erklärt werden.
- Die Handys dürfen hier nicht benutzt werden.
- Das Problem muss gelöst werden.
- Die E-Mail kann später geschrieben werden.
- Das Zimmer muss geputzt werden.
- Die Unterlagen sollen vorbereitet werden.
- Die Wörter können leicht gelernt werden.
- Die Formulare müssen ausgefüllt werden.
- Im Unterricht darf nur Deutsch gesprochen werden.
- Ich glaube, dass die Aufgabe heute gemacht werden muss.
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