January 12, 2026

Android Portraitmodus verbessern: So erzielen Sie das perfekte Bokeh

Der Portraitmodus nutzt KI-Algorithmen und Tiefensensoren, um den Hintergrund verschwimmen zu lassen, während das Hauptmotiv scharf bleibt. Wenn Sie den Android Portraitmodus verbessern, sorgen Sie für eine präzisere Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund und vermeiden den typischen “ausgeschnittenen” Look. In diesem Guide erfahren Sie, wie Sie den optimalen Abstand wählen, die Unschärfe nachträglich anpassen und die Belichtung für professionelle Porträts optimieren.

1. Den idealen Abstand einhalten

Der Portraitmodus arbeitet innerhalb eines bestimmten Entfernungsfensters am besten:

  • Der “Sweet Spot”: Halten Sie einen Abstand von ca. 1 bis 2,5 Metern zum Motiv ein. Ist die Kamera zu nah dran, kann sie die Tiefe nicht berechnen; ist sie zu weit weg, verschwindet der Effekt.

  • Hintergrundabstand: Achten Sie darauf, dass das Motiv nicht direkt an einer Wand steht. Je weiter der Hintergrund vom Motiv entfernt ist, desto natürlicher und weicher wirkt das Bokeh.

2. Fokus und Unschärfe-Intensität steuern

Verlassen Sie sich nicht nur auf die Automatik:

  • Manueller Fokus: Tippen Sie im Sucher direkt auf das Gesicht oder die Augen. Das signalisiert der KI, welcher Bereich unter allen Umständen scharf bleiben muss.

  • Blende (f-Zahl) anpassen: Viele Handys (wie Samsung oder Pixel) erlauben es, die Stärke der Unschärfe vor der Aufnahme zu regeln. Ein Wert von f/2.8 oder f/4.0 wirkt oft natürlicher als die maximale Unschärfe (f/1.2), bei der oft Haarsträhnen versehentlich weichgezeichnet werden.

3. Beleuchtung ist alles

KI-Trennungsverfahren leiden bei schlechtem Licht:

  • Natürliches Licht: Porträts sehen bei indirektem Tageslicht (z. B. am Fenster oder im Schatten) am besten aus. Direktes Sonnenlicht erzeugt harte Schatten im Gesicht.

  • Lichtkanten vermeiden: Vermeiden Sie extrem helle Lichtquellen direkt hinter dem Kopf des Motivs, da die Software hier oft Probleme hat, die feinen Kanten der Haare sauber vom Hintergrund zu trennen.

4. Den Effekt nach der Aufnahme bearbeiten

Einer der größten Vorteile von Android:

  • Öffnen Sie das Foto in Google Fotos oder der herstellereigenen Galerie.

  • Wählen Sie Bearbeiten > Werkzeuge > Porträt-Weichzeichnen. Hier können Sie den Fokuspunkt nachträglich verschieben oder die Hintergrundunschärfe verstärken, falls die Kamera-App es bei der Aufnahme nicht perfekt erfasst hat.

Empfohlene Apps für erstklassige Porträts

  1. Google Kamera (GCam Mod) Die Porträt-Algorithmen von Google gelten als die besten auf dem Markt. Mit einer GCam-Mod auf Ihrem Gerät verbessern Sie die Kantenerkennung (besonders bei Haaren und Brillen) massiv im Vergleich zu vielen Standard-Apps.

  2. Focos (oder ähnliche Refocus-Apps): Diese Apps erlauben es, die Form des Bokehs (z. B. herzförmig oder sternförmig) zu ändern und simulieren die Charakteristik von professionellen Objektiven.

  3. Snapseed Nutzen Sie das Tool „Porträt“, um Augen dezent aufzuhellen und die Hautstruktur zu glätten, ohne dass es künstlich wirkt. Das Tool „Objektivunschärfe“ hilft zudem, manuelle Tiefeneffekte hinzuzufügen.

  4. Adobe Lightroom Mit der „Maskieren“-Funktion (KI-basiert) können Sie gezielt nur das Motiv auswählen, um es heller oder schärfer zu machen, während der Rest des Bildes unberührt bleibt.

Video-Anleitung: Profi-Porträts mit dem Smartphone erstellen

Lernen Sie, wie Sie Bildkomposition und Licht für beeindruckende Ergebnisse kombinieren:

Fazit

Indem Sie den Android Portraitmodus verbessern, heben Sie Ihre Fotografie auf ein neues Level. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus dem richtigen Abstand zum Motiv, einer dezent gewählten Unschärfe-Stärke und einer guten Lichtquelle. Nutzen Sie die Bearbeitungsfunktionen in Google Fotos, um kleine Fehler der KI im Nachhinein verlustfrei zu korrigieren.

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