Aufträge für Tafelbeschriftung sind für viele Lettering-Kreative ein unterschätzter Einstieg in einen stabilen, gut bezahlten Nischenmarkt – besonders in der Gastronomie. Cafés, Restaurants, Bars, Bäckereien und Foodtrucks nutzen Tafeln nicht nur für Tagesangebote, sondern als zentrales Marketing-Element: Sie kommunizieren Preise, Aktionen, saisonale Specials und Markenwerte direkt am Point of Sale. Genau hier entsteht ein Bedarf, den viele Betriebe selbst nicht abdecken können oder wollen: Professionelle Tafelbeschriftung ist zeitaufwendig, erfordert Routine, ein gutes Auge für Layout und Lesbarkeit – und muss trotzdem schnell gehen, damit der Betrieb weiterläuft. Wer Aufträge für Tafelbeschriftung anbietet, verkauft deshalb nicht nur schöne Schrift, sondern vor allem Wirkung: bessere Orientierung für Gäste, höhere Aufmerksamkeit für bestimmte Produkte, ein stimmiges Erscheinungsbild und damit oft mehr Umsatz pro Besucher. In diesem Guide erfahren Sie, wie Sie Tafelbeschriftung als Dienstleistung aufbauen, welche Arten von Gastro-Aufträgen es gibt, wie Sie Preise kalkulieren, passende Pakete anbieten, Kunden gewinnen und Abläufe professionell gestalten – inklusive Materialtipps, Vorlagen, Briefing-Fragen und Argumenten, warum sich die Investition für Betriebe lohnt.
1. Warum Tafelbeschriftung in der Gastronomie ein echter Nischenmarkt ist
Die Gastronomie lebt von wechselnden Angeboten: Tagesgerichte, Wochenkarten, saisonale Produkte, Happy Hour, neue Kuchen, Specials im Winter. Tafeln sind dafür ideal – flexibel, sichtbar, vergleichsweise günstig. Gleichzeitig fehlt im Alltag oft die Zeit, Tafeln regelmäßig ansprechend zu gestalten. Viele Betreiber schreiben „irgendwie“ – und verschenken damit Potenzial. Genau diese Lücke ist die Nische: Sie liefern eine Lösung, die direkt sichtbar ist und sofort Nutzen bringt.
- Hohe Sichtbarkeit: Tafeln stehen am Eingang, am Tresen oder im Gastraum – Gäste sehen sie automatisch.
- Direkter Verkaufshebel: Highlights werden schneller wahrgenommen und häufiger bestellt.
- Wiederkehrender Bedarf: Inhalte ändern sich regelmäßig – ideal für wiederkehrende Aufträge.
- Klare ROI-Logik: bessere Kommunikation führt oft zu mehr Verkäufen bestimmter Produkte.
2. Welche Arten von Aufträgen für Tafelbeschriftung es gibt
„Die Tafel beschriften“ kann vieles bedeuten. Für Ihr Angebot ist es wichtig, die typischen Einsatzfelder zu kennen, weil sie Aufwand, Material und Preis stark beeinflussen. Manche Tafeln sind täglich neu, andere sind „Grunddesign + austauschbare Elemente“.
- Tageskarte: häufige Updates, schnell und klar, Fokus auf Lesbarkeit.
- Wochenkarte: mehr Text, strukturierte Layouts, gute Hierarchie notwendig.
- Signature Board: dauerhaftes Markenboard (Logo, Kernangebot), seltene Änderungen.
- Aktionen & Events: z. B. Brunch, Live-Musik, Verkostung, saisonale Kampagnen.
- Preis- und Angebotslisten: Getränke, Kaffeevarianten, Toppings, Add-ons.
- Schaufenster-/Fensterbeschriftung mit Kreidemarkern: sehr aufmerksamkeitsstark, oft saisonal.
3. Was Gastronomiebetriebe wirklich kaufen: Nutzen statt „schöne Schrift“
Wenn Sie Aufträge für Tafelbeschriftung verkaufen möchten, sollten Sie in Nutzen argumentieren. Gastronomie ist häufig pragmatisch: Es muss funktionieren, schnell sichtbar sein und idealerweise Umsatz fördern. Ihr Angebot wirkt dann attraktiv, wenn Sie klar zeigen, welche Probleme Sie lösen.
- Bessere Orientierung: Gäste verstehen schneller, was angeboten wird.
- Fokus auf Margenprodukte: Highlights lassen sich gezielt hervorheben.
- Professioneller Markenauftritt: die Tafel passt zum Look des Ladens.
- Entlastung im Alltag: Betreiber sparen Zeit und Stress.
- Weniger Rückfragen: klare Preise und Kategorien reduzieren Nachfragen am Tresen.
4. Zielgruppen in der Gastronomie: Wo Ihre Chance am größten ist
Nicht jeder Betrieb ist gleich geeignet. Besonders gut funktionieren Tafelbeschriftungs-Aufträge dort, wo Angebote häufig wechseln und Kundenentscheidungen schnell fallen. Auch Konzeptläden mit starkem Branding investieren eher in ein stimmiges Erscheinungsbild.
- Cafés & Coffee Shops: Kuchenwechsel, Specials, saisonale Drinks.
- Bäckereien: Tagesangebote, Snackkarten, Mittagsgerichte.
- Bistros & Lunch-Spots: Tagesgerichte, Bowls, Suppen, schnelle Rotation.
- Brauereien & Bars: Tap-Listen, Cocktail-Specials, Events.
- Foodtrucks: begrenzte Karte, starke Sichtbarkeit am Verkaufsfenster.
- Feinkost & Concept Stores: Preisschilder, Produktinfos, Aktionen.
5. Material und Ausstattung: Was Sie für professionelle Tafelbeschriftung brauchen
Gute Ergebnisse hängen stark vom Material ab. Kreidemarker sind nicht gleich Kreidemarker, und nicht jede Oberfläche ist ideal. Für die Gastronomie ist vor allem Alltagstauglichkeit wichtig: wischfest genug, aber bei Bedarf korrigierbar.
- Kreidemarker: für satte, deckende Schrift auf Tafeln und Glas.
- Chalkboard-Pens (feiner): für Details, Outlines, kleine Schrift.
- Weiß + Akzentfarben: meist reicht Weiß plus 1–2 Akzentfarben.
- Reinigung: Mikrofasertücher, Sprühflasche, ggf. Tafelreiniger.
- Hilfsmittel: Lineal, Kreppband, Kreide für Vorzeichnung, Schablonen (sparsam).
- Licht/Foto: gute Fotos Ihrer Arbeit sind Ihr wichtigstes Marketing.
Grundlagen zu Kreide und Kreideeffekten finden Sie unter Kreide. Für Hintergründe zu Gastronomie als Branche ist Gastronomie ein guter Einstieg.
6. Designprinzipien: Lesbarkeit, Hierarchie und „Blickführung“
Eine Tafel ist keine Illustration – sie ist Kommunikation unter Zeitdruck. Gäste stehen oft nur wenige Sekunden davor. Deshalb müssen Informationen klar strukturiert sein. Professionelle Tafelbeschriftung bedeutet: große Ankerwörter, klare Preise, saubere Abstände.
- Hierarchie: 1–2 Hauptangebote groß, Details kleiner.
- Kontrast: hell auf dunkel, nicht zu viele Farben.
- Raster: Spalten, Linien oder Blöcke schaffen Ordnung.
- Whitespace: bewusst Platz lassen – wirkt hochwertig und lesbar.
- Preise: immer gleich ausrichten (z. B. rechtsbündig) für schnelle Orientierung.
Praxis-Tipp
Arbeiten Sie mit einem „Standard-Layout“, das Sie pro Kunde wiederverwenden und nur Inhalte austauschen. Das spart Zeit und wirkt konsistent.
7. Angebotsmodelle: So machen Sie Tafelbeschriftung planbar und verkaufbar
Viele Kreative verkaufen Tafelbeschriftung zu unklar: „Ich mache Ihnen die Tafel schön.“ Besser sind Pakete. Pakete machen den Nutzen greifbar, erleichtern Preisgespräche und reduzieren Diskussionen über Einzeländerungen.
- Basic: Neu-Beschriftung einer Tafel (Text + einfache Highlights).
- Standard: Neu-Beschriftung + Layout/Hierarchie + 1–2 Icons/Ornamente.
- Premium: Branding-Elemente (Logo-Stil), Rahmen, Illustrationen, mehrere Tafeln.
- Retainer/Monatsabo: z. B. 4 Updates/Monat, fixer Preis, planbare Einnahmen.
- Saisonpaket: z. B. „Winterkarte“, „Sommerdrinks“, „Oktoberfest-Specials“.
8. Preisgestaltung: So kalkulieren Sie Aufträge für Tafelbeschriftung
Preise hängen stark von Größe, Komplexität und Anfahrtsaufwand ab. Für die Gastronomie sind transparente Modelle wichtig. Viele Kundinnen und Kunden verstehen Pauschalen besser als minutengenaue Abrechnung. Entscheidend ist: Korrekturen und Updates müssen geregelt sein.
- Faktoren: Tafelformat, Textmenge, Stil, Illustrationen, Farben, Deadline.
- Vor-Ort-Zeit: Aufbau, Reinigung, Beschriftung, Trocknung.
- Anfahrt: Pauschale oder Kilometer, je nach Region.
- Update-Frequenz: täglich, wöchentlich, monatlich – beeinflusst Paketpreise.
- Nacharbeiten: kleine Änderungen separat oder im Paket enthalten.
Preis-Tipp
Stellen Sie zwei Optionen vor: „Einmalig“ und „Monatsabo“. Viele Betriebe wählen das Abo, wenn der Nutzen klar ist und Updates regelmäßig anfallen.
9. Briefing-Fragen: Damit Sie ohne Chaos starten können
Je besser das Briefing, desto schneller und profitabler arbeiten Sie. Stellen Sie feste Fragen, bevor Sie loslegen. So vermeiden Sie, dass am Ende „noch schnell“ drei zusätzliche Angebote dazukommen.
- Welche Tafel (Maße, Standort, Oberfläche) soll beschriftet werden?
- Welche Inhalte sind fix und welche wechseln regelmäßig?
- Welche Prioritäten gibt es (z. B. „Lunch“ muss sofort ins Auge fallen)?
- Gibt es Markenfarben, Logo, Schriften oder Stilvorgaben?
- Welche Preisdarstellung ist gewünscht (inkl. MwSt.-Hinweis, Währung, Einheiten)?
- Wie oft wird aktualisiert und wer liefert die Inhalte?
- Bis wann muss die Tafel fertig sein und wann ist der beste Zeitpunkt vor Ort?
10. Kundengewinnung: So finden Sie Gastronomie-Aufträge in Ihrer Region
Aufträge für Tafelbeschriftung sind oft lokal. Das ist ein Vorteil: Sie können mit persönlichem Kontakt, Empfehlungen und sichtbaren Referenzen arbeiten. Die beste Werbung ist ein Foto einer gelungenen Tafel – und idealerweise die Tafel selbst im Betrieb.
- Direktansprache: kurze, höfliche Anfrage mit Foto-Referenz.
- Kooperationen: mit Fotografen, Eventplanern, Social-Media-Agenturen.
- Lokale Sichtbarkeit: Google Unternehmensprofil, lokale Hashtags, Stadtgruppen.
- Testprojekt: ein vergünstigtes „Startboard“ als Türöffner (klar begrenzt).
- Empfehlungen: gezielt um Weiterempfehlung bitten, sobald ein Kunde zufrieden ist.
Was gut funktioniert
Ein „Vorher-Nachher“-Bild ist extrem überzeugend, weil der Nutzen sofort sichtbar wird: weniger Chaos, bessere Lesbarkeit, mehr Markenwirkung.
11. Ablauf vor Ort: So arbeiten Sie schnell, sauber und stressfrei
In der Gastronomie zählt Timing. Sie sollten so planen, dass Sie den Betrieb nicht stören. Oft eignet sich eine Zeit außerhalb der Stoßzeiten. Außerdem brauchen Sie einen Ablauf, der reproduzierbar ist – besonders, wenn Sie mehrere Tafeln pro Woche machen.
- Vorbereitung zu Hause: Layout skizzieren, Schriftgrößen planen, Textliste finalisieren.
- Vor Ort zuerst reinigen: alte Markerreste entfernen, Oberfläche trocknen.
- Hilfslinien: mit Kreide oder Tape für saubere Achsen.
- Groß nach klein: erst Headline, dann Unterpunkte, dann Preise, dann Deko.
- Foto am Ende: gleich dokumentieren, bevor Gäste davor stehen.
12. Wiederkehrende Aufträge: Mit Retainern planbare Einnahmen aufbauen
Die größte Chance in dieser Nische sind wiederkehrende Updates. Ein Monatsabo ist für viele Betriebe attraktiver als Einzelaufträge, weil sie Planungssicherheit bekommen. Für Sie bedeutet es: stabilere Einnahmen und weniger Akquise.
- Update-Pakete: z. B. 4 Updates/Monat, inkl. kleiner Korrekturen.
- Service-Versprechen: feste Reaktionszeit, fixe Tage, klare Prozesse.
- Template-System: Grundlayout bleibt, nur Inhalte wechseln – schneller und konsistenter.
- Saisonwechsel: Zusatzpakete für Kampagnen (z. B. Weihnachten, Sommerdrinks).
13. Rechtliches und praktische Klarheit: Was Sie schriftlich festhalten sollten
Auch bei lokalen Aufträgen lohnt sich eine klare schriftliche Vereinbarung: Leistungsumfang, Anzahl Korrekturen, Zahlung, Termin, Stornobedingungen. Das schafft Professionalität und verhindert Missverständnisse. Wenn Sie Fotos der Tafeln für Ihr Portfolio nutzen möchten, klären Sie das ebenfalls.
- Leistungsumfang: welche Tafeln, welche Inhalte, welche Deko-Elemente.
- Korrekturen: wie viele sind inklusive, was kostet extra.
- Zahlung: direkt nach Fertigstellung oder monatlich beim Abo.
- Nutzung von Fotos: Erlaubnis für Portfolio und Social Media.
- Haftung: z. B. wenn Tafeln beschädigt sind oder Marker nicht halten.
Ein Einstieg in die rechtlichen Grundlagen rund um kreative Werke gelingt über das Urheberrechtsgesetz (UrhG).
14. Qualitätshebel: So heben Sie sich von „selbst gemacht“ ab
Viele Betriebe schreiben Tafeln selbst – Ihr Job ist es zu zeigen, warum Ihre Lösung besser ist. Das gelingt über Professionalität in Layout, Konsistenz und Markenpassung. Kleine Details machen den Unterschied: gleichmäßige Abstände, klare Preisstruktur, wiederkehrende Designelemente.
- Corporate Look: Farben und Stil passend zum Laden.
- Lesbarkeit zuerst: schöne Schrift, aber immer gut verständlich.
- Wiedererkennung: gleiches Layout bei jeder Aktualisierung.
- Saubere Kanten: keine Schmierer, keine überfüllten Flächen.
- Fotoqualität: professionelle Dokumentation für Ihr Marketing.
15. Mini-Checkliste: Ihr Start in den Markt „Aufträge für Tafelbeschriftung“
Wenn Sie sofort loslegen möchten, hilft eine kurze Checkliste. Sie bringt Struktur in die ersten Schritte und sorgt dafür, dass Sie schnell ein vorzeigbares Angebot haben.
- 1: Erstellen Sie 3–5 Musterboards (verschiedene Layouts, klare Hierarchie).
- 2: Fotografieren Sie die Boards professionell (gerade, gutes Licht, keine Spiegelungen).
- 3: Definieren Sie 2–3 Pakete (einmalig + Abo) mit klarem Leistungsumfang.
- 4: Schreiben Sie eine kurze Anfragemail/Vorlage für Direktansprache.
- 5: Sprechen Sie gezielt 10 passende Betriebe an (Cafés, Bistros, Bars).
- 6: Bieten Sie ein „Startboard“ an und sichern Sie sich Foto-Erlaubnis.
- 7: Nutzen Sie die Referenz, um weitere Retainer-Kunden zu gewinnen.
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