Die vorinstallierte Kamera-App auf vielen Android-Smartphones ist oft solide, reizt aber selten das volle Potenzial der Hardware aus. Wer mehr Kontrolle über Belichtung, Fokus und Bildqualität möchte oder professionelle Features wie RAW-Aufnahmen sucht, sollte auf spezialisierte Drittanbieter-Apps setzen.
In diesem Guide stellen wir dir die besten Kamera-Apps vor und geben Tipps für professionelle Smartphone-Fotos.
Die 5 besten Kamera-Apps für Android im Vergleich
Je nachdem, ob du eine einfache Bedienung oder manuelle DSLR-Steuerungen bevorzugst, gibt es unterschiedliche Favoriten:
-
Open Camera Die wohl beste kostenlose Open-Source-Alternative. Sie bietet manuelle Steuerungen, einen virtuellen Horizont (für gerade Bilder) und unterstützt externe Mikrofone – ideal für Vlogger.
-
Adobe Lightroom Mehr als nur ein Editor. Die integrierte Kamera-Funktion erlaubt Aufnahmen im DNG-RAW-Format und bietet einen „Pro-Modus“, mit dem du ISO und Verschlusszeit präzise anpassen kannst.
-
ProShot Diese App bringt echtes DSLR-Feeling auf dein Handy. Mit dem einzigartigen Dual-Dial-System kannst du Einstellungen blitzschnell anpassen. Sie unterstützt sogar Lichtmalerei und Astrofotografie.
-
G PRO Camera (LMC 8.4) Eine der besten Optionen, um die Bildverarbeitung der Google Pixel-Geräte (GCam) auf andere Smartphones zu bringen. Besonders stark bei HDR+ und Nachtaufnahmen.
-
Camera FV-5 Diese App richtet sich an Fotografie-Enthusiasten. Die Benutzeroberfläche erinnert an eine klassische Spiegelreflexkamera und bietet Zugriff auf Belichtungsreihen und Langzeitbelichtungen.
5 Tipps für professionelle Fotos mit deinem Smartphone
Unabhängig von der App kannst du mit ein paar einfachen Techniken die Qualität deiner Bilder sofort steigern:
-
Drittel-Regel nutzen: Aktiviere das Gitternetz in deiner Kamera-App. Platziere wichtige Motive nicht in der Mitte, sondern auf den Schnittpunkten der Linien, um das Bild dynamischer zu gestalten.
-
Manueller Fokus und Belichtung: Tippe auf das Display, um das Hauptmotiv scharf zu stellen. Halte den Finger kurz gedrückt (AE/AF Lock), um die Helligkeit zu fixieren, damit das Bild beim Bewegen nicht plötzlich überbelichtet wird.
-
RAW-Format für die Nachbearbeitung: Wenn deine App es unterstützt, fotografiere im RAW-Format (DNG). Diese Dateien speichern viel mehr Informationen als JPEGs, wodurch du in der Nachbearbeitung Schatten aufhellen kannst, ohne dass das Bild rauscht.
-
Linse reinigen: Es klingt simpel, ist aber der häufigste Grund für milchige Fotos. Wische die Kameralinse kurz mit einem Mikrofasertuch ab, um Fingerabdrücke und Fettfilme zu entfernen.
-
Stativ oder stabiler Halt: Bei Nachtaufnahmen oder Langzeitbelichtungen zählt jede Millisekunde Stabilität. Nutze ein kleines Stativ oder lehne das Handy gegen einen festen Gegenstand, um Verwacklungen zu vermeiden.
Fazit: Welche Kamera-App solltest du wählen?
Für den Einstieg und maximale Kontrolle ohne Kosten ist Open Camera unschlagbar. Wenn du jedoch die bestmögliche Bildqualität durch intelligente Algorithmen suchst, ist eine GCam-Portierung (wie G PRO Camera) oft die überlegene Wahl. Profis, die ihre Bilder später intensiv bearbeiten, greifen am besten zu Adobe Lightroom.












