Im Jahr 2026 ist dein Android-Smartphone nicht mehr nur eine Fernbedienung, sondern der Dirigent deines Zuhauses. Dank Android 16 (Baklava) und der tiefen Integration von Gemini KI erstellen sich Automationen heute fast von selbst. Das Ziel: Dein Haus soll auf dich reagieren, bevor du einen Befehl gibst.
Hier erfährst du, wie du von einfachen “Wenn-Dann”-Regeln bis hin zu komplexen KI-Routinen alles einrichtest.
1. Der Klassiker: Google Home Routinen
Dies ist der einfachste Weg für alle Geräte, die über den Matter-Standard verbunden sind.
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Der Weg: Öffne die Google Home App > Tab „Automatisierung“ > „Hinzufügen“.
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Struktur: Eine Automation besteht immer aus zwei Teilen:
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Auslöser (Starter): Was passiert? (z. B. „Es ist 07:00 Uhr“, „Ich komme nach Hause“ oder „Der Bewegungsmelder erkennt etwas“).
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Aktion: Was soll das Handy tun? (z. B. „Licht an“, „Kaffeemaschine starten“ oder „Temperatur auf 21 Grad“).
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Beispiel „Kino-Modus“: Wenn du sagst „Hey Google, Filmabend“, dimmt Android das Licht, schaltet den Fernseher ein und aktiviert den „Nicht stören“-Modus auf deinem Handy.
2. Neu in 2026: KI-basierte Automationen mit Gemini
Android 16 erlaubt es dir, Automationen in natürlicher Sprache zu beschreiben, statt sie mühsam zusammenzuklicken.
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So geht’s: Öffne Gemini und sag: „Erstelle eine Automation, die die Heizung im Bad hochdreht, sobald mein Wecker klingelt, aber nur, wenn es draußen kälter als 10 Grad ist.“
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Vorteil: Die KI versteht komplexe Bedingungen und verknüpft die Wetter-App automatisch mit deinen Thermostaten.
3. Kontextbezogene Automationen (Script Editor)
Für Power-User bietet Google unter home.google.com einen webbasierten Script-Editor an, der nun auch direkt in der Android-App verfügbar ist.
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Möglichkeiten: Hier kannst du Automationen erstellen, die auf Sensordaten basieren, die früher nicht kombinierbar waren.
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Profi-Logik: „WENN die Luftfeuchtigkeit im Bad über 70% steigt UND niemand im Raum ist, DANN schalte den Lüfter für 10 Minuten ein.“
4. Herstellerübergreifende Magie: Samsung SmartThings
Wenn du viele verschiedene Marken nutzt, ist Samsung SmartThings oft die mächtigere Zentrale.
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Szenen: Erstelle „Szenen“, die du mit einem Widget auf deinem Android-Homescreen verknüpfst. Ein Tap auf das Icon „Haus verlassen“ sperrt alle Türen, löscht das Licht und aktiviert die Saugroboter.
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Integration: SmartThings lässt sich 2026 perfekt in die Android-Gerätesteuerung (Quick Settings) integrieren, sodass deine Routinen nur einen Wischer entfernt sind.
5. Standortbasierte Automationen (Geofencing)
Lasse dein Haus wissen, wo du bist, ohne den Datenschutz zu gefährden.
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Einrichtung: Aktiviere in der Google Home App die Anwesenheitserkennung.
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Sicherheits-Routine: Sobald dein Handy (und die Handys deiner Familie) den Radius von 200m um das Haus verlassen, wird die Alarmanlage automatisch scharf geschaltet und die Standby-Geräte werden per smarter Steckdose vom Netz getrennt.
6. Die Rolle von Tasker und MacroDroid
Für die ultimative Kontrolle über dein Handy im Smart Home:
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MacroDroid: Erstelle eine Regel: „WENN mein Handy im WLAN ‘Home’ eingeloggt ist UND ich es auf das Display lege, DANN schalte im Schlafzimmer das Licht aus.“
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Tasker: Nutze NFC-Tags. Klebe einen kleinen Sticker an die Haustür – beim Drüberhalten (NFC) führt dein Handy eine komplexe Kette von Smart-Home-Befehlen aus.
Fazit
Smart-Home-Automationen unter Android 16 sind 2026 intuitiv und unsichtbar. Starte mit einfachen Routinen in der Google Home App und nutze die neue Gemini-KI, um komplexe Szenarien per Sprache zu erschaffen. Dein Ziel sollte es sein, dass du keine App mehr öffnen musst – das Haus denkt für dich mit.












