Der erste Schritt auf einer neuen Plattform kann sich oft überwältigend anfühlen. Instagram hat sich von einer simplen Foto-App zu einem komplexen Ökosystem aus Bildern, Kurzvideos (Reels) und Stories entwickelt. Doch keine Sorge: Den perfekten ersten Post abzusetzen, ist kein Hexenwerk, wenn man die richtige Strategie verfolgt.
In diesem Leitfaden führen wir dich Schritt für Schritt durch den Prozess des Hochladens, erklären die Unterschiede zwischen den Formaten und zeigen dir, wie du deine Inhalte so optimierst, dass sie direkt beim ersten Mal Aufmerksamkeit erregen.
Das richtige Format wählen: Foto, Video oder Reel?
Bevor du auf den Upload-Button drückst, musst du entscheiden, welches Format dein Inhalt haben soll. Instagram bietet heute drei primäre Wege an, um im Feed zu erscheinen:
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Einzelbild: Der Klassiker. Ideal für starke visuelle Statements, Infografiken oder Porträts.
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Karussell-Post: Du kannst bis zu 10 Fotos oder Videos in einem Beitrag kombinieren. Nutzer können wischen, um mehr zu sehen. Perfekt für “Vorher-Nachher”-Vergleiche oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
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Reels: Kurze, unterhaltsame Videos im Hochformat (9:16). Dies ist aktuell das wichtigste Format, um neue Menschen zu erreichen, die dir noch nicht folgen.
Schritt für Schritt zum ersten Foto-Post
Das Hochladen eines Fotos ist der einfachste Weg, um zu starten. Folge einfach dieser Anleitung:
1. Den Upload starten
Öffne die Instagram-App und tippe auf das Plus-Symbol (+). Je nach Version deiner App befindet es sich entweder unten in der Mitte oder oben rechts in der Navigationsleiste. Wähle im Menü die Option “Beitrag”.
2. Das Bild auswählen
Deine Galerie öffnet sich. Wähle das gewünschte Foto aus.
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Pro-Tipp: Instagram bevorzugt das Porträt-Format (4:5). Wenn dein Bild im Querformat ist, kannst du mit dem kleinen Symbol (zwei Winkel) unten links im Vorschaubild das Format anpassen, damit nichts Wichtiges abgeschnitten wird.
3. Bearbeitung und Filter
Klicke auf “Weiter”. Nun kannst du Filter anwenden oder unter “Bearbeiten” manuelle Anpassungen vornehmen.
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Helligkeit & Kontrast: Sorge dafür, dass dein Bild klar und einladend wirkt.
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Sättigung: Übertreibe es nicht mit den Farben; ein natürlicher Look wirkt oft professioneller.
4. Die Caption (Bildunterschrift) verfassen
Hier erzählst du die Geschichte zu deinem Bild.
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Die erste Zeile zählt: Da Instagram den Text nach wenigen Worten kürzt, muss der Anfang neugierig machen.
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Mehrwert bieten: Erkläre, was auf dem Bild zu sehen ist oder stelle deinen Followern eine Frage, um Interaktionen zu fördern.
5. Hashtags und Standort
Füge relevante Hashtags hinzu (z. B. #neueranfang #fotografie), damit dein Beitrag über die Suche gefunden wird. Ein Standort (z. B. deine Stadt oder ein Café) erhöht die lokale Sichtbarkeit erheblich.
Videos und Reels hochladen: Das neue Herzstück
Videos funktionieren auf Instagram mittlerweile fast ausschließlich über das Reels-Format. Wenn du ein Video als “Beitrag” hochlädst, wandelt Instagram es automatisch in ein Reel um.
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Schnitt im Editor: Sobald du ein Video ausgewählt hast, kannst du es in der App zuschneiden, Text-Overlays hinzufügen oder Musik aus der riesigen Instagram-Bibliothek hinterlegen.
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Das Cover-Foto: Wähle ein ansprechendes Titelbild für dein Reel aus. Du kannst einen Frame aus dem Video wählen oder ein separates Bild hochladen. Das Cover entscheidet darüber, ob jemand in deinem Profil auf das Video klickt.
Die Technik im Hintergrund: Formate und Auflösungen
Damit deine Bilder und Videos nicht unscharf oder verzerrt wirken, solltest du dich an die gängigen Spezifikationen halten:
| Format | Seitenverhältnis | Empfohlene Auflösung |
| Quadratisch | 1:1 | 1080 x 1080 Pixel |
| Porträt (Ideal) | 4:5 | 1080 x 1350 Pixel |
| Reels / Stories | 9:16 | 1080 x 1920 Pixel |
Wichtig: Instagram komprimiert Bilder beim Hochladen. Wenn dein Ausgangsmaterial eine extrem hohe Auflösung hat (z. B. 4K-Kamera), kann es manchmal zu Bildfehlern kommen. 1080 Pixel Breite ist der “Sweet Spot” für die Plattform.
3 Profi-Tipps für deinen ersten Post
Damit dein Start erfolgreich verläuft, beachte diese strategischen Kniffe:
1. Die “Alt-Text”-Funktion nutzen
Unter den “Erweiterten Einstellungen” beim Hochladen kannst du einen Alternativtext eingeben. Dies hilft nicht nur Menschen mit Sehbehinderungen, sondern verbessert auch dein SEO, da der Instagram-Algorithmus dadurch besser versteht, was auf deinem Bild zu sehen ist.
2. Markierungen setzen
Wenn Personen oder Marken auf deinem Bild zu sehen sind, markiere sie direkt im Foto. Das erhöht die Chance, dass dein Beitrag geteilt wird oder die markierten Personen darauf reagieren.
3. Den Zeitpunkt wählen
Poste nicht mitten in der Nacht. Schau dir an, wann deine potenzielle Zielgruppe wach ist (meistens morgens gegen 8 Uhr, mittags um 12 Uhr oder abends ab 18 Uhr). Eine schnelle Interaktion kurz nach dem Hochladen signalisiert dem Algorithmus, dass dein Inhalt relevant ist.
Was passiert nach dem Hochladen?
Sobald dein Post live ist, beginnt die Arbeit erst richtig.
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Antworte auf Kommentare: Zeige deinen ersten Followern, dass du aktiv bist.
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Teile den Post in deiner Story: Klicke auf das kleine Papierflieger-Symbol unter deinem Post und wähle “Beitrag zu deiner Story hinzufügen”. So sehen auch die Leute deinen Post, die nicht durch den Feed scrollen.
Fazit
Dein erster Post muss nicht perfekt sein – er muss nur gemacht werden. Instagram ist eine Plattform, die von Authentizität und Beständigkeit lebt. Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür entwickeln, welche Filter deine Ästhetik unterstreichen und welche Texte deine Community am liebsten liest.
Halt dich an die Porträt-Maße (4:5), nutze Licht als deinen besten Freund und vergiss nicht, in der Bildunterschrift eine Frage zu stellen. Damit hast du das Fundament für ein erfolgreiches Profil gelegt.












