In einer Zeit, in der unsere Smartphones die Hauptkamera für alle Lebenslagen sind, sammeln sich Unmengen an hochauflösenden Fotos und 4K-Videos an. Der interne Speicher stößt dabei schnell an seine Grenzen. Die Cloud ist hier die perfekte Lösung: Sie bietet nicht nur unbegrenzten Platz (je nach Abo), sondern schützt deine wertvollen Erinnerungen auch vor Geräteverlust oder Defekten.
In diesem Guide erfährst du, wie du deine Medien effizient in die Cloud sicherst, Speicherplatz sparst und welche Anbieter im Jahr 2026 die beste Performance bieten.
1. Google Fotos: Der Standard für Android
Google Fotos ist auf fast jedem Android-Gerät vorinstalliert und bietet die tiefste Systemintegration.
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Sicherung aktivieren:
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Öffne die Google Fotos App.
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Tippe oben rechts auf dein Profilbild.
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Wähle Fotos-Einstellungen > Sicherung.
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Aktiviere den Schalter für „Sicherung“.
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Qualität wählen: Du kannst zwischen „Originalqualität“ (verbraucht mehr Speicherplatz) und „Speicherplatz sparen“ (leichte Komprimierung, kaum sichtbarer Qualitätsverlust) wählen.
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Ordner auswählen: Standardmäßig wird nur der Kamera-Ordner gesichert. Unter Sicherung > Gerätesicherungsordner sichern kannst du auch WhatsApp-Bilder, Instagram-Downloads oder Screenshots einschließen.
2. Microsoft OneDrive: Ideal für Windows-Nutzer
Wenn du beruflich oder privat viel mit Windows-PCs arbeitest, ist OneDrive eine hervorragende Alternative, da deine Fotos direkt im Windows Explorer erscheinen.
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Kamera-Upload einrichten:
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Öffne die OneDrive App.
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Tippe auf dein Profilbild oder „Ich“.
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Gehe zu Einstellungen > Kamera-Upload.
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Aktiviere die Sicherung für dein Konto.
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Vorteil: Microsoft 365 Abonnenten erhalten oft 1 TB Speicherplatz, was für riesige Videosammlungen ideal ist.
3. Speicherplatz auf dem Handy freigeben
Einer der größten Vorteile der Cloud-Speicherung ist die Möglichkeit, den lokalen Speicher zu leeren, ohne die Bilder zu verlieren.
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Google Fotos „Speicherplatz freigeben“: Diese Funktion löscht alle Fotos und Videos von deinem Handy, die bereits erfolgreich in die Cloud hochgeladen wurden. Du kannst sie in der App weiterhin ansehen (sie werden dann gestreamt).
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Manuelle Kontrolle: Lösche niemals Bilder über die normale Galerie-App, wenn die Synchronisation aktiv ist, da sie sonst oft auch in der Cloud gelöscht werden. Nutze immer die „Vom Gerät löschen“-Funktion innerhalb der Cloud-App.
4. Profi-Tipp: Automatisierung mit FolderSync
Möchtest du deine Fotos auf eine private Cloud (wie Nextcloud) oder einen FTP-Server sichern, bietet Android selbst oft keine einfache Lösung. Hier hilft FolderSync.
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Du kannst Regeln erstellen, die besagen: „Jeden Morgen um 3 Uhr morgens alle neuen Videos aus dem Ordner ‘Kamera’ auf mein NAS hochladen, aber nur, wenn ich im WLAN bin und das Handy lädt.“
5. Datenschutz und Sicherheit
Deine privaten Aufnahmen verdienen den besten Schutz.
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2-Faktor-Authentisierung (2FA): Aktiviere 2FA für dein Google- oder Microsoft-Konto. Ohne diesen Schutz könnte ein Hacker Zugriff auf dein gesamtes Foto-Archiv erhalten.
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Geteilte Alben: Sei vorsichtig beim Teilen von Links zu Alben. Prüfe regelmäßig unter dem Reiter „Teilen“, wer Zugriff auf welche Bilder hat.
6. Die Kosten im Blick behalten: Google One
Da Google den unbegrenzten kostenlosen Speicherplatz vor einiger Zeit abgeschafft hat, teilen sich Fotos, Gmail und Drive die kostenlosen 15 GB.
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Mit der Google One App kannst du deinen Speicher verwalten und bei Bedarf für wenige Euro im Monat auf 100 GB, 200 GB oder 2 TB erweitern. Die App hilft dir auch dabei, unscharfe Fotos oder große Videos zu finden, um Platz zu sparen.
Fazit
Das Speichern von Fotos und Videos in der Cloud ist unter Android dank Google Fotos und OneDrive kinderleicht geworden. Wer maximale Kontrolle will, greift zu FolderSync. Wichtig ist, die Sicherungseinstellungen einmalig korrekt zu konfigurieren (WLAN-Zwang, Ordnerauswahl) und den lokalen Speicher regelmäßig über die App-internen Funktionen zu bereinigen.












