Mit einer kleinen PC–Switch–Router-Topologie lernen Sie in Cisco Packet Tracer die wichtigsten Grundlagen in einem Durchlauf: Verkabelung (Layer 1), Switching (Layer 2), IP-Adressierung und Default Gateway (Layer 3) sowie den ersten CLI-Workflow. In dieser Anleitung bauen Sie das Setup in etwa 10 Minuten auf und testen es mit einem Ping.
Topologie-Ziel und IP-Plan
Die Topologie besteht aus einem PC, einem Switch und einem Router. Der PC hängt am Switch, der Switch am Router. Damit der PC den Router erreicht, benötigen beide Geräte IP-Adressen im selben Subnetz und der PC ein korrektes Default Gateway.
- PC1 ↔ SW1 ↔ R1
- Subnetz:
192.168.10.0/24 - Router (R1 G0/0):
192.168.10.1 - PC (PC1):
192.168.10.10, Gateway192.168.10.1
Subnetz kurz erklärt (warum /24 passt)
Mit /24 verwenden Sie die Maske 255.255.255.0. Damit sind 254 Hostadressen nutzbar – ausreichend für ein einfaches LAN-Lab.
Geräte platzieren: PC, Switch, Router
Öffnen Sie Packet Tracer und wechseln Sie in den Logical Workspace. Platzieren Sie die Geräte per Drag & Drop aus den Kategorien unten.
- End Devices:
PC(PC1) - Network Devices > Switches: z. B.
2960(SW1) - Network Devices > Routers: z. B.
1941oder vergleichbar (R1)
Best Practice: Geräte sofort umbenennen
Klicken Sie jedes Gerät an und geben Sie einen sprechenden Namen (PC1, SW1, R1). Das macht CLI-Ausgaben und spätere Labs deutlich übersichtlicher.
Verkabelung: richtiges Kabel, richtige Ports
Für PC ↔ Switch und Switch ↔ Router nutzen Sie in der Regel „Copper Straight-Through“. Packet Tracer kann Auto-Connect anbieten, aber für Lernzwecke ist die manuelle Auswahl besser.
- PC1 FastEthernet0 ↔ SW1 FastEthernet0/1
- SW1 FastEthernet0/2 ↔ R1 GigabitEthernet0/0 (oder FastEthernet, je nach Router)
Link-Status prüfen
Warten Sie kurz, bis die Links aktiv werden. Wenn ein Port rot bleibt, prüfen Sie Kabeltyp, Portauswahl und ob das Router-Interface administrativ aktiviert ist.
Router konfigurieren: IP-Adresse setzen und Interface aktivieren
Öffnen Sie R1, wechseln Sie auf den CLI-Tab und konfigurieren Sie die LAN-Schnittstelle. Wichtig: Auf Routern ist das Interface häufig standardmäßig „shutdown“.
enable
configure terminal
hostname R1
interface gigabitEthernet0/0
description LAN_to_SW1
ip address 192.168.10.1 255.255.255.0
no shutdown
end
write memory
Schnellprüfung auf dem Router
show ip interface brief
PC konfigurieren: IP-Adresse und Default Gateway
Öffnen Sie PC1 und gehen Sie auf Desktop > IP Configuration. Tragen Sie die statische IP ein. Ohne Default Gateway kann der PC den Router zwar im selben Subnetz erreichen, aber Sie trainieren hier direkt die korrekte Standardkonfiguration.
- IP Address:
192.168.10.10 - Subnet Mask:
255.255.255.0 - Default Gateway:
192.168.10.1
Optional: Konfiguration per PC Command Prompt verifizieren
ipconfig
Switch-Basics: Warum hier meist keine Konfiguration nötig ist
In dieser ersten Topologie reicht die Standardkonfiguration des Switches: Ports sind in einem Default-VLAN und leiten Frames auf Layer 2 weiter. Sie müssen keine VLANs oder Trunks konfigurieren, um PC ↔ Router im gleichen Subnetz zu testen.
- Switch arbeitet als Layer-2-Bridge
- Keine VLAN-Trennung im Default-Setup
- Ports sind standardmäßig aktiv (kein
shutdown)
Optional: Switch-Hostname setzen (gute Praxis)
Wenn Sie schon jetzt strukturiert arbeiten möchten, setzen Sie einen Hostnamen auf SW1.
enable
configure terminal
hostname SW1
end
write memory
Connectivity-Test: Ping PC → Router
Führen Sie den Test vom PC aus durch. Öffnen Sie PC1 > Desktop > Command Prompt und pingen Sie die Router-IP.
ping 192.168.10.1
Wenn der Ping nicht klappt: Fehler schnell eingrenzen
- Layer 1: Kabel/Ports korrekt? Link-LEDs aktiv?
- Layer 3: IP/Maske korrekt? PC und Router im selben Subnetz?
- Router-Interface: wirklich
no shutdowngesetzt?
Bonus: Troubleshooting mit 3 Standardbefehlen
Mit diesen Befehlen finden Sie die Ursache in den meisten Einsteigerfällen in unter einer Minute.
Router: Interface-Status und ARP
show ip interface brief
show arp
Switch: Portstatus
show interfaces status
Projekt sauber speichern
Speichern Sie das Lab versioniert, damit Sie es später erweitern können (z. B. zweites Subnetz, DHCP, VLANs). Nutzen Sie ein klares Schema, das Thema, Datum und Version enthält.
- Beispiel:
basics_pc-sw-rtr_2026-03-03_v01_OK.pkt - Vor Erweiterungen: neue Version per „Save As“ anlegen
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Routing: Default/Static Routing oder OSPF, Inter-VLAN Routing (Router-on-a-Stick)
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Services: DHCP (Pools/Scopes), NAT/PAT für Internet-Simulation
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