Floating Static Routes sind eine nützliche Technik im Routing, die bei der Implementierung von Failover-Mechanismen verwendet wird. Durch die Konfiguration einer statischen Route mit einer höheren Metrik als der Standardroute können Sie eine Backup-Route definieren, die nur dann aktiv wird, wenn die Hauptroute ausfällt. In diesem Tutorial lernen Sie, wie Sie Floating Static Routes in einem Netzwerk einrichten und Failover-Routing in einer praktischen Umgebung üben können. Diese Technik ist besonders für Netzwerktechniker von Interesse, die ihre Kenntnisse in der Netzwerkrouting-Konfiguration erweitern möchten.
1. Grundlagen der Floating Static Routes
Eine Floating Static Route ist eine statische Route, die mit einer höheren Metrik als die Standardroute konfiguriert wird. Sie bleibt inaktiv, solange die Standardroute erreichbar ist. Wenn die Standardroute ausfällt, übernimmt die Floating Static Route und sorgt so für eine unterbrechungsfreie Verbindung.
1.1 Funktionsweise von Floating Static Routes
Im Gegensatz zu einer normalen statischen Route, die immer aktiv ist, wird eine Floating Static Route nur dann verwendet, wenn die primäre Route ausfällt. Dies wird durch die Zuweisung einer höheren Metrik erreicht, was die Priorität der Route im Routing-Prozess verringert.
2. Netzwerktopologie und Szenario
In diesem Beispiel haben wir zwei Router, Router1 und Router2, die miteinander über ein Ethernet-Netzwerk verbunden sind. Der Traffic von einem PC (PC1) im Netzwerk 192.168.1.0/24 soll zunächst über Router1 zum Zielnetzwerk 192.168.2.0/24 geroutet werden. Falls Router1 ausfällt, übernimmt Router2 den Verkehr. Die Floating Static Route auf Router2 wird inaktiv bleiben, solange Router1 erreichbar ist.
2.1 IP-Adressierung und Netzwerktopologie
- Router1: 192.168.1.1/24
- Router2: 192.168.1.2/24
- PC1: 192.168.1.10/24
- Zielnetzwerk: 192.168.2.0/24
Wir konfigurieren Router1 mit der Hauptroute und Router2 mit einer Floating Static Route, die als Failover-Lösung dient.
3. Konfiguration der Standardroute auf Router1
Auf Router1 konfigurieren wir eine Standardroute für den Verkehr zum Zielnetzwerk 192.168.2.0/24:
Router1# configure terminal
Router1(config)# ip route 192.168.2.0 255.255.255.0 192.168.1.2
Router1(config)# exit
Diese Route weist Router1 an, den Verkehr zum Netzwerk 192.168.2.0/24 über Router2 (192.168.1.2) zu leiten. Diese Route ist die bevorzugte Route, solange Router1 verfügbar ist.
4. Konfiguration der Floating Static Route auf Router2
Nun konfigurieren wir auf Router2 eine Floating Static Route mit einer höheren Metrik, sodass sie nur dann aktiv wird, wenn die Hauptroute auf Router1 ausfällt:
Router2# configure terminal
Router2(config)# ip route 192.168.2.0 255.255.255.0 192.168.1.1 250
Router2(config)# exit
Diese Route weist Router2 an, den Verkehr zum Zielnetzwerk über Router1 zu leiten, falls Router1 erreichbar ist. Die Metrik von 250 stellt sicher, dass diese Route nur dann verwendet wird, wenn die Standardroute (mit einer niedrigeren Metrik) auf Router1 nicht mehr verfügbar ist.
5. Überprüfung der Konfiguration
Nachdem die Routen auf beiden Routern konfiguriert wurden, können wir die Routen und die Verfügbarkeit der Verbindung überprüfen.
5.1 Überprüfung der Routing-Tabelle auf Router1
Um sicherzustellen, dass die Standardroute korrekt konfiguriert wurde, verwenden Sie den folgenden Befehl:
Router1# show ip route
Die Standardroute sollte als Route für das Netzwerk 192.168.2.0/24 angezeigt werden.
5.2 Überprüfung der Routing-Tabelle auf Router2
Auf Router2 können Sie ebenfalls die Routing-Tabelle überprüfen, um sicherzustellen, dass die Floating Static Route vorhanden ist:
Router2# show ip route
Die Route für das Netzwerk 192.168.2.0/24 sollte mit einer Metrik von 250 angezeigt werden, was bedeutet, dass sie als Failover-Route konfiguriert ist.
6. Testen des Failovers
Um das Failover zu testen, können Sie Router1 simuliert ausfallen lassen, indem Sie das Interface auf Router1 deaktivieren:
Router1# configure terminal
Router1(config)# interface gigabitethernet 0/0
Router1(config-if)# shutdown
Router1(config-if)# exit
Nun sollten Sie feststellen, dass Router2 die Route übernimmt, und der Verkehr wird über Router2 zum Zielnetzwerk 192.168.2.0/24 weitergeleitet. Überprüfen Sie die Routing-Tabellen erneut, um sicherzustellen, dass Router2 die Route jetzt aktiv verwendet.
6.1 Wiederherstellung der Verbindung
Um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, aktivieren Sie das Interface auf Router1 erneut:
Router1# configure terminal
Router1(config)# interface gigabitethernet 0/0
Router1(config-if)# no shutdown
Router1(config-if)# exit
Router1 sollte jetzt wieder die Standardroute verwenden, und Router2 wird die Backup-Route (Floating Static Route) deaktivieren.
Konfiguriere Cisco Router & Switches und liefere ein Packet-Tracer-Lab (CCNA)
Hallo! Ich bin ein CCNA-Network Engineer und unterstütze Sie bei Cisco Router- und Switch-Konfigurationen – inklusive eines vollständigen Cisco Packet-Tracer-Labs (.pkt). Ideal für Lern-/Übungsszenarien, Validierung oder eine saubere Demo-Topologie.
Was ich (je nach Paket) umsetze
-
Switching: VLANs, Trunking (802.1Q), Port-Zuweisung, STP-Basics (PortFast/BPDU Guard wo sinnvoll)
-
Routing: Default/Static Routing oder OSPF, Inter-VLAN Routing (Router-on-a-Stick)
-
Services: DHCP (Pools/Scopes), NAT/PAT für Internet-Simulation
-
Optional Security: Basic ACLs und SSH-Hardening
-
Test & Verifikation: Ping/Traceroute + wichtige Show-Commands (mit erwarteten Ergebnissen)
Sie erhalten
-
✅ Packet Tracer .pkt Datei
-
✅ Saubere Konfigurations-Notizen pro Gerät
-
✅ Verifikations-Checkliste + erwartete Outputs
-
✅ Kurze Dokumentation (wie die Topologie funktioniert)
Bitte schreiben Sie mir vor der Bestellung, damit wir Scope, Packet-Tracer-Version, Geräteanzahl und Deadline klären.
Konfiguriere Cisco Router & Switches | Cisco Packet-Tracer-Labs. Finden Sie mich auf Fiverr.










