Ein konsistenter Hardening-Standard für Cisco-Router ist für Unternehmen essenziell, um Netzwerke vor unautorisierten Zugriffen, Fehlkonfigurationen und Angriffen zu schützen. Durch klar definierte Policies, standardisierte Konfigurationen und die lückenlose Dokumentation von Evidenzen lässt sich eine sichere und auditfähige Netzwerkumgebung gewährleisten. In diesem Artikel werden praxisorientierte Maßnahmen vorgestellt, die Einsteigern und Profis helfen, einen unternehmensweiten Sicherheitsstandard umzusetzen.
Unternehmensrichtlinien für Router-Hardening
Policies bilden das Fundament eines Hardening-Standards. Sie definieren Zugriffsrechte, Passwortvorgaben, Protokollnutzung und Verantwortlichkeiten.
Zugriffsrichtlinien
- Nur autorisierte Administratoren erhalten Vollzugriff.
- Remote-Zugriff ausschließlich über SSH und VPN erlaubt.
- Multi-Faktor-Authentifizierung für kritische Geräte empfohlen.
Passwort- und Benutzerkontenrichtlinien
- Starke Passwörter mit mindestens 12 Zeichen und Kombination aus Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
- Regelmäßiger Passwortwechsel (z. B. alle 90 Tage).
- Rollenbasierte Zugriffskontrolle (Admin, Operator, Read-only).
Konfigurationsrichtlinien
- Alle Interfaces, die nicht verwendet werden, deaktivieren.
- ACLs zur Beschränkung des Management-Zugriffs implementieren.
- Unnötige Dienste wie HTTP, Finger oder CDP deaktivieren.
Standardisierte Hardening-Konfigurationen
Die Umsetzung von Policies erfolgt durch konsistente CLI-Konfigurationen, die in allen Routern eines Unternehmens identisch angewendet werden.
Benutzerverwaltung und Authentifizierung
Router(config)# username netadmin privilege 15 secret
Router(config)# service password-encryption
Router(config)# line console 0
Router(config-line)# login local
Router(config-line)# exec-timeout 5 0
Router(config)# line vty 0 4
Router(config-line)# login local
Router(config-line)# transport input ssh
Remote-Zugriff absichern
Router(config)# ip domain-name company.local
Router(config)# crypto key generate rsa modulus 2048
Router(config)# access-list 10 permit 192.168.100.0 0.0.0.255
Router(config)# line vty 0 4
Router(config-line)# access-class 10 in
Interface-Härtung
Router(config)# interface FastEthernet0/1
Router(config-if)# shutdown
Router(config)# interface GigabitEthernet0/0
Router(config-if)# ip access-group 100 in
Router(config)# access-list 100 permit ip 192.168.100.0 0.0.0.255 any
Routing-Protokolle absichern
Router(config)# router ospf 1
Router(config-router)# area 0 authentication message-digest
Router(config-router)# ip ospf message-digest-key 1 md5
Logging und Monitoring
Router(config)# logging 192.168.100.10
Router(config)# logging trap informational
Router(config)# logging on
Router(config)# aaa new-model
Router(config)# aaa authentication login default group radius local
Router(config)# aaa authorization exec default group radius local
Evidenz und Dokumentation
Nach der Konfiguration ist die lückenlose Dokumentation entscheidend für Auditierbarkeit und Nachvollziehbarkeit.
Backup der Konfiguration
Router# copy running-config tftp
Address or name of remote host []? 192.168.100.50
Destination filename [running-config]? router_backup.cfg
Audit-Evidenzen
- Change-Logs aller Konfigurationsänderungen führen.
- ACLs, Benutzerkonten und Passwörter dokumentieren.
- Regelmäßige Prüfungen und Penetrationstests durchführen.
Versionierung und Software-Stand
- IOS-Version dokumentieren und nur geprüfte Versionen einsetzen.
- Regelmäßige Updates planen, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
Netzwerksegmentierung und IP-Management
Eine strukturierte Netzwerksegmentierung reduziert Angriffsflächen und erleichtert Sicherheitskontrollen.
Subnetzplanung
Beispiel: Ein Unternehmensnetzwerk soll in 8 Subnetze aufgeteilt werden:
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen
- SNMP nur über Version 3 mit Authentifizierung und Verschlüsselung.
- NTP nur über vertrauenswürdige Server synchronisieren.
- Control Plane Policing (CPPr) aktivieren, um CPU-Überlastungen zu verhindern.
- DHCP-Snooping und Dynamic ARP Inspection aktivieren.
- Physische Sicherheit durch abschließbare Racks und kontrollierten Zugang gewährleisten.
Regelmäßige Wartung und Überprüfung
- Regelmäßige Security-Audits und Penetrationstests.
- Backups prüfen und Wiederherstellbarkeit testen.
- Konfigurationen auf Abweichungen vom Hardening-Standard prüfen.
- Dokumentation kontinuierlich aktualisieren.
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