In der Welt von Instagram ist dein Posteingang weit mehr als nur ein privater Chatraum – er ist das Tor zu neuen Kooperationen, Kundenanfragen und Community-Interaktionen. Doch je erfolgreicher dein Profil wird, desto häufiger wirst du feststellen, dass dein Postfach von Nachrichten überflutet wird, die nicht von deinen Freunden oder Followern stammen. Hier kommen die Nachrichten-Anfragen (Message Requests) ins Spiel.
Dieses Feature fungiert als digitaler Türsteher. Es trennt die Kommunikation mit deinem bekannten Netzwerk von den Nachrichten fremder Personen, potenzieller Bots oder – im schlimmsten Fall – Spammern und Belästigern. Das richtige Management dieser Anfragen ist entscheidend für deine produktive Zeit auf der Plattform und deine psychische Gesundheit im digitalen Raum. In diesem umfassenden Guide erfährst du im Detail, wie du Nachrichten-Anfragen verwaltest, wie du dich vor unerwünschten Inhalten schützt und wie du deine Erreichbarkeit strategisch steuerst.
Was genau sind Instagram Nachrichten-Anfragen?
Standardmäßig landen alle Nachrichten von Personen, denen du nicht folgst, in einem separaten Ordner namens „Anfragen“. Das Besondere an diesem Ordner ist die absolute Privatsphäre für dich als Empfänger:
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Keine Lesebestätigung: Du kannst die Nachricht öffnen und den gesamten Text lesen, ohne dass der Absender sieht, dass du sie „Gesehen“ hast. Erst wenn du die Anfrage explizit annimmst, wird der Lesestatus übertragen.
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Kein Online-Status: Der Absender kann nicht sehen, ob du gerade aktiv bist, während du dich im Anfragen-Ordner befindest.
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Inhaltsschutz: Bilder oder Videos in Anfragen werden oft erst unscharf dargestellt, um dich vor potenziell unangemessenen Inhalten zu schützen.
Schritt-für-Schritt: So findest und verwaltest du den Anfragen-Ordner
Um deine Anfragen zu bearbeiten, folge diesem Pfad:
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Öffne die Instagram-App und tippe oben rechts auf das Messenger-Symbol (Blitz oder Papierflieger).
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Direkt unter der Suchleiste und über deinen aktiven Chats siehst du rechts den blauen Text „Anfragen“ (oft mit der Anzahl der ungelesenen Nachrichten in Klammern).
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Tippe darauf, um die Liste der wartenden Nachrichten zu öffnen.
Hier hast du für jede Nachricht drei Optionen:
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Annehmen: Der Chat wird in dein Hauptpostfach verschoben. Ihr könnt nun normal interagieren, und der Absender sieht, dass du die Nachricht gelesen hast.
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Löschen: Die Nachricht wird aus deinem Posteingang entfernt. Der Absender kann dir zwar erneut schreiben, aber die alte Nachricht ist weg.
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Blockieren / Melden: Wenn es sich um Belästigung oder Spam handelt, solltest du diese Option wählen, um den Nutzer dauerhaft daran zu hindern, dich zu kontaktieren.
Strategisches Filtern: Der Ordner „Verborgene Anfragen“
Instagram geht noch einen Schritt weiter, um dein Erlebnis zu verbessern. Es gibt einen Unterordner innerhalb der Anfragen, der sich „Verborgene Anfragen“ nennt. Hier sortiert der Algorithmus automatisch Nachrichten aus, die:
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Anstößige Begriffe oder Emojis enthalten.
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Typische Merkmale von Spam-Bots aufweisen.
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Von Konten stammen, die häufig gemeldet werden.
Du solltest diesen Ordner regelmäßig prüfen, da die KI manchmal auch legitime Business-Anfragen fälschlicherweise dort einsortiert, wenn diese bestimmte Trigger-Wörter (wie z. B. „Geld“, „Krypto“ oder „Kooperation“) enthalten.
Die Kontrolle übernehmen: Wer darf dir überhaupt schreiben?
Du musst nicht passiv abwarten, bis Nachrichten eintreffen. Du kannst in den Einstellungen genau festlegen, wer die Berechtigung hat, dir Anfragen zu senden.
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Gehe auf dein Profil und öffne das Menü (drei Striche oben rechts).
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Wähle „Einstellungen und Privatsphäre“.
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Suche den Bereich „Wie andere mit dir interagieren können“ und tippe auf „Nachrichten und Story-Antworten“.
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Tippe auf „Nachrichteneinstellungen“.
Hier kannst du für verschiedene Gruppen (z. B. „Follower auf Instagram“ oder „Personen auf Facebook“) entscheiden:
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Anfragen erhalten: Die Nachricht landet im Anfragen-Ordner.
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Nicht erhalten: Die Person kann dir überhaupt keine Nachricht senden. Sie erhält beim Versuch eine Meldung, dass du keine Nachrichten von jedem akzeptierst.
Pro-Tipp für Creator: Wenn du eine hohe Reichweite hast, kann es sinnvoll sein, die Anfragen für „Jeden auf Instagram“ komplett zu deaktivieren und in deiner Bio eine E-Mail-Adresse für offizielle Anfragen zu hinterlegen. Das filtert 90 % des unnötigen Rauschens heraus.
Automatisierung für Business-Accounts: Die “Häufig gestellten Fragen”
Wenn du oft die gleichen Anfragen erhältst (z. B. „Wie sind eure Öffnungszeiten?“ oder „Versendet ihr auch nach Österreich?“), kannst du den Prozess beschleunigen. In den Business-Einstellungen kannst du „Häufig gestellte Fragen“ einrichten. Nutzer sehen dann beim Öffnen deines Chats vorgefertigte Fragen, die sie einfach anklicken können. Du kannst daraufhin automatisierte Antworten hinterlegen, die sofort versendet werden – oft noch bevor die Nachricht überhaupt als „Anfrage“ bei dir landet.
Hygiene im Posteingang: Warum du Anfragen regelmäßig löschen solltest
Ein überfüllter Anfragen-Ordner kann die App verlangsamen und dazu führen, dass du den Überblick verlierst.
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Wöchentlicher Check: Gewöhne dir an, einmal pro Woche alle Anfragen zu sichten.
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Massenlöschung: Du musst nicht jede Nachricht einzeln löschen. Tippe oben rechts auf „Bearbeiten“ (oder „Auswählen“), markiere alle unerwünschten Chats und lösche sie mit einem Klick.
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Keine Angst vor dem Löschen: Wenn eine Anfrage wirklich wichtig ist, wird sich die Person vermutlich erneut melden oder einen Kommentar unter einem deiner Beiträge hinterlassen.
Sicherheit geht vor: Achtung vor Phishing in den Anfragen
Sei besonders vorsichtig bei Nachrichten in den Anfragen, die behaupten, von Instagram selbst zu kommen.
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Der “Blaue Haken”-Betrug: Hacker senden oft Anfragen mit dem Text: „Herzlichen Glückwunsch, dein Konto ist für die Verifizierung bereit. Klicke auf diesen Link…“.
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Urheberrechts-Falle: „Du hast gegen Urheberrechte verstoßen, logge dich hier ein, um eine Sperre zu vermeiden.“
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Die Wahrheit: Instagram kontaktiert dich niemals über eine DM. Offizielle Mitteilungen findest du ausschließlich in deinen Einstellungen unter „Sicherheit“ > „E-Mails von Instagram“.
Fazit: Dein Posteingang, deine Regeln
Die Verwaltung deiner Nachrichten-Anfragen ist ein wesentlicher Bestandteil eines professionellen Instagram-Auftritts. Indem du die Filterfunktionen nutzt, klare Grenzen setzt und deine Einstellungen regelmäßig anpasst, verwandelst du dein Postfach von einem Ort des Chaos in ein effizientes Kommunikationstool. Du entscheidest, wem du die Tür zu deiner digitalen Welt öffnest und wer draußen bleiben muss.
Ein sauberer Anfragen-Ordner spart Zeit, schützt deine Privatsphäre und sorgt dafür, dass die wirklich wichtigen Gelegenheiten nicht im digitalen Grundrauschen untergehen.












