Da Instagram im Jahr 2026 die Trennung zwischen “normalen” Video-Beiträgen und Reels fast vollständig aufgehoben hat, werden mittlerweile nahezu alle Video-Inhalte auf der Plattform als Reels behandelt. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede in der Darstellung und strategische Wege, wie du ältere Videos oder bestehende Formate in das reichweitenstarke Reels-Format überführst.
Ein Reel ist das Herzstück des organischen Wachstums. Während klassische Video-Beiträge früher oft nur deine Follower erreichten, werden Reels vom Algorithmus massiv an Nicht-Follower ausgespielt. In diesem Guide erfährst du im Detail, wie du bestehende Videos transformierst, worauf du beim Format achten musst und wie du durch die Umwandlung deine Reichweite vervielfachst.
Die aktuelle Lage: Warum jedes Video ein Reel sein sollte
Instagram hat das Ziel, mit Plattformen wie TikTok zu konkurrieren. Deshalb priorisiert das System das 9:16-Hochformat. Wenn du ein Video im alten 4:5- oder 1:1-Format hochlädst, verschenkst du wertvollen Platz auf dem Bildschirm des Nutzers. Ein Reel nutzt die volle Höhe aus und sorgt so für eine deutlich höhere Immersion und Aufmerksamkeit.
Schritt-für-Schritt: So wandelst du Videos in Reels um
Es gibt zwei Hauptszenarien: Entweder du hast ein altes Video bereits gepostet, oder du möchtest eine Video-Datei aus deiner Galerie als Reel hochladen.
1. Ein Video aus deiner Galerie als Reel hochladen
Dies ist der Standardweg für neuen Content:
-
Öffne Instagram und tippe auf das Plus-Symbol (+) oder wische im Feed nach rechts.
-
Wähle unten in der Leiste „Reel“ aus.
-
Tippe auf das Galerie-Symbol unten links und wähle dein Video aus.
-
Format-Anpassung: Falls dein Video nicht im Format 9:16 vorliegt, kannst du es mit zwei Fingern großziehen (Zoom), um den schwarzen Rand zu eliminieren. Achte darauf, dass wichtige Bildinhalte dabei nicht abgeschnitten werden.
2. Ältere Video-Posts nachträglich “pushen”
Hast du ein altes Video in deinem Feed, das kein Reel ist? Instagram bietet oft die Funktion an, diese Videos über die „Highlight“-Funktion oder durch das erneute Teilen in der Story als Reel-Remix zu verarbeiten. Der effektivste Weg ist jedoch der „Re-Upload“:
-
Lade dein altes Video auf dein Smartphone herunter (falls du es nicht mehr hast).
-
Nutze eine Schnitt-App wie CapCut, um das Format auf 9:16 anzupassen.
-
Füge aktuelle Reels-Elemente hinzu (siehe unten), um dem Algorithmus zu signalisieren, dass es sich um frischen Content handelt.
Strategische Optimierung bei der Umwandlung
Einfach nur ein quadratisches Video hochzuladen und es „Reel“ zu nennen, reicht nicht aus. Damit die Umwandlung erfolgreich ist, solltest du diese Optimierungen vornehmen:
Den “Hook” an den Anfang setzen
Klassische Videos fangen oft langsam an. Reels brauchen sofortige Aufmerksamkeit. Schneide die ersten Sekunden deines alten Videos so um, dass die spannendste Szene oder eine klare Text-Überschrift (z. B. „Das musst du sehen!“) sofort erscheint.
Reels-spezifische Musik verwenden
Einer der größten Vorteile von Reels ist die Nutzung von Trending Audio. Wenn du dein Video in ein Reel umwandelst, entferne die Original-Hintergrundmusik und lege einen aktuellen Trend-Sound von Instagram darüber. Das erhöht die Chance massiv, über die Audio-Seite von anderen Nutzern gefunden zu werden.
Untertitel und Text-Overlays
Da viele Nutzer Reels ohne Ton schauen, sind Untertitel Pflicht. Nutze den automatischen „Captions“-Sticker in der Reels-Bearbeitung. Das macht dein Video barrierefrei und steigert die Verweildauer.
Technische Checkliste für die Umwandlung
-
Seitenverhältnis: Zwingend 9:16 (1080 x 1920 Pixel).
-
Länge: Reels können bis zu 90 Sekunden lang sein (manchmal auch länger bei bestimmten Accounts). Wenn dein altes Video 5 Minuten lang war, musst du es auf die spannendsten Highlights kürzen.
-
Auflösung: Achte darauf, dass das Video beim Hochskalieren nicht pixelig wird. Nutze KI-Upscaler-Tools, falls die Qualität der alten Datei zu schlecht ist.
Die Vorteile der Umwandlung für deine Insights
Sobald ein Video als Reel läuft, erhältst du Zugriff auf erweiterte Statistiken:
-
Reichweite bei Nicht-Followern: Du siehst genau, wie viele Menschen dich entdeckt haben, die dir noch nicht folgen.
-
Wiedergabezeit: Du erfährst, an welcher Stelle die Zuschauer das Interesse verlieren. Dies ist wertvolles Feedback für deine zukünftigen Videos.
Fazit: Gib deinem Content eine zweite Chance
Die Umwandlung von Video-Beiträgen in Reels ist eine hervorragende Methode für „Content Recycling“. Du musst das Rad nicht jedes Mal neu erfinden. Nimm deine erfolgreichsten Videos der letzten Jahre, passe sie an das 9:16-Format an, füge trendige Musik und Untertitel hinzu und lass den Reels-Algorithmus die Arbeit für dich erledigen.
So maximierst du den Output deiner bisherigen Arbeit und sorgst dafür, dass dein Profil im Jahr 2026 modern und dynamisch wirkt.












