January 8, 2026

iPhone 7 Plus und iOS 16: Die Fakten zur Kompatibilität und Performance

Das iPhone 7 Plus war bei seiner Veröffentlichung im Jahr 2016 ein Meilenstein für Apple. Es war das erste Modell, das die Dual-Kamera für den Porträtmodus einführte und mit stolzen 3 GB Arbeitsspeicher ausgestattet war – ein Wert, der es damals deutlich vom kleineren Standardmodell abhob. Auch heute, im Jahr 2026, ist das Gerät aufgrund seiner robusten Bauweise und des klassischen Designs mit dem haptischen Home-Button noch immer in vielen Haushalten als Zweitgerät oder Klassiker im Einsatz.

Wenn Sie jedoch versuchen, Ihr iPhone 7 Plus auf den Stand von iOS 16 oder gar die neueren Systeme wie iOS 20 zu bringen, stoßen Sie auf eine digitale Barriere. In diesem Blogpost klären wir die brennenden Fragen zur Software-Kompatibilität, erläutern die technischen Hintergründe für Apples Entscheidung und zeigen Ihnen, wie Sie Ihr iPhone 7 Plus im aktuellen Jahr trotzdem noch sinnvoll nutzen können.

Die klare Antwort: Läuft iOS 16 auf dem iPhone 7 Plus?

Um es direkt und ohne Umschweife zu sagen: Nein, iOS 16 kann nicht offiziell auf dem iPhone 7 Plus installiert werden.

Apple hat die Unterstützung für die iPhone-7-Serie mit der Veröffentlichung von iOS 16 im Herbst 2022 offiziell eingestellt. Während das Gerät über sechs Jahre lang vorbildlich mit Updates versorgt wurde, markierte iOS 15 den finalen Hafen für dieses spezifische Hardware-Modell.

Das offizielle Maximum für das iPhone 7 Plus ist iOS 15.8.3.

Obwohl Apple gelegentlich noch kleine Sicherheits-Patches für iOS 15 veröffentlicht, um kritische Sicherheitslücken zu schließen, bleiben die großen Neuerungen von iOS 16 – wie die personalisierbaren Sperrbildschirme mit Widgets, die Fokus-Filter oder die verbesserten Diktierfunktionen – diesem Gerät verwehrt.

Warum verweigert Apple dem iPhone 7 Plus das Update?

Viele Nutzer sind enttäuscht, da das iPhone 7 Plus mit seinen 3 GB RAM auf dem Papier eigentlich leistungsstark genug für iOS 16 wirkt – insbesondere, da das iPhone 8, welches nur 2 GB RAM besitzt, das Update noch erhalten hat. Doch die Entscheidung von Apple basiert primär auf der Prozessorarchitektur und nicht nur auf dem Arbeitsspeicher.

1. Der A10 Fusion Chip vs. A11 Bionic

Der im iPhone 7 Plus verbaute A10 Fusion Chip war ein großartiger Prozessor, aber ihm fehlt eine entscheidende Komponente: die Neural Engine. Ab dem Nachfolger (iPhone 8 und iPhone X) führte Apple den A11 Bionic Chip ein, der erstmals über dedizierte Rechenkerne für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen verfügte.

iOS 16 führt viele Funktionen aus, die massiv auf KI basieren. Das automatische Freistellen von Motiven in Fotos, die Live-Texterkennung in Videos oder die komplexen Bildverarbeitungs-Algorithmen für die neuen Sperrbildschirm-Effekte erfordern Hardware-Beschleuniger, die im A10-Chip schlichtweg nicht existieren. Ein Betrieb von iOS 16 auf dem 7 Plus hätte zu einer massiven Überhitzung und einer unbrauchbaren Systemgeschwindigkeit geführt.

2. Sicherheits- und Energie-Standards

Moderne iOS-Versionen nutzen fortgeschrittene Verschlüsselungs- und Energiemanagement-Protokolle, die eng mit der Hardware neuerer Chips verknüpft sind. Apple stellt den Support für Geräte meist dann ein, wenn ein stabiles und flüssiges Nutzererlebnis nicht mehr flächendeckend garantiert werden kann.

Vorsicht vor Fake-Updates und “Hacks”

Im Internet kursieren oft Videos und Webseiten, die behaupten, man könne iOS 16 per Jailbreak oder spezieller Drittanbieter-Software auf ein iPhone 7 Plus “zwingen”. Als Ihr Technik-Partner muss ich Sie hier ausdrücklich warnen:

  • Kein echtes iOS 16: In der Regel handelt es sich nur um grafische Oberflächen (Skins), die das Aussehen von iOS 16 imitieren. Die echten System-Features oder die App-Kompatibilität erhalten Sie dadurch nicht.

  • Sicherheitsrisiko: Das Herunterladen von modifizierten Systemdateien öffnet Tür und Tor für Schadsoftware. Da Banking-Apps und Messenger hohe Sicherheitsstandards haben, verweigern sie auf solchen manipulierten Systemen meist komplett den Dienst.

  • Gefahr des “Bricks”: Der Versuch, eine nicht autorisierte Firmware zu installieren, kann Ihr iPhone 7 Plus dauerhaft unbrauchbar machen.

Das iPhone 7 Plus im Jahr 2026: Was ist noch möglich?

Auch wenn iOS 16 außer Reichweite bleibt, ist das iPhone 7 Plus im Jahr 2026 keineswegs wertlos. iOS 15.8.3 ist ein sehr ausgereiftes und stabiles Betriebssystem, das für viele Aufgaben immer noch hervorragend geeignet ist.

  • App-Nutzung: Viele Apps im App Store unterstützen im Jahr 2026 immer noch iOS 15 als Mindestanforderung. Dienste wie Instagram, Spotify oder einfache Spiele funktionieren in der Regel weiterhin.

  • Kamera-Qualität: Die Dual-Kamera des 7 Plus macht bei gutem Licht immer noch sehr vorzeigbare Bilder. Für Dokumentationszwecke oder einfache Schnappschüsse ist die Qualität absolut ausreichend.

  • Smart Home Zentrale: Nutzen Sie das Gerät als fest installierte Steuerung für Ihre HomeKit-Lampen oder Sonos-Systeme. Da diese Apps oft lange abwärtskompatibel bleiben, eignet sich das iPhone 7 Plus ideal als smarter “Wandschalter”.

  • Mediaplayer: Dank des großen Displays ist es ein perfekter Begleiter für das Schauen von Videos oder als Musik-Station im Auto oder Fitnessraum.

Fazit: Zeit für einen würdevollen Ruhestand

Das iPhone 7 Plus hat eine beeindruckende Lebensspanne hinter sich. Dass iOS 16 nicht mehr darauf läuft, ist eine bewusste Entscheidung von Apple, um die Stabilität der Hardware nicht zu gefährden. Wenn Sie jedoch die neuesten Sicherheitsfeatures, die KI-Integration von Apple Intelligence oder die volle Kompatibilität mit den Apps des Jahres 2026 benötigen, ist ein Wechsel auf ein neueres Modell – wie das iPhone 15 oder das aktuelle iPhone 18 – unumgänglich.

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