Telegram hat sich im Jahr 2026 massiv verändert. Während der Messenger mit seinem neuen Liquid Glass Design und bahnbrechenden KI-Features glänzt, gab es bei der Funktion „Leute in der Nähe“ eine drastische Kehrtwende. Wenn Sie heute nach dieser Option suchen, werden Sie feststellen, dass der klassische Weg aus Sicherheitsgründen durch neue Konzepte ersetzt wurde.
In diesem ausführlichen Guide erklären wir Ihnen, warum die Funktion im September 2024 weltweit deaktiviert wurde, welche Alternativen es im Jahr 2026 gibt und wie Sie dennoch sicher neue Kontakte in Ihrer Umgebung knüpfen können.
Der Status Quo: Was geschah mit „Leute in der Nähe“?
Lange Zeit war die Funktion „Leute in der Nähe“ (People Nearby) ein Markenzeichen von Telegram. Sie erlaubte es Nutzern, ihren Standort freizugeben und andere Personen sowie Gruppen in einem Umkreis von wenigen Kilometern zu finden.
Doch die Kritik wurde zu laut:
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Sicherheit: Experten bewiesen, dass man durch Triangulation (Messung von drei Standorten aus) den exakten Wohnort einer Person ermitteln konnte.
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Missbrauch: Die Funktion wurde vermehrt von Bots, Spammern und für illegale Aktivitäten genutzt.
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Die Konsequenz: Telegram-Chef Pawel Durow zog die Reißleine. Die Funktion wurde offiziell entfernt und durch sicherere Alternativen ersetzt, die weniger anfällig für Stalker und Scammer sind.
Schritt-für-Schritt: Wie man 2026 Kontakte in der Nähe findet
Auch wenn die direkte Umkreissuche verschwunden ist, bietet Telegram im Jahr 2026 neue Wege, um lokal vernetzt zu bleiben. So gehen Sie vor:
1. Die Suche nach lokalen Gruppen (Supergruppen)
Anstatt Einzelpersonen zu suchen, setzt Telegram nun auf themenbasierte lokale Gruppen. Diese sind moderiert und sicherer.
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Globale Suche öffnen: Tippen Sie auf die Lupe oben rechts.
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Ortsnamen eingeben: Geben Sie Ihre Stadt oder Ihren Stadtteil ein (z. B. „Hamburg Eimsbüttel“ oder „München Schwabing“).
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Filtern: Suchen Sie nach Gruppen mit vielen Mitgliedern. Im Jahr 2026 nutzen viele Nachbarschaften das neue Feature der „Verifizierten Communitys“, die durch ein blaues Siegel gekennzeichnet sind.
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Beitreten: In diesen Gruppen können Sie sich mit Menschen aus Ihrer direkten Nachbarschaft austauschen, ohne Ihren exakten GPS-Standort preiszugeben.
2. Nutzung von Ortsbezogenen Mini-Apps
Im Jahr 2026 sind die sogenannten Telegram Mini Apps die neuen Stars. Es gibt spezialisierte Apps innerhalb von Telegram, die für lokale Vernetzung gedacht sind.
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Suchen Sie in der globalen Suche nach Begriffen wie „LocalConnect“ oder „NeighborBot“.
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Diese Mini Apps arbeiten oft mit einer „Ungefähren Standortfreigabe“. Sie sehen also Nutzer in Ihrem Viertel, aber niemals die genaue Hausnummer.
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Hier können Sie Interessen angeben (z. B. „Joggen“, „Hunde“) und werden mit Gleichgesinnten gematcht.
3. Der „Echte“ Kontakt-Austausch via QR-Code
Wenn Sie jemanden physisch treffen (z. B. auf einer Party oder einem Event) und schnell Nummern austauschen wollen:
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Öffnen Sie Ihr Profil in den Einstellungen.
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Tippen Sie auf das QR-Code-Symbol oben rechts.
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Die andere Person scannt Ihren Code, und Sie sind sofort verbunden. Dank der neuen Passkey-Integration von 2026 ist dieser Austausch verschlüsselt und sicher vor dem Abgreifen durch Dritte.
Sicherheitstipps für die lokale Suche 2026
Da die alte Funktion wegen Sicherheitsmängeln abgeschafft wurde, sollten Sie bei den neuen Methoden achtsam sein:
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Telefonnummer verbergen: Gehen Sie zu Einstellungen > Privatsphäre und Sicherheit > Telefonnummer und stellen Sie diese auf „Niemand“. So sieht auch in lokalen Gruppen niemand Ihre private Nummer.
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KI-Spam-Filter nutzen: Telegram 2026 verfügt über einen integrierten KI-Schutz. Wenn Sie von Fremden in der Nähe angeschrieben werden, markiert die KI verdächtige Nachrichten automatisch als „Potenzieller Spam“. Vertrauen Sie diesen Warnungen.
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Keine Standorte in Echtzeit: Senden Sie Ihren „Live-Standort“ niemals in öffentliche lokale Gruppen. Nutzen Sie stattdessen die Funktion „Einen Ort senden“, um einen neutralen Treffpunkt (z. B. ein Café) vorzuschlagen.
Fazit
Die klassische „Leute in der Nähe“-Funktion ist Geschichte – und das ist gut für Ihre Privatsphäre. Im Jahr 2026 ist Telegram durch lokale Gruppen und innovative Mini-Apps zu einem Ort geworden, an dem man kontrollierter und sicherer Freunde in der Umgebung findet. Der Fokus liegt nicht mehr auf der gruseligen GPS-Punktlandung, sondern auf dem echten Austausch in moderierten Communitys.












