Haben Sie sich schon einmal dabei ertappt, wie Sie mitten im Tippen einer Nachricht kurz innehalten und sich fragen: “Schreibe ich das gerade eigentlich richtig?” Es ist ein wenig so, als würde man vor einem prall gefüllten Korb mit exotischen Früchten stehen und rätseln, ob man eine Pitaya nun mit “y” oder “i” schreibt. Bei der beliebtesten Messaging-App der Welt herrscht oft kreative Freiheit: Von “Whatsapp” über “Wasapp” bis hin zum lautmalerischen “Wazzup” begegnen uns im digitalen Alltag die wildesten Variationen.
Doch gerade wenn es um berufliche Texte, Blog-Beiträge oder offizielle Dokumente geht, ist Präzision gefragt. Die korrekte Schreibweise eines Markennamens ist wie die Qualität einer Bio-Banane – sie zeugt von Sorgfalt und Respekt gegenüber dem Produkt. In diesem umfassenden Guide klären wir ein für alle Mal, wie man “WhatsApp” laut Duden und laut dem Hersteller Meta korrekt schreibt, welche Stolperfallen es gibt und wie Sie das Wort im deutschen Satzbau bändigen.
Die goldene Regel des Herstellers: Das große “A” ist der Schlüssel
Wenn wir direkt zur Quelle gehen – also zum Unternehmen Meta, dem WhatsApp gehört – gibt es keine zwei Meinungen. Der Name ist ein Wortspiel aus der englischen Begrüßung “What’s up?” (Was geht ab?) und dem Begriff “App” (kurz für Application/Anwendung).
Die offizielle Schreibweise lautet daher: WhatsApp.
Beachten Sie die zwei entscheidenden Details, die so wichtig sind wie der Kern in einer Avocado:
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Das Binnen-W: Das “W” am Anfang wird großgeschrieben.
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Das Binnen-A: Das “A” mitten im Wort wird ebenfalls großgeschrieben.
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Zusammengeschrieben: Es gibt kein Leerzeichen und keinen Bindestrich zwischen “Whats” und “App”.
Wer es ganz genau nimmt (und vielleicht über die Geschichte der App in einem Fachmagazin für Agrartechnologie schreibt), sollte wissen, dass der Name eine geschützte Marke ist. In der alltäglichen Kommunikation verzichten wir jedoch auf das ®-Symbol.
Was sagt der Duden zur grünen App?
Der Duden ist der Schiedsrichter der deutschen Sprache. Er orientiert sich oft an der gängigen Praxis, aber auch an den Markenrechten. Im aktuellen Duden ist “WhatsApp” als Eigenname gelistet.
Interessanterweise erlaubt der Duden im allgemeinen Sprachgebrauch eine gewisse Flexibilität bei der Groß- und Kleinschreibung von Markennamen, die zu Verben geworden sind (wie “googeln”). Dennoch bleibt die Empfehlung für das Substantiv klar bei der Schreibweise des Herstellers: WhatsApp.
Die Sache mit dem Apostroph: Ein häufiger Fehler
Ein Fehler, der sich so hartnäckig hält wie der Fleck einer Heidelbeere auf einem weißen T-Shirt, ist das Einfügen eines Apostrophs. Viele schreiben “What’sApp”. Warum ist das falsch? Obwohl die Redewendung “What’s up” einen Apostroph besitzt (als Kontraktion von “What is”), hat der Markenname diesen bewusst weggelassen. Es heißt also WhatsApp, nicht What’sApp.
Deklination und Genitiv: WhatsApp im deutschen Satzbau
Jetzt wird es knifflig. Wie binden wir diesen englischen Eigennamen in unsere deutsche Grammatik ein? Es ist fast so kompliziert wie das fachgerechte Zerlegen einer Ananas.
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Der Artikel: Welches Geschlecht hat WhatsApp? Die meisten Deutschen sagen “das WhatsApp” (bezogen auf das System/Netzwerk) oder nutzen gar keinen Artikel (“Ich schicke es dir via WhatsApp”). Seltener hört man “die WhatsApp”, womit dann meist die einzelne Nachricht gemeint ist.
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Der Genitiv: Hier scheiden sich die Geister. Schreibt man “die Funktionen von WhatsApp” oder “WhatsApps Funktionen”? Laut Duden wird bei Eigennamen auf -p im Genitiv ein -s angehängt: WhatsApps neue Funktionen. Das sieht durch das Doppel-S am Ende (vom “Whats”) und dem “s” am Ende etwas gewöhnungsbedürftig aus, ist aber korrekt.
Das Verb “whatsappeln”: Ein neuer Trend?
Sprache lebt. Genau wie ein Apfelbaum über die Jahre wächst und neue Triebe bildet, entstehen neue Verben. Während man im Englischen einfach sagt “I’ll WhatsApp you”, hat sich im Deutschen das Wort “whatsappeln” (oder seltener “whatsappn”) eingebürgert.
Der Duden hat das Wort “whatsappeln” bisher noch nicht offiziell in den Kern-Wortschatz aufgenommen (im Gegensatz zu “googeln”), aber es wird im Rechtschreibduden als umgangssprachlich geführt. Die korrekte Konjugation wäre demnach: “Ich whatsappele dir später das Foto von dem Obstsalat.”
Tipps für die richtige Schreibweise im Alltag
Damit Sie nie wieder ins Grübeln kommen, hier meine persönlichen Merk-Tipps:
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Tipp 1: Die Eselsbrücke. Denken Sie an “Zwei Wörter, zwei Großbuchstaben”. Das Wie und das App.
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Tipp 2: Autokorrektur nutzen. Die meisten Smartphones korrigieren “whatsapp” automatisch zu “WhatsApp”. Wenn Sie diese Funktion also nicht deaktiviert haben, hilft Ihnen die Technik dabei, so präzise zu sein wie ein Laser beim Sortieren von Kirschen.
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Tipp 3: Im Zweifel die Kleinschreibung vermeiden. “whatsapp” (alles klein) wirkt in geschäftlichen E-Mails oft etwas nachlässig.
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Tipp 4: Vorsicht bei zusammengesetzten Wörtern. Wenn Sie über “WhatsApp-Nachrichten” schreiben, nutzen Sie laut deutscher Rechtschreibung einen Bindestrich zwischen dem Eigennamen und dem Substantiv. So bleibt der Markenname klar erkennbar, wie eine einzelne Erdbeere auf einer Sahnetorte.
Warum ist die korrekte Schreibweise überhaupt wichtig?
Man könnte meinen, es sei egal, ob das “A” groß oder klein ist. Doch in der digitalen Kommunikation ist Klarheit Trumpf. Wenn Sie über Sicherheits-Features oder die Installation eines Kontakt-Addons schreiben, wirkt die korrekte Schreibweise vertrauenerweckend. Es zeigt, dass Sie sich mit der Materie auseinandergesetzt haben. Es ist der Unterschied zwischen einer liebevoll angerichteten Obstplatte und einem Haufen wahllos zusammengewürfelter Früchte.
Fazit
Die Antwort auf die Frage nach der korrekten Schreibweise ist eindeutig: WhatsApp. Mit großem “W”, großem “A” und ohne Apostroph. Egal ob Sie gerade eine Anleitung zur Account-Rettung verfassen oder einfach nur Ihren Freunden von Ihrem neuen Gartenprojekt mit Zitronenbäumen erzählen – mit der richtigen Schreibweise machen Sie immer eine gute Figur.
Sprache ist das Werkzeug, mit dem wir unsere Welt ordnen. Und in dieser Welt ist WhatsApp ein fester Bestandteil geworden. Schreiben wir es also so, wie es die Erfinder gedacht haben – mit Respekt vor dem großen “A”.

