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PXE Boot & Automated Install: Bare-Metal Setups skalieren

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PXE Boot (Preboot Execution Environment) ermöglicht die automatische Installation von Linux-Servern auf Bare-Metal-Hardware. In Kombination mit Kickstart (für RHEL/CentOS) oder Preseed (für Debian/Ubuntu) lassen sich skalierbare, reproduzierbare Deployments realisieren. Dies ist ideal für Rechenzentren, Testumgebungen oder hybride Clouds, in denen schnelle Provisionierung notwendig ist.

1. PXE Boot Grundlagen

PXE ermöglicht es einem Client, über das Netzwerk ein Betriebssystem zu booten, ohne dass ein lokales Medium erforderlich ist. Der Client erhält eine IP über DHCP, lädt ein Boot-Image über TFTP und startet anschließend den Installer.

2. Infrastruktur vorbereiten

Ein PXE-Setup erfordert einige zentrale Komponenten:

Beispiel DHCP-Konfiguration für PXE

subnet 192.168.100.0 netmask 255.255.255.0 {
  range 192.168.100.50 192.168.100.200;
  option routers 192.168.100.1;
  filename "pxelinux.0";
  next-server 192.168.100.10;
}

3. TFTP-Server und PXELINUX einrichten

PXELINUX ist ein populärer Bootloader für PXE-Umgebungen. Er lädt Kernel und initrd und kann verschiedene Bootoptionen bereitstellen.

yum install -y syslinux-tftpboot tftp-server
mkdir -p /var/lib/tftpboot/pxelinux.cfg
cp /usr/share/syslinux/pxelinux.0 /var/lib/tftpboot/
systemctl enable --now tftp.socket

Konfiguration der Boot-Optionen:

cat > /var/lib/tftpboot/pxelinux.cfg/default <

4. Automatisierte Installation mit Kickstart

Kickstart-Dateien definieren Installation, Partitionierung, Benutzerkonten und Pakete automatisch.

install
text
lang en_US.UTF-8
keyboard us
network --bootproto=dhcp
rootpw --plaintext MySecurePass
firewall --enabled --service=ssh
selinux --enforcing
timezone Europe/Berlin
bootloader --location=mbr

clearpart --all --initlabel
part / --fstype=ext4 --size=20000
part swap --size=4096

%packages
@core
vim
wget
%end

5. Preseed für Debian/Ubuntu

Für Debian-basierte Systeme wird Preseed genutzt, um ähnliche Automatisierungen zu erreichen.

d-i netcfg/get_hostname string server01
d-i netcfg/get_domain string example.com
d-i passwd/root-password password MySecurePass
d-i passwd/root-password-again password MySecurePass
tasksel tasksel/first multiselect standard
d-i pkgsel/include string vim htop curl
d-i pkgsel/upgrade select safe-upgrade

6. HTTP-Server für Installationsdateien

Kernel- und Paketdateien werden über HTTP bereitgestellt:

yum install -y httpd
mkdir -p /var/www/html/centos
cp -r /mnt/iso/* /var/www/html/centos/
systemctl enable --now httpd

7. Skalierung und parallele Installationen

PXE ermöglicht gleichzeitige Provisionierung mehrerer Nodes:

Tipps für große Deployments

8. Sicherheit im PXE Setup

9. Troubleshooting

PXE-Probleme lassen sich über Logs und Testtools analysieren:

10. Best Practices für Profis

Mit PXE Boot und automatisierten Installationsprofilen lassen sich Linux-Server auf Bare-Metal effizient, reproduzierbar und skalierbar bereitstellen. Durch Best Practices, Sicherheitsmaßnahmen und Integration in DevOps-Prozesse können Unternehmen ihre Infrastruktur schnell und konsistent aufbauen, ohne manuelle Eingriffe bei jeder Installation.

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