Ein Raspberry Pi im Set klingt nach dem perfekten Abkürzer: auspacken, zusammenstecken, starten. Genau deshalb fragen sich viele Einsteiger (und auch Fortgeschrittene), ob sich ein Raspberry Pi Starter-Kit von deutschen Händlern wirklich lohnt – oder ob man besser alles einzeln kauft. Die Antwort hängt weniger vom Pi selbst ab als von der Qualität und Passgenauigkeit der beiliegenden Komponenten: Netzteil, microSD-Karte, Gehäuse, Kühlung, HDMI-Kabel, Kartenleser und manchmal sogar Tastatur/Maus. Gerade in Deutschland spielen außerdem Faktoren wie EU-Stecker, verlässliche Gewährleistung, schnelle Lieferung und die Wahrscheinlichkeit von Originalzubehör eine größere Rolle als bei internationalen Marktplätzen. Dieser Leitfaden zeigt, welche Kit-Typen es gibt, welche Bestandteile für einen stabilen Start entscheidend sind, wo typische Kostenfallen liegen (z. B. „zu kleine microSD“, schwaches Netzteil, ungeeignete Kühlung) und wie Sie anhand Ihres Projekts entscheiden, ob ein Starter-Set vom deutschen Händler den Aufpreis wert ist.
Was ist ein Starter-Kit überhaupt? Set, Bundle, Essentials oder Desktop-Kit
Deutsche Händler verwenden unterschiedliche Begriffe: „Bundle“, „Set“, „Starterkit“, „Essentials Kit“ oder „Desktop Kit“. Inhaltlich lassen sich die Angebote meist in drei Kategorien einordnen:
- Board-Bundle: Raspberry Pi + wenige Kernteile (z. B. Netzteil, ggf. Gehäuse). Beispiel: Reichelt führt Pi-5-Bundles, die „alles für den Start“ versprechen, aber je nach Bundle-Ausführung unterschiedlich umfangreich sind: Raspberry Pi 5 Bundle bei Reichelt.
- Starter-Kit (typisch): Pi + Netzteil + Gehäuse + microSD (oft mit Raspberry Pi OS) + HDMI-Kabel + Kartenleser. Beispiel: Ein Pi-5-Starterkit mit 64-GB-microSD und offiziellem 27W-Netzteil wird so beschrieben: Raspberry Pi 5 Starterkit (BerryBase).
- Desktop-Kit: zusätzlich oft Tastatur, Maus und teilweise „fertige“ Speicherkarte. Conrad listet solche Kits mit expliziten Bestandteilen (Tastatur/Maus/HDMI/Netzteil/Gehäuse) auch für neuere Modelle: Raspberry Pi Starter Kits bei Conrad.
Warum deutsche Händler für Starter-Kits häufig sinnvoll sind
Ein Starter-Kit ist besonders dann wertvoll, wenn es typische Einsteigerfehler zuverlässig ausschließt. Bei deutschen Händlern profitieren viele Käufer von klaren Produktbeschreibungen, EU-Varianten (Stecker, Netzteil), schnellen Retourenwegen und nachvollziehbarer Gewährleistung. Das ist nicht nur Komfort, sondern reduziert Risiken wie falsche Netzteile, ungeeignete Kabel oder zweifelhafte Speicherkarten.
- EU-Stecker und kompatible Netzteile: Gerade beim Raspberry Pi 5 ist ein korrekt dimensioniertes Netzteil entscheidend. Viele Starterkits nennen explizit ein 27W-USB-C-Netzteil als Bestandteil: Beispiel: 27W-Netzteil im Kit.
- Klare Händlerstruktur und Support: Für Einsteiger ist es wertvoll, wenn ein Ansprechpartner bei Inbetriebnahmefragen erreichbar ist.
- Verfügbarkeit von Originalzubehör: Einige Shops heben explizit hervor, dass sie als „Approved Reseller“ Originalprodukte führen, z. B. hier: Offizieller Reseller-Hinweis (funk24).
Wenn Sie besonders sicher gehen möchten, ist der Blick auf die offizielle Reseller-Liste hilfreich. Raspberry Pi führt „Approved Resellers“ nach Land – für Deutschland können Sie dort gezielt nach vertrauenswürdigen Partnern suchen: Raspberry Pi Approved Resellers (Deutschland).
Die wichtigsten Kit-Bestandteile – und woran Sie Qualität erkennen
Ein gutes Starter-Set steht und fällt mit Details. Auf Produktfotos sehen viele Kits gleich aus, aber die Unterschiede zeigen sich in Spezifikationen und Alltagstauglichkeit.
Netzteil: Der häufigste Stabilitätsfaktor
Ein unterdimensioniertes Netzteil verursacht oft diffuse Probleme: Neustarts, USB-Aussetzer, Dateisystemfehler. Beim Raspberry Pi 5 ist ausreichende Leistung besonders relevant, wenn Sie SSDs oder andere USB-Geräte ohne eigene Stromversorgung nutzen. Achten Sie darauf, ob im Kit ein 27W-USB-C-Netzteil genannt wird (typisch für Pi 5), wie es in mehreren Kit-Beschreibungen vorkommt: Raspberry Pi 5 Official Kit (Welectron).
microSD-Karte: Geschwindigkeit, Kapazität und „vorinstalliertes OS“
Viele Kits enthalten eine microSD-Karte, teils mit vorinstalliertem Raspberry Pi OS. Das ist praktisch, weil Sie sofort booten können. Gleichzeitig sollten Sie prüfen:
- Kapazität: 32 GB sind oft das Minimum, 64 GB ist für viele Einsteiger komfortabler, insbesondere bei Desktop-Nutzung oder größeren Projekten.
- Qualität: Eine No-Name-Karte kann langfristig mehr Ärger als Ersparnis verursachen.
- „OS inklusive“: Einige Starterkits nennen die microSD explizit „inkl. Pi OS“: Pi-5-Starterkit mit 64GB und Pi OS (Rasppishop).
Gehäuse und Kühlung: Nicht nur Optik, sondern Performance
Beim Raspberry Pi 5 kann Kühlung über Dauerleistung entscheiden. Ein Kit mit Gehäuse ist gut, ein Kit mit sinnvoller Kühlstrategie ist besser. Manche „Official Kits“ kombinieren Pi, Netzteil und Gehäuse, sodass zumindest Grundkühlung und Passform stimmen: Official Kit als Paket (Welectron). Für anspruchsvollere Anwendungen kann zusätzlich ein dedizierter Kühler sinnvoll sein, insbesondere bei 24/7-Last oder warmem Standort.
HDMI-Kabel und Adapter: Kleines Teil, große Wirkung
Gerade bei Pi 4 und Pi 5 sind Micro-HDMI-Kabel relevant. Billige Kabel führen häufiger zu Bildaussetzern oder „kein Signal“. Kits, die ein „offizielles Micro HDMI-Kabel“ nennen, reduzieren das Risiko, wie es z. B. in Kit-Beschreibungen betont wird: Starterkit mit HDMI-Kabel (BerryBase).
Kartenleser und Kleinteile: Komfort, der Zeit spart
Ein microSD-Kartenleser im Kit wirkt banal, ist aber praktisch, wenn Ihr Laptop keinen SD-Slot hat. Ebenso nützlich: Distanzbolzen, Schrauben, Heatpads, kleine Adapter. Achten Sie darauf, ob solche Teile explizit genannt werden, statt nur „Zubehör“ zu versprechen.
Was kostet „alles einzeln“? So rechnen Sie fair gegen ein Kit
Ein Kit lohnt sich dann, wenn es entweder günstiger ist als Einzelkauf oder wenn es durch bessere Passform/Qualität Folgekosten vermeidet. Um fair zu vergleichen, rechnen Sie nicht nur den Pi, sondern das komplette „startfähige“ Setup.
Ein einfaches Vergleichsmodell
Sie können die Gesamtkosten als Summe der Komponenten sehen:
Dabei steht P für Raspberry Pi (Board), N für Netzteil, S für Speicher (microSD), G für Gehäuse/Kühlung, H für HDMI-Kabel und Z für Zubehör (Kartenleser, Schrauben). Ein Starterkit bündelt diese Positionen häufig und spart Ihnen zumindest Suchzeit und Fehlkäufe. Wenn ein Kit etwa bereits eine 64-GB-microSD „inkl. Pi OS“, Gehäuse, Netzteil und Kabel enthält, ist es meist näher an einem „sofort startklar“-Preis als viele Einzelteile, die Sie sonst erst zusammensuchen müssten: Beispiel: kompletter Kit-Inhalt.
Wann sich ein Starter-Kit besonders lohnt
Ein Starter-Kit ist keine Pflicht, aber in bestimmten Situationen objektiv sinnvoll. Typischerweise profitieren diese Gruppen am meisten:
- Einsteiger ohne Teilekiste: Wer weder microSD noch passendes Netzteil, HDMI-Kabel oder Kartenleser besitzt, spart mit einem Set oft die meisten Nerven.
- Eltern, Schulen, Workshops: Einheitliche Kits reduzieren Supportaufwand, weil alle Teilnehmenden dieselben Komponenten nutzen.
- Projektstart mit Zeitdruck: Wenn Sie „heute bestellen, morgen starten“ wollen, ist ein Kit mit klarer Stückliste praktisch.
- Pi 5 mit Anspruch: Wenn ein Kit explizit ein geeignetes Netzteil und passendes Gehäuse für den Pi 5 enthält, ist das Risiko für Unterspannung und Wärmeprobleme geringer.
Wann Einzelkauf die bessere Wahl ist
Ein Set kann auch überflüssig sein – insbesondere, wenn Sie bereits Know-how oder Zubehör haben und gezielt optimieren wollen.
- Sie wollen von SSD booten: Dann ist die im Kit enthaltene microSD möglicherweise nur Übergangslösung. Beim Pi 5 wird SSD-Boot via PCIe/M.2 zunehmend attraktiv; Raspberry Pi hebt SSD-Optionen und PCIe-Kontext auf der Produktseite hervor: Raspberry Pi 5: Produktinfos (inkl. PCIe/SSD-Kontext).
- Sie haben bereits hochwertiges Zubehör: Ein gutes USB-C-Netzteil, ein leises Alu-Case oder schnelle Speicherkarten machen Kit-Komponenten redundant.
- Sie brauchen Spezialgehäuse: Hutschienenmontage, Outdoor-Gehäuse, Rack/Industrie – Standard-Kits passen hier selten.
- Sie optimieren auf Lautstärke: Manche Kits enthalten Lüfter, die für Wohnzimmerbetrieb zu hörbar sind.
Typische Schwachstellen in Starter-Kits – und wie Sie sie vor dem Kauf erkennen
Auch bei deutschen Händlern gibt es Kits, die nicht optimal zusammengestellt sind. Achten Sie auf konkrete Angaben statt allgemeiner Floskeln.
- Unklare Netzteilspezifikation: „USB-C-Netzteil“ ohne Watt/Ampere-Angabe ist ein Warnsignal, besonders beim Pi 5.
- Sehr kleine microSD: 16 GB oder 32 GB können schnell knapp werden; 64 GB ist oft ein praktischer Standard für Einsteiger.
- Gehäuse ohne Kühlstrategie: Ein geschlossenes Case ohne Heatpad/Heatsink oder Lüfter kann Temperaturen verschlechtern.
- Billige HDMI-Kabel: Wenn kein hochwertiges Kabel genannt wird, planen Sie ggf. Ersatz ein.
- Marketing statt Liste: Gute Kits listen Bestandteile klar (Gehäuse, Netzteil, Kartenleser, Kabel) – wie es etwa bei Starterkits der Fall ist, die „inkl. Pi OS“, „Gehäuse“, „Netzteil“ und „HDMI-Kabel“ ausdrücklich erwähnen: Beispiel: detaillierte Kit-Beschreibung.
Deutsche Händlerlandschaft: Welche Arten von Anbietern gibt es?
In Deutschland finden Sie Starter-Kits typischerweise bei drei Anbietergruppen. Jede hat Stärken, die je nach Käuferprofil relevant sein können.
- Elektronik-Distributoren: oft große Lager, verlässliche Lieferung, breite Auswahl (z. B. Bundles bei Reichelt): Pi-5-Bundle (Reichelt).
- Maker- und Raspberry-Pi-Spezialshops: häufig sehr praxisnahe Kits, Zubehörkompetenz und Community-Nähe (z. B. Welectron mit „Official Kit“): Official Kit (Welectron).
- Große Retailer/Marktplätze: bieten Sets mit breiter Verfügbarkeit, aber teils wechselnde Lieferanten und Varianten (Conrad-Kategorielisten als Beispiel): Starter Kit Übersicht (Conrad).
Wenn Ihnen Originalware und verlässliche Quellen besonders wichtig sind, nutzen Sie zusätzlich die offizielle Reseller-Suche von Raspberry Pi: Approved Resellers in Deutschland.
Praxis-Checkliste: So entscheiden Sie in 5 Minuten, ob ein Starter-Kit passt
- Modell und RAM festlegen: Pi 4 oder Pi 5? 4 GB oder 8 GB? (Leistungsbedarf und Preis unterscheiden sich deutlich.)
- Netzteil prüfen: Für Pi 5 bevorzugt 27W-USB-C; für Pi 4 ein passendes USB-C-Netzteil mit ausreichender Reserve.
- Speicher realistisch wählen: Mindestens 32 GB, häufig sinnvoll: 64 GB (oder SSD-Plan).
- Kühlung bewerten: Gehäuse mit sinnvoller Wärmeabfuhr, besonders bei Pi 5 und Dauerlast.
- Lieferumfang abgleichen: HDMI-Kabel, Kartenleser, Kleinteile – alles dabei, was Ihnen aktuell fehlt?
- Seriösität/Quelle: bevorzugt Approved Reseller oder etablierte deutsche Händler mit klaren Produktdaten.
Weiterführende Ressourcen (Outbound-Links)
- Raspberry Pi Approved Resellers (Deutschland)
- Raspberry Pi 5: Offizielle Produktseite (Features, OS, PCIe/SSD-Kontext)
- Beispiel-Bundle bei deutschem Distributor (Reichelt)
- Beispiel-Starterkit mit Pi OS und Zubehör (BerryBase)
- Beispiel „Official Kit“ (Welectron)
- Starter-Kit-Kategorieübersicht (Conrad)
- Reseller-Statement zu Originalware (funk24)
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