Routing-Audit-Checkliste: 30 Punkte zur Bewertung der Routing-Gesundheit

Ein Routing-Audit ist ein essenzieller Bestandteil der Netzwerkpflege und -sicherheit. Es ermöglicht die systematische Überprüfung der Routing-Architektur, der Konfigurationen und der operativen Gesundheit. Ziel ist es, Inkonsistenzen, Fehlkonfigurationen oder Performance-Engpässe frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Diese Checkliste mit 30 Punkten bietet eine praxisorientierte Grundlage, um die Routing-Gesundheit in kleinen bis großen Netzwerken strukturiert zu bewerten.

1. Routing-Protokoll-Status

  • OSPF/BGP/EIGRP/NHRP: Prüfen, ob alle Protokolle aktiv und stabil laufen
  • Neighbor/Peer Status kontrollieren: Keine flappenden oder inaktive Nachbarn
  • Timers und Intervals überprüfen (Hello, Dead, Keepalive)
  • Authentifizierung korrekt konfiguriert (MD5 oder Keychain)

2. Routing-Tabelle

  • Alle erwarteten Routen vorhanden und korrekt
  • Next-Hop-Konsistenz prüfen
  • Keine redundanten oder überflüssigen Routen
  • Default-Routen korrekt gesetzt
  • Administrative Distance und Prioritäten nachvollziehbar

3. Route Summarization & Aggregation

  • Summarization korrekt angewendet
  • Keine Blackholes durch Null Routes
  • Reduzierung von LSA/Update-Flooding bei OSPF/BGP

4. Redistribution & Policy

  • Redistribution zwischen Protokollen sauber implementiert
  • Route-Maps und Tags prüfen
  • Filterlisten (Prefix-List, ACLs) korrekt angewendet
  • Loop-Vermeidung durch Policy oder Tags

5. BGP-spezifische Checks

  • Peerings korrekt etabliert (eBGP/iBGP)
  • Max-Prefix Einstellungen und Limits überprüft
  • Local Preference, MED und AS-Path korrekt angewendet
  • Communities für Traffic-Steering dokumentiert

6. Failover & Redundanz

  • HSRP/VRRP/GLBP korrekt konfiguriert
  • Convergence-Zeiten innerhalb SLA
  • Link Redundancy (Active/Standby vs. Active/Active) überprüft
  • Dual-Homed WAN oder ISP Failover getestet

7. Security & Segmentation

  • ACLs auf Routing- und Border-Routern validieren
  • VRF-Lite Segmentierung korrekt implementiert
  • Inter-VRF Leaks verhindert
  • NAT oder Firewall Policy im Zusammenhang mit Routing geprüft

8. Monitoring & Alerts

  • Syslog/Telemetry konfiguriert und Events gesammelt
  • Neighbor Down, Route Change, Flaps überwacht
  • NetFlow oder sFlow zur Traffic-Analyse aktiv
  • Alerts und Thresholds getestet

9. Performance & Capacity

  • Routing Table Size vs. Device Capability
  • CPU und Memory auf Routern beobachtet
  • Top Prefixes und Traffic-Pfade identifiziert
  • Routing SLA und Latenz überprüft

10. Dokumentation & As-Built

  • Aktuelle Topologie-Diagramme vorhanden
  • As-Built-Konfigurationen auf dem neuesten Stand
  • Routen-, Policy- und ACL-Dokumentation vorhanden
  • Change-Logs und Testnachweise archiviert

Praktische CLI-Checks

Die folgenden CLI-Befehle dienen als Beispiele für die Überprüfung der Routing-Gesundheit:

! OSPF Neighbor Status
show ip ospf neighbor

! BGP Peer Summary
show ip bgp summary

! Routing Table Übersicht
show ip route

! Prüfen von Redistribution
show running-config | include redistribute

! HSRP/VRRP Status
show standby brief
show vrrp brief

! Interface & MTU Checks
show interfaces
ping  df-bit

Empfohlene Vorgehensweise

  • Audit regelmäßig durchführen, z. B. quartalsweise oder nach Changes
  • Checkliste Punkt für Punkt abarbeiten, Dokumentation anfertigen
  • Fehlerhafte Punkte priorisieren und abarbeiten
  • Testfälle reproduzieren und Ergebnisse festhalten
  • Audit-Ergebnisse mit Team und Management teilen, um Verbesserungen abzuleiten

Mit dieser 30-Punkte-Checkliste lässt sich die Routing-Gesundheit umfassend evaluieren. Sie deckt sowohl Protokoll- und Tabellen-Checks als auch Redundanz, Sicherheit, Monitoring und Dokumentation ab. Durch regelmäßige Audits können Netzwerktechniker proaktiv Risiken minimieren, Stabilität erhöhen und die Betriebssicherheit nachhaltig verbessern.

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