Ein VPN (Virtual Private Network) ist im Jahr 2026 weit mehr als nur ein Werkzeug, um Ländersperren bei Netflix zu umgehen. Es ist deine persönliche Verschlüsselungs-Tunnel, der deine Daten in öffentlichen WLANs (Cafés, Flughäfen) vor Hackern schützt und verhindert, dass Werbenetzwerke dein Surfverhalten lückenlos tracken können.
Hier erfährst du, wie du ein VPN einrichtest, die Fallstricke vermeidest und die besten Apps für maximale Sicherheit nutzt.
1. Die Wahl des richtigen VPN-Anbieters
Nicht alle VPNs sind sicher. “Kostenlose” Anbieter bezahlen ihren Dienst oft durch den Verkauf deiner Browser-Daten. Für echte Sicherheit solltest du auf Anbieter mit einer No-Logs-Policy (keine Protokollierung) setzen.
Top-Empfehlungen für 2026:
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Mullvad VPN: Der Goldstandard für Anonymität. Keine E-Mail-Adresse nötig, Bezahlung sogar per Bargeld möglich.
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NordVPN: Bietet 2026 extrem schnelle Verbindungen und einen integrierten Bedrohungsschutz gegen Malware.
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Proton VPN: Stammt von den Machern von ProtonMail aus der Schweiz und bietet eine sehr vertrauenswürdige Gratis-Version ohne Datenlimit.
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Google One VPN: In vielen Google One Abos enthalten und direkt in die Android-Systemeinstellungen integriert.
2. VPN einrichten: Schritt-für-Schritt
Sobald du dich für einen Anbieter entschieden hast, ist die Einrichtung kinderleicht:
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App installieren: Lade die App über die oben genannten Links im Google Play Store herunter.
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Berechtigung erteilen: Beim ersten Verbindungsversuch zeigt Android eine Systemmeldung: “Verbindungsanfrage: [App] möchte eine VPN-Verbindung einrichten”. Bestätige dies mit OK.
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Standort wählen: Wähle einen Server (z. B. Deutschland für Sicherheit oder USA für internationales Streaming).
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Verbindung prüfen: In deiner Statusleiste erscheint nun ein kleines Schlüssel-Symbol. Das ist das Zeichen, dass dein Tunnel steht.
3. Die “Kill Switch”-Funktion: Deine Lebensversicherung
Was passiert, wenn die VPN-Verbindung kurz abbricht? Ohne Schutz würde dein Handy sofort wieder über die normale, ungeschützte Leitung funken.
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So sicherst du dich ab: Gehe zu Einstellungen > Netzwerk & Internet > VPN.
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Konfiguration: Tippe auf das Zahnrad-Symbol neben deinem VPN-Anbieter.
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Aktivierung: Schalte „Immer eingeschaltetes VPN“ und – ganz wichtig – „Verbindungen ohne VPN blockieren“ (Kill Switch) ein. Nun fließen Daten nur noch, wenn der Schutz aktiv ist.
4. Split Tunneling: Das Beste aus beiden Welten
Manchmal macht ein VPN Probleme, zum Beispiel bei Banking-Apps, die einen deutschen Standort ohne VPN erzwingen.
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Lösung: Nutze in den Einstellungen deiner VPN-App die Funktion Split Tunneling.
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Funktion: Du kannst gezielt festlegen, welche Apps (z. B. dein Browser) das VPN nutzen sollen und welche (z. B. die Banking-App oder Google Maps) am VPN vorbeigeführt werden.
5. Privates DNS vs. VPN
Wenn du nur Tracking und Werbung blockieren willst, ohne die Geschwindigkeit eines VPNs zu verlieren, kannst du auch ein verschlüsseltes DNS nutzen.
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Einstellung: Einstellungen > Netzwerk & Internet > Privates DNS.
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Empfehlung: Gib dort
dns.adguard.comein, um systemweit Werbung zu blockieren, oder besuche AdGuard für weitere Infos.
Fazit
Ein VPN unter Android 16 ist nur dann “richtig” genutzt, wenn der Kill Switch aktiv ist und du einem vertrauenswürdigen Anbieter wie Mullvad oder Proton vertraust. Es schützt nicht nur deine Privatsphäre, sondern gibt dir im Web auch deine Freiheit zurück.












