Pinterest wird in Deutschland häufig unterschätzt – dabei ist die Plattform für viele Branchen ein echter Traffic-Booster. Besonders im Bereich DIY, Einrichtung, Mode, Food, Reisen, Hochzeiten oder Online-Shopping suchen Nutzer aktiv nach Inspirationen und speichern passende Inhalte direkt auf ihren Pinnwänden. Genau das ist der große Vorteil: Pinterest funktioniert eher wie eine visuelle Suchmaschine als wie ein klassisches soziales Netzwerk. Wenn du auf deiner WordPress-Website viele Bilder nutzt (z. B. in Galerien, Portfolios oder Produktpräsentationen), kannst du diesen Effekt gezielt verstärken – indem du Besuchern ermöglichst, Bilder direkt aus einem Slider heraus zu pinnen. Genau dafür ist das Soliloquy Pinterest Addon gedacht. Es ergänzt deine Soliloquy-Slider um eine Pinterest-Funktion, sodass Nutzer deine Inhalte mit wenigen Klicks speichern können. In diesem Artikel lernst du ausführlich, wie das Addon funktioniert, wie du es sinnvoll einsetzt, wie du Pins optimal vorbereitest und wie du dabei Performance, SEO und Datenschutz im Blick behältst.
1. Grundlagen: Was das Soliloquy Pinterest Addon ist und warum es sich lohnt
Soliloquy ist ein WordPress-Plugin zur Erstellung von Slidern, das häufig für Bildergalerien, Portfolio-Slides oder Hero-Bereiche genutzt wird. Das Pinterest Addon erweitert Soliloquy um eine klare Social-Funktion: Besucher können Bilder direkt aus deinem Slider heraus auf Pinterest pinnen. Das klingt zunächst wie ein kleines Feature, kann aber einen großen Effekt haben. Denn jedes Pin ist gleichzeitig ein potenzieller Traffic-Kanal zurück zu deiner Website. Wenn Nutzer deine Bilder speichern, tauchen sie später in Pinterest-Suchen auf, werden weiter geteilt und können über Monate oder sogar Jahre hinweg Besucher bringen. Gerade bei Evergreen-Inhalten ist das ein riesiger Vorteil gegenüber reinem Social-Media-Posting.
Für welche Websites ist Pinterest besonders interessant?
- Blogs mit Rezepten, DIY-Anleitungen oder Wohnideen
- Online-Shops mit optisch starken Produkten
- Hochzeitsdienstleister (Deko, Locations, Fotografen)
- Interior Design, Architektur und Home & Living
- Mode, Beauty und Lifestyle
- Reiseblogs und Erlebnisanbieter
Mehr Informationen zu Soliloquy findest du hier: Soliloquy (offizielle Website) und die Dokumentation hier: Soliloquy Dokumentation.
2. Warum Pinterest-Buttons im Slider so effektiv sind (Traffic-Strategie)
Viele Pinterest-Integrationen in WordPress sind statisch: Du hast einen „Pin it“-Button irgendwo im Beitrag oder ein Plugin, das Bilder beim Hover pinbar macht. Das Problem dabei: Nutzer müssen erstmal das richtige Bild finden, dann hoffen, dass die Pinterest-Funktion sauber greift. Im Slider ist der Moment anders: Der Nutzer sieht ein ausgewähltes, starkes Bild in groß – und genau dann ist er am ehesten bereit, es zu speichern. Das Pinterest Addon setzt genau dort an: Es macht das Speichern direkt im Slider möglich, ohne Umwege. Dadurch erhöhst du die Chance, dass deine besten Bilder gepinnt werden – also genau die Inhalte, die dich am besten repräsentieren. Zusätzlich wirkt das Feature modern und nutzerfreundlich, weil Besucher direkt interagieren können.
Vorteile von „Pin direkt aus dem Slider“
- Mehr Pins für die visuell stärksten Inhalte
- Weniger Reibung (kein Bild suchen, kein Scrollen)
- Bessere interne Verbreitung von Evergreen-Inhalten
- Zusätzlicher Traffic-Kanal über Monate hinweg
- Social Proof: „Dieses Bild ist pin-würdig“
Pinterest als visuelle Suchmaschine
Wenn du Pinterest strategisch nutzen willst, lohnt sich ein Blick in die offiziellen Business-Ressourcen: Pinterest Business.
3. Einrichtung: Soliloquy Slider pin-fähig machen (Addon aktivieren und konfigurieren)
Die Einrichtung des Pinterest Addons läuft in der Regel über die Soliloquy-Addon-Verwaltung. Dort aktivierst du die Erweiterung und bekommst anschließend neue Optionen im Slider-Editor. Ziel ist, dass in deinem Slider ein Pinterest-Button oder ein Pin-Overlay erscheint, mit dem Nutzer das aktuell sichtbare Bild speichern können. Je nach Setup kannst du auch definieren, welche Informationen an Pinterest übergeben werden – etwa Bild, Beschreibung und Ziel-URL. Hier solltest du sorgfältig arbeiten, denn Pinterest lebt von guten Beschreibungen und klaren Zielseiten. Wenn du einfach nur „Bild 1“ pinnen lässt, verschenkst du Potenzial. Wenn du dagegen saubere Pin-Texte und Landingpages hast, kann Pinterest langfristig hochwertige Besucher liefern.
Typische Schritte bei der Einrichtung
- Pinterest Addon in Soliloquy aktivieren
- Slider öffnen oder neu erstellen
- Pinterest-Optionen im Slider aktivieren
- Button-Position wählen (Overlay, Ecke, unter dem Bild)
- Slider speichern und Frontend testen
Praxis-Tipp: Pinterest nur bei passenden Slidern aktivieren
Nicht jeder Slider muss pinbar sein. Für reine Hero-Slider oder Banner mit Text kann Pinterest stören. Besonders sinnvoll ist es bei Galerien, Portfolios und Content-Slidern mit starken Bildern.
4. Pin-Optimierung: Bilder, Beschreibungen und Zielseiten richtig vorbereiten
Damit Pinterest wirklich Traffic bringt, reicht die technische Funktion allein nicht aus. Pinterest ist stark suchgetrieben – und das bedeutet: Der Pin muss zum Suchverhalten passen. Dafür brauchst du optimierte Bilder (möglichst hochkant oder zumindest nicht zu flach), sinnvolle Beschreibungen und eine Zielseite, die den Nutzer wirklich abholt. Wenn jemand ein Rezept pinnt, erwartet er später das vollständige Rezept. Wenn jemand eine Einrichtungsidee pinnt, erwartet er Inspiration, weitere Bilder und klare Infos. Deshalb solltest du schon beim Erstellen deiner Slider-Bilder bedenken, dass sie auch auf Pinterest funktionieren. Besonders wichtig ist ein klares Motiv, gute Bildqualität und ein sinnvoller Kontext.
Best Practices für Pinterest-taugliche Bilder
- Hohe Bildqualität (aber komprimiert für Web)
- Klare Motive ohne zu viel Chaos im Bild
- Wenn Text im Bild: kurz, groß, gut lesbar
- Lieber Hochformat/Portrait als extremes Querformat
- Einheitlicher Look sorgt für Markenwiedererkennung
Warum Alt-Texte und Beschreibungen helfen
Auch wenn Pinterest primär visuell ist, spielen Texte eine große Rolle für Auffindbarkeit. Pflege daher Bildbeschreibungen, sinnvolle Dateinamen und – wenn möglich – Alt-Texte. Grundlagen zu Alt-Texten und Bildern in WordPress findest du hier: WordPress Bild-Einstellungen.
Tool-Tipp: Bilder komprimieren
Ein schneller Weg, Bilder webfreundlich zu machen, ist TinyPNG.
5. UX & Design: Pinterest-Buttons so einbauen, dass sie nicht stören
Ein Pinterest-Button kann extrem nützlich sein – aber wenn er schlecht platziert ist, wirkt er wie Werbung oder stört das Design. Deshalb solltest du darauf achten, dass er dezent ist, aber sichtbar bleibt. In vielen Fällen ist eine Overlay-Position in einer Ecke ideal, am besten mit leichtem Hintergrund oder Hover-Effekt. Wichtig ist, dass Nutzer verstehen, was passiert: „Pin“ sollte eindeutig sein und nicht mit einem Share-Button verwechselt werden. Außerdem solltest du bedenken, dass Hover-Effekte auf Mobilgeräten nicht funktionieren. Auf Smartphones muss der Button also trotzdem gut bedienbar sein und darf nicht zu klein ausfallen. Ein professionelles Design bedeutet hier: gute Balance zwischen Funktion und Ästhetik.
Design-Empfehlungen für Pinterest im Slider
- Button in einer Ecke platzieren (nicht mittig)
- Ausreichend Abstand zum Rand (Touch-freundlich)
- Kontrast sicherstellen (Button muss sichtbar sein)
- Hover nur als Bonus nutzen, nicht als einzige Sichtbarkeit
- Button nur dort anzeigen, wo Pinning Sinn ergibt
Optional: Slider per CSS anpassen
Wenn du weiter individualisieren willst, hilft Custom CSS. Eine gute Referenz ist MDN: MDN Web Docs: CSS.
6. Performance & technische Sauberkeit: Pinterest-Funktionen ohne Ladezeit-Probleme
Jede zusätzliche Social-Funktion bringt potenziell zusätzliche Skripte mit – und das kann die Ladezeit beeinflussen. Gerade in WordPress-Projekten ist es wichtig, sparsam mit externen Ressourcen umzugehen, damit die Seite schnell bleibt. Wenn das Pinterest Addon zusätzliche Skripte lädt, solltest du den Slider gezielt einsetzen und nicht überall auf der Website aktivieren. Außerdem ist es sinnvoll, Bildgrößen zu optimieren und nicht zu viele Slides gleichzeitig zu laden. Denn ein Slider mit 15 Bildern plus Social-Funktion kann schnell schwer werden. Der beste Ansatz ist: wenige, starke Slides – und eine schnelle, elegante Pinterest-Interaktion.
Performance-Tipps für Pinterest-Slider
- Nur 6–10 Slides im Slider anzeigen
- Bilder vorher komprimieren
- Pinterest-Feature nur bei relevanten Slidern aktivieren
- Autoplay sparsam nutzen
- Caching aktivieren, um Ladezeit zu reduzieren
Hilfreiche Performance-Tools
Caching-Plugins als Unterstützung
7. Datenschutz in Deutschland: Pinterest, externe Skripte und Consent-Lösungen
In Deutschland ist Datenschutz ein wichtiger Punkt, sobald externe Plattformen ins Spiel kommen. Pinterest-Funktionen können externe Skripte oder Requests laden, wodurch personenbezogene Daten wie IP-Adressen übertragen werden könnten. Deshalb solltest du prüfen, wie genau das Pinterest Addon eingebunden ist. Je nach technischer Umsetzung kann es notwendig sein, Pinterest erst nach Zustimmung zu laden (Cookie Consent). Zusätzlich sollte die Datenschutzerklärung aktualisiert werden, wenn Pinterest als externer Dienst eingebunden ist. Das bedeutet nicht, dass Pinterest tabu ist – aber eine saubere Umsetzung schützt dich vor unnötigen Risiken und wirkt professionell.
Was du datenschutzseitig beachten solltest
- Datenschutzerklärung um Pinterest ergänzen
- Consent-Tool nutzen, wenn externe Inhalte geladen werden
- Pinning-Funktion nur einsetzen, wenn es strategisch sinnvoll ist
- Minimierung: nur notwendige Skripte laden
Hilfreiche Orientierung
Consent-Plugin (Beispiel)
Ein bekanntes WordPress-Plugin für Consent-Management ist Complianz GDPR/CCPA.
8. Troubleshooting: Wenn Pinning nicht funktioniert oder falsche Bilder gepinnt werden
Wenn das Pinning aus dem Slider nicht klappt, liegt das meistens an einer Kleinigkeit: Das Pinterest-Skript lädt nicht korrekt, Cache/Minify stört die Reihenfolge, oder das Bild wird nicht sauber an Pinterest übergeben. Auch kann es passieren, dass statt des Slider-Bildes ein anderes Bild von der Seite gepinnt wird – besonders wenn mehrere Bilder im gleichen Abschnitt vorhanden sind. Deshalb solltest du nach der Einrichtung unbedingt testen: auf Desktop, auf Mobil, in verschiedenen Browsern. Prüfe außerdem, ob Pinterest korrekt den Titel und die URL übernimmt. Wenn nicht, lohnt es sich, die Meta-Informationen deiner Seite zu optimieren (z. B. Open Graph, Rich Pins), damit Pinterest besser versteht, worum es geht.
Checkliste: Pinterest-Pinning funktioniert nicht
- Pinterest Addon aktiv und Slider gespeichert?
- Cache geleert (Plugin + Browser)?
- Minify/Combine testweise deaktivieren
- Slider-Bilder korrekt eingebunden und öffentlich erreichbar?
- Test in anderem Browser oder Inkognito-Modus
Rich Pins als Bonus
Wenn du Pinterest ernsthaft als Kanal nutzen willst, können „Rich Pins“ helfen, mehr Informationen anzuzeigen. Offizielle Infos: Pinterest Rich Pins.
Mit dem Soliloquy Pinterest Addon kannst du deine WordPress-Slider in einen echten Traffic-Hebel verwandeln: Besucher können Bilder direkt aus dem Slider pinnen, speichern und später wiederfinden – und jeder Pin kann neue Nutzer auf deine Website bringen. Besonders für visuelle Themen und Evergreen-Content ist das extrem wertvoll. Wenn du auf gute Bildqualität, sinnvolle Pin-Beschreibungen, eine saubere Einbindung und Datenschutz achtest, bekommst du ein Feature, das nicht nur „nice to have“ ist, sondern langfristig messbaren Nutzen bringt.

