GRE Tunnel auf Cisco Router: Wann sinnvoll, wann nicht

GRE (Generic Routing Encapsulation) ist ein Tunnelprotokoll, das beliebige Layer-3-Pakete in ein neues IP-Paket kapselt. Auf Cisco Routern wird GRE oft genutzt, um Routing-Protokolle, Multicast oder zusätzliche Netze sauber über ein IP-Netz (z. B. Internet, Provider-WAN) zu transportieren. Wichtig ist aber: GRE bietet keine Verschlüsselung. Wenn Vertraulichkeit oder Integrität benötigt wird, muss GRE typischerweise mit…

GRE over IPsec: Sichere Tunnel richtig kombinieren

GRE over IPsec kombiniert zwei Welten: GRE liefert ein flexibles Overlay-Interface (ideal für dynamisches Routing, Multicast und viele Netze), IPsec liefert Verschlüsselung und Integrität über das unsichere Underlay (Internet/Provider-WAN). Das gängige Design ist: GRE kapselt den eigentlichen „Overlay“-Traffic, und IPsec verschlüsselt anschließend die GRE-Pakete zwischen den Public-Endpoints. So bekommst du einen „echten“ Tunnel (wie ein…

DMVPN Grundlagen: Hub-and-Spoke skalierbar bauen

DMVPN (Dynamic Multipoint VPN) ist ein Cisco-Overlay-Design, mit dem du Hub-and-Spoke-Netze deutlich skalierbarer aufbauen kannst als mit vielen statischen Site-to-Site-Tunneln. Technisch kombiniert DMVPN mGRE (Multipoint GRE) für flexible Tunnel, NHRP (Next Hop Resolution Protocol) für dynamische Peer-Auflösung und IPsec für Verschlüsselung. Das Ergebnis: Spokes bauen zunächst einen sicheren Tunnel zum Hub auf und können –…

DMVPN Troubleshooting: NHRP, Tunnel-Status und typische Fehler

DMVPN-Probleme wirken oft „wie VPN kaputt“, sind aber in der Praxis meist eine Mischung aus Underlay-Erreichbarkeit, Tunnel-Interface-Status, NHRP-Registrierung und IPsec-Schutz. Ein solides Troubleshooting folgt deshalb einer festen Reihenfolge: erst Underlay (NBMA), dann Tunnel0 (GRE/mGRE), dann NHRP (Mappings/Registrierung), dann Routing (IGP/BGP), und erst am Ende IPsec-Counters/Policies. Mit dieser Systematik findest du typische Fehler in Minuten statt…

Split Tunneling: Konzepte und Risiken im Unternehmensnetz

Split Tunneling ist ein Remote-Access-VPN-Konzept, bei dem nur „Unternehmensverkehr“ durch den VPN-Tunnel geleitet wird, während Internet-Traffic des Clients direkt über den lokalen Anschluss läuft. Das spart Bandbreite und entlastet zentrale Gateways, erhöht aber die Angriffsfläche: Der Client ist gleichzeitig im Unternehmensnetz und im offenen Internet. Für ein sicheres Unternehmensdesign musst du Split Tunneling deshalb bewusst…

VPN Performance: MTU, Fragmentierung und Throughput verbessern

VPN-Performance-Probleme wirken oft wie „langsam“ oder „instabil“, haben aber sehr konkrete Ursachen: zu große Pakete (MTU), Fragmentierung im Pfad, kaputtes Path MTU Discovery (PMTUD) oder CPU-Limits durch Verschlüsselung. Gerade bei IPsec, GRE over IPsec und DMVPN addiert sich Overhead, wodurch die effektive Nutzlast sinkt. Mit sauberem MTU/MSS-Tuning, gezielter Fragmentierungsstrategie und Throughput-Checks kannst du spürbar bessere…

QoS auf Cisco Router: Grundlagen und typische Use-Cases (VoIP)

QoS (Quality of Service) auf Cisco Routern sorgt dafür, dass zeitkritische Anwendungen wie VoIP auch unter Last stabil bleiben. Der Kern ist einfach: Wenn die Leitung nicht überlastet ist, bringt QoS kaum sichtbare Vorteile. Sobald jedoch Queues entstehen (typisch am WAN-Uplink), entscheidet QoS, welche Pakete bevorzugt werden und welche warten oder verworfen werden. Dieses Tutorial…

Traffic Shaping vs. Policing: Unterschiede & Cisco Konfiguration

Traffic Shaping und Policing sind zwei grundlegende QoS-Mechanismen, die oft verwechselt werden. Beide kontrollieren Bandbreite, aber mit unterschiedlichem Verhalten: Shaping verzögert Pakete und glättet Bursts, Policing verwirft oder markiert Pakete, die ein Limit überschreiten. Für Unternehmens-WAN und VoIP ist Shaping häufig die erste Wahl, weil es Verluste reduziert und Queueing im Router kontrollierbar macht. Policing…

Bandbreite messen: show interface und Statistik richtig interpretieren

Auf Cisco Routern wird „Bandbreite messen“ häufig mit show interfaces und verwandten Statistik-Befehlen gemacht. Dabei ist wichtig: Der Router zeigt nicht nur die aktuelle Auslastung (bits/sec, packets/sec), sondern auch Zähler (Bytes, Drops, Errors) und eine konfigurierte „bandwidth“-Angabe, die nicht automatisch der echten Leitungskapazität entspricht. Wer diese Felder korrekt interpretiert, erkennt Engpässe, Duplex-/Speed-Probleme, Queue-Drops und QoS-Effekte…

NAT und VPN: Typische Probleme und Lösungen

NAT und VPN sind eine häufige Problemkombination: NAT verändert IP-Adressen und Ports, während VPNs (insbesondere IPsec) Integrität, Peer-Identität und oft auch „No-NAT“-Verhalten erwarten. Typische Symptome sind: Tunnel kommt nicht hoch, Phase 2 bricht, Traffic geht nur in eine Richtung oder bestimmte Subnetze sind nicht erreichbar. Mit sauberer NAT-Exemption, korrektem NAT-T (UDP/4500) und klaren ACLs lassen…