MPLS L3VPN auf Cisco: VRFs, RD/RT und Route Target Policies

MPLS L3VPN auf Cisco ist ein bewährtes Architekturmodell, um mehrere Mandanten oder Routing-Domänen sauber über ein gemeinsames Provider-Backbone zu transportieren – skalierbar, sicher trennbar und betrieblich gut standardisierbar. Der Kern besteht aus drei Bausteinen: VRFs als getrennte Routing-Tabellen auf den PE-Routern, RD (Route Distinguisher) zur eindeutigen Identifikation überlappender Prefixe und RT (Route Targets) als Policy-Tags,…

EVPN/VXLAN auf Cisco NX-OS: VNI Mapping, Anycast Gateway, IRB

EVPN/VXLAN auf Cisco NX-OS ist heute eines der etabliertesten Fabrik-Designs, um Layer-2- und Layer-3-Konnektivität in Datacentern skalierbar, deterministisch und betrieblich sauber umzusetzen. Statt große, flächige VLAN-Domänen durch das gesamte Rechenzentrum zu ziehen, kapselt VXLAN Layer-2-Segmente in IP/UDP und transportiert sie über ein robustes Layer-3-Underlay. EVPN liefert dazu die Control Plane: MAC-Adressen, IP-Bindings und Multicast-/Flooding-Informationen werden…

VXLAN BGP EVPN Control Plane: Konfigurationsmuster für Experten

Eine stabile VXLAN BGP EVPN Control Plane ist der Unterschied zwischen einer skalierbaren, vorhersehbaren Fabric und einem Overlay, das nur „im Lab“ gut aussieht. In modernen Datacenter-Designs soll VXLAN Layer-2-Segmente über ein Layer-3-Underlay transportieren, ohne dass Flood-and-Learn den Betrieb dominiert. Genau dafür ist EVPN als BGP-basierte Control Plane entstanden: MAC-Adressen, IP-Bindings, Multihoming-Informationen und BUM-Mechanismen (Broadcast/Unknown…

Multicast auf Cisco: PIM, RP Placement und Anycast-RP konfigurieren

Multicast auf Cisco ist in Enterprise- und Provider-Netzen oft der Schlüssel für effiziente Verteilung von Video, IPTV, Streaming, Telemetrie, Börsendaten oder Echtzeit-Feeds – aber nur, wenn PIM-Design, RP-Placement und Failover sauber umgesetzt werden. Viele Multicast-Probleme entstehen nicht durch „Multicast ist schwierig“, sondern durch inkonsistente Grundlagen: PIM ist auf manchen Transitlinks aktiv und auf anderen nicht,…

IGMP Snooping Tuning: IPTV und Multicast stabil betreiben

IGMP Snooping Tuning ist in IPTV- und Multicast-Netzen der entscheidende Hebel, um Stabilität, Performance und Fehlertoleranz im Layer-2-Bereich sicherzustellen. In der Theorie wirkt Multicast „einfach“: Ein Receiver sendet einen Join, der Stream kommt. In der Praxis scheitert ein stabiler IPTV-Betrieb jedoch häufig nicht an PIM oder am Multicast-Routing, sondern an der Switch-Ebene: Multicast wird zu…

MSDP vs. Anycast-RP: Multicast-Designentscheidungen auf Cisco

MSDP vs. Anycast-RP ist eine der wichtigsten Designentscheidungen, wenn Sie Multicast in großen Cisco-Netzen stabil, hochverfügbar und betrieblich nachvollziehbar umsetzen möchten. In vielen Umgebungen ist PIM Sparse Mode (PIM-SM) der Standard, und damit rückt der Rendezvous Point (RP) automatisch in den Mittelpunkt: Er ist für (*,G)-State, Source-Registrierung und den initialen Aufbau des Shared Trees verantwortlich.…

Cisco IPv6 Konfiguration: RA, DHCPv6, ND und Security Controls

Eine professionelle Cisco IPv6 Konfiguration steht und fällt mit vier Bausteinen: Router Advertisements (RA) für die Host-Konfiguration, DHCPv6 für adress- und parameterbasierte Steuerung, Neighbor Discovery (ND) als „IPv6-ARP“ inklusive DAD und NDP-Caches, sowie Security Controls, die genau diese Mechanismen gegen Missbrauch absichern. In vielen Netzwerken wird IPv6 zwar „aktiviert“, aber nicht gestaltet: RAs sind unkontrolliert,…

IPv6 ACLs auf Cisco: Best Practices und typische Fehler

IPv6 ACLs auf Cisco sind kein „IPv4-ACLs mit längeren Adressen“, sondern ein eigener Sicherheits- und Betriebsbaustein, weil IPv6 deutlich mehr Control-Plane-Mechanik im Segment nutzt: Neighbor Discovery (ND), Router Advertisements (RA), ICMPv6-basierte Fehler- und Path-MTU-Signale sowie häufige Dual-Stack-Übergänge. Viele IPv6-Ausfälle in Enterprise-Netzen entstehen nicht durch Routing, sondern durch zu restriktive oder falsch platzierte ACLs: ICMPv6 wird…

uRPF auf Cisco: Anti-Spoofing ohne legitimen Traffic zu droppen

uRPF auf Cisco (Unicast Reverse Path Forwarding) ist eines der wirkungsvollsten Mittel, um IP-Spoofing in Enterprise- und Provider-nahen Netzen zu reduzieren – vorausgesetzt, es wird korrekt platziert und passend zum Routing-Design konfiguriert. Viele Teams kennen uRPF als „BCP38-Feature“, setzen es aber entweder gar nicht ein (aus Angst vor False Positives) oder aktivieren es zu aggressiv…

Control Plane Policing (CoPP): Router und Switches gegen Angriffe schützen

Control Plane Policing (CoPP) ist einer der wirkungsvollsten Schutzmechanismen auf Cisco Routern und Switches, um die Control Plane gegen Angriffe, Fehlkonfigurationen und „harmlosen“ Hintergrundlärm abzusichern. Während Datenverkehr (Data Plane) in modernen Plattformen weitgehend in Hardware/ASICs verarbeitet wird, bleibt die Control Plane (CPU, Routing-Prozesse, Management-Daemons) ein knappes Gut: Wenn sie überlastet wird, brechen Routing-Nachbarschaften weg, BGP-Sessions…