Backhaul planen: Uplinks, PoE-Budget und Switch-Kapazitäten

Backhaul planen ist der Teil der WLAN- und Netzwerktechnik, der in Projekten am häufigsten unterschätzt wird – und später am teuersten wird. Denn selbst das beste Funkdesign scheitert, wenn Uplinks überbucht sind, PoE-Budgets zu knapp kalkuliert wurden oder Switch-Kapazitäten (Backplane, Buffer, Tabellen, Multicast, LACP) nicht zur realen Last passen. In der Praxis äußert sich das…

Airtime Fairness: Warum sie in dichten WLANs entscheidend ist

Airtime Fairness ist ein Begriff, der in der WLAN-Praxis oft erst dann auftaucht, wenn es „unter Last“ knirscht: Meetings ruckeln, Voice over WLAN bekommt Aussetzer, Downloads werden plötzlich langsam – obwohl die Signalstärke in Heatmaps gut aussieht. Gerade in dichten WLANs, also in Großraumbüros, Konferenzbereichen, Hörsälen oder Events, ist Airtime nicht nur eine technische Kennzahl,…

Minimum Data Rates setzen: Mehr Performance durch sauberes Design

Minimum Data Rates setzen ist eine der wirkungsvollsten – und gleichzeitig riskantesten – Stellschrauben in der WLAN-Optimierung. Richtig eingesetzt sorgt eine Mindestdatenrate dafür, dass langsame Clients die Funkzelle nicht ausbremsen, Roaming schneller passiert und Airtime effizienter genutzt wird. Das Ergebnis: spürbar bessere Performance, stabilere Videokonferenzen, weniger Jitter bei VoWLAN und insgesamt weniger „WLAN ist langsam“-Tickets…

Transmit Power planen: Zu viel Sendeleistung ist oft schlecht

Transmit Power planen ist eine der wichtigsten – und am häufigsten falsch verstandenen – Aufgaben in der WLAN-Planung. Viele IT-Teams reagieren auf Beschwerden wie „schwaches WLAN“ reflexartig mit „mehr Sendeleistung“. Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick gut aus: Die RSSI-Heatmap wird grüner, der Access Point „reicht weiter“, und Nutzer sehen mehr Balken. In der…

AP-Abstände berechnen: Praxisregeln für Büro, Halle und Campus

AP-Abstände berechnen ist eine der häufigsten Fragen in der WLAN-Planung – und zugleich eine der gefährlichsten, wenn man sie mit einer einzigen Faustregel beantworten möchte. „Wie weit dürfen Access Points auseinander sein?“ klingt nach Geometrie, ist in der Praxis aber Funkphysik plus Nutzungskonzept: Baumaterialien, Montagehöhe, Bandstrategie (2,4/5/6 GHz), Kanalbreiten, Sendeleistung, Interferenzumfeld, gewünschte Datenraten und Roaming-Anforderungen…

20/40/80/160 MHz: Kanalbreiten richtig wählen

Die Wahl der richtigen Kanalbreite (20/40/80/160 MHz) ist eine der wichtigsten Designentscheidungen im WLAN – und gleichzeitig eine der häufigsten Ursachen für Instabilität in Unternehmensnetzen. Viele setzen reflexartig auf 80 MHz oder sogar 160 MHz, weil Speedtests beeindruckend aussehen. In der Praxis wird das WLAN dadurch jedoch oft schlechter: Es stehen weniger unabhängige Kanäle zur Verfügung, Co-Channel-Interference nimmt…

2,4 GHz richtig planen: Wann es noch Sinn macht

2,4 GHz richtig planen ist heute weniger eine Frage von „wie bekomme ich überall WLAN?“, sondern von „wie verhindere ich, dass 2,4 GHz mein WLAN ausbremst“. In modernen Unternehmensnetzen ist 5 GHz meist das Arbeitsband, 6 GHz (Wi-Fi 6E/7) wird zunehmend zum Kapazitäts-Booster, und 2,4 GHz gilt vielen als „veraltet“. Trotzdem macht 2,4 GHz weiterhin Sinn – allerdings nur, wenn Sie es…

5 GHz Design: Kanäle, DFS und typische Stolperfallen

Ein sauberes 5 GHz Design ist in modernen Unternehmens-WLANs meist der wichtigste Erfolgsfaktor für stabile Performance. Während 2,4 GHz häufig als Legacy- oder IoT-Band nur noch eine Nebenrolle spielt und 6 GHz (Wi-Fi 6E/7) erst dann wirkt, wenn genügend Endgeräte es unterstützen, ist 5 GHz in der Praxis das Arbeitspferd: Hier laufen die meisten Clients, hier müssen Videokonferenzen stabil bleiben,…

6 GHz (Wi-Fi 6E/7) planen: Chancen und Einschränkungen

6 GHz planen ist für viele Unternehmen der nächste große Schritt in der WLAN-Modernisierung, weil Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 erstmals ein zusätzliches, vergleichsweise „sauberes“ Frequenzband für WLAN verfügbar machen. Das Versprechen ist attraktiv: mehr Spektrum, mehr Kanäle, weniger Altgeräte, weniger Interferenz – und damit mehr Kapazität gerade in dichten Umgebungen wie Meetingzonen, Hot Desking-Flächen, Hörsälen oder Eventbereichen.…

DFS-Probleme vermeiden: Radarerkennung und Kanalwechsel verstehen

DFS-Probleme vermeiden ist ein typisches Ziel in Unternehmens-WLANs, weil DFS (Dynamic Frequency Selection) zwar wertvolles zusätzliches Spektrum im 5 GHz-Band erschließt, aber gleichzeitig eine der häufigsten Ursachen für „sporadische WLAN-Aussetzer“ sein kann. Wenn ein Access Point auf einem DFS-Kanal Radar erkennt, muss er den Kanal verlassen und auf einen anderen wechseln. Für Nutzer wirkt das je…