Telegram hat sich im Jahr 2026 als eine der offensten Kommunikationsplattformen weltweit etabliert. Doch diese Offenheit führt oft dazu, dass Inhalte – insbesondere in öffentlichen Kanälen – als „sensibel“ eingestuft und automatisch ausgeblendet werden. Viele Nutzer stehen dann vor der Frage: Wie kann ich die Altersbeschränkung ändern und den Inhaltsfilter deaktivieren? In diesem Guide erfährst du alles über die technischen Kniffe, rechtliche Hintergründe und die neuen Verifizierungsmethoden von 2026.
Warum sehe ich bestimmte Inhalte nicht?
Telegram nutzt standardmäßig einen Filter, um Nutzer vor potenziell unangemessenen Medien (Gewalt, Erotik oder sensible politische Inhalte) zu schützen. Besonders auf iPhones und iPads ist dieser Schutz aufgrund der strengen Richtlinien des Apple App Stores oft „hart“ eingestellt. Wenn du eine Nachricht wie „Dieser Kanal kann nicht angezeigt werden“ siehst, greift meist die automatische Inhaltsfilterung.
Schritt 1: Den Filter für sensible Inhalte deaktivieren
Der wichtigste Punkt zuerst: Du kannst den Filter für sensible Medien im Jahr 2026 meist nicht direkt in der mobilen App (iOS/Android) ausschalten. Der Schalter versteckt sich in der Web-Version oder der Desktop-App.
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Öffne deinen Browser und besuche web.telegram.org.
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Melde dich mit deiner Telefonnummer an. Den Bestätigungscode erhältst du direkt in deiner Telegram-App auf dem Handy.
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Klicke oben links auf das Menü-Icon (die drei Striche) und wähle Einstellungen.
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Navigiere zum Punkt Privatsphäre und Sicherheit.
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Scrolle ganz nach unten bis zum Bereich Sensible Inhalte.
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Aktiviere den Schalter bei Filterung deaktivieren.
Sobald du diese Einstellung in der Web-Version geändert hast, wird sie für deinen gesamten Account übernommen. Starte die App auf deinem Smartphone neu, und die blockierten Inhalte sollten nun sichtbar sein.
Pro-Tipp: Neustart erzwingen Sollten die Inhalte nach der Umstellung immer noch nicht erscheinen, logge dich in der mobilen App einmal kurz aus und wieder ein. Dadurch werden die Servereinstellungen neu geladen.
Schritt 2: Das Geburtsdatum im Profil anpassen
Seit den großen Updates im Jahr 2025/2026 legt Telegram mehr Wert auf das im Profil hinterlegte Alter, um rechtlichen Anforderungen (wie dem Digital Services Act) zu entsprechen.
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Öffne Telegram und gehe zu Einstellungen > Profil bearbeiten.
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Suche den Punkt Geburtsdatum.
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Stelle sicher, dass dein Geburtsdatum korrekt hinterlegt ist.
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Gehe anschließend zu Privatsphäre und Sicherheit > Geburtsdatum, um einzustellen, wer diese Information sehen darf (Empfehlung: „Niemand“ oder „Meine Kontakte“).
Schritt 3: Die neue Altersverifizierung 2026
In einigen Regionen oder für extrem restriktive Kanäle reicht das manuelle Umstellen des Filters nicht mehr aus. Telegram hat hierfür den offiziellen @VerifyBot eingeführt.
Wenn du versuchst, einem geschützten Kanal beizutreten, wirst du unter Umständen aufgefordert, dein Alter nachzuweisen. Dies geschieht oft über einen schnellen KI-Gesichtsscan oder das Hochladen eines Ausweisdokuments.
Pro-Tipp: Datenschutz beim Verifizieren Telegram versichert, dass biometrische Daten nach der Prüfung gelöscht werden. Wer dennoch skeptisch ist, sollte prüfen, ob der Kanal den Zugang auch über eine alternative Web-Ansicht erlaubt, die weniger strikte Anforderungen stellt.
Verwandte Themen für deine Telegram-Sicherheit
Wenn du deine Einstellungen anpasst, solltest du auch diese Themen im Blick behalten:
1. Kindersicherung auf Telegram einrichten Erfahre, wie du für deine Kinder sichere Profile erstellst, die automatische Löschung von Nachrichten aktivierst und den Zugriff auf globale Suchergebnisse einschränkst.
2. Sensitive Content & Mental Health Ein Guide darüber, wie man den Filter gezielt für bestimmte Kategorien nutzt, um sich vor ungewollter Flut an belastenden Nachrichten zu schützen, ohne den ganzen Messenger einzuschränken.
3. Telegram Web vs. Desktop-App Wo liegen die Unterschiede in der Verwaltung von Privatsphäre-Einstellungen? Wir zeigen dir, warum die Desktop-Version 2026 das mächtigste Tool für Power-User ist.
4. VPN-Nutzung für Telegram In manchen Ländern sind Kanäle aufgrund regionaler Sperren (Geo-Blocking) trotz deaktiviertem Filter nicht erreichbar. Erfahre, wie ein VPN dir hilft, diese Hürden zu umgehen.
Fazit: Volle Kontrolle über deine Inhalte
Das Ändern der Altersbeschränkung auf Telegram ist im Jahr 2026 ein zweistufiger Prozess aus technischer Freischaltung im Web und optionaler Verifizierung. Während der Inhaltsfilter für viele Nutzer ein lästiges Hindernis darstellt, ist er ein wichtiges Werkzeug für den Jugendschutz. Mit den oben genannten Schritten stellst du sicher, dass du genau die Inhalte siehst, die du sehen möchtest.












