WordPress Multisite ist in Deutschland besonders beliebt, wenn viele Websites zentral betrieben werden sollen – etwa bei Schulen und Universitäten, Unternehmensgruppen, Franchise-Systemen, Agenturen oder Vereinsnetzwerken. Doch sobald ein Netzwerk wächst, entsteht ein ganz praktisches Problem: Wie behält man den Überblick über hunderte Sites? Ohne klare Struktur wird die Netzwerkverwaltung schnell unübersichtlich. Sites heißen ähnlich, gehören zu unterschiedlichen Bereichen, haben verschiedene Verantwortliche oder erfüllen unterschiedliche Zwecke. Genau hier wird eine sinnvolle Kategorisierung zum entscheidenden Organisationswerkzeug. WPMU DEV Site Categories setzt an dieser Stelle an und ermöglicht es, Websites innerhalb eines Multisite-Netzwerks zu kategorisieren – ähnlich wie Beiträge oder Produkte in WordPress Kategorien erhalten. Für Betreiber in Deutschland ist das extrem hilfreich, weil man damit Ordnung und System in ein wachsendes Netzwerk bringt: Du kannst Websites nach Standort, Abteilung, Projekttyp, Kundenstatus oder Funktionsumfang gruppieren. Das wirkt zunächst wie ein „Admin-Komfortfeature“, hat aber enorme Auswirkungen auf Prozesse: Support wird schneller, Wartung wird planbarer, und du kannst gezielter entscheiden, welche Sites Updates, Features oder besondere Betreuung benötigen. Wer Multisite professionell nutzt, wird früher oder später feststellen: Ohne Kategorisierung wird Skalierung zur Herausforderung. Mit Site Categories wird Multisite nicht nur groß, sondern auch beherrschbar.
1. Was ist WPMU DEV Site Categories und warum ist Kategorisierung im Netzwerk so wichtig?
WPMU DEV Site Categories ist eine Funktion oder ein Plugin-Ansatz, mit dem du innerhalb eines WordPress-Multisite-Netzwerks Websites in Kategorien einteilen kannst. Standardmäßig bietet WordPress Multisite zwar eine Liste aller Sites, aber keine komfortable Gruppierung nach logischen Kriterien. Genau diese Lücke schließt eine Site-Kategorisierung: Du definierst Kategorien und weist jeder Site eine oder mehrere Kategorien zu. Dadurch kannst du Netzwerke strukturieren – ähnlich wie du Inhalte strukturierst. In Deutschland ist das besonders relevant, weil Multisite-Netzwerke häufig „organisationsgetrieben“ sind: Standorte, Fachbereiche, Regionen oder Teams. Ohne Kategorien wird die Verwaltung schnell mühsam, weil du jede Site einzeln suchen musst. Mit Kategorien kannst du schneller filtern, Prioritäten setzen und administrative Aufgaben effizienter erledigen. Einen allgemeinen Überblick über Multisite-Administration gibt WordPress hier: WordPress: Multisite Network Administration.
Welche Probleme Site-Kategorien lösen
- Unübersichtliche Netzwerke mit vielen Sites
- Sites mit ähnlichen Namen oder gleichen Zwecken
- Schwierige Support-Zuordnung („Welche Site gehört zu wem?“)
- Wartung ohne Priorisierung (alle gleich behandelt)
- Fehlende Struktur für Reporting und Planung
Warum „Organisation“ ein Skalierungsfaktor ist
Ab einer gewissen Größe scheitert Multisite nicht an Technik, sondern an Verwaltung. Kategorien machen dein Netzwerk nicht nur größer, sondern auch steuerbar.
2. Kategorie-Strategien: So definierst du sinnvolle Gruppen für dein Netzwerk
Der wichtigste Schritt bei Site Categories ist nicht das Tool, sondern die Logik dahinter. Wenn Kategorien willkürlich gesetzt werden, entsteht schnell ein zweites Chaos. In Deutschland lohnt es sich, Kategorien nach stabilen Kriterien zu definieren – also nach Merkmalen, die langfristig gültig bleiben. Beispiele: Standorte, Abteilungen, Kundenpakete (Basic/Pro), Branchen, Projektphasen oder Verantwortlichkeiten. Je nach Netzwerk kann auch eine Kombination sinnvoll sein: Kategorie „Region“ plus Kategorie „Website-Typ“. Wichtig ist, dass Kategorien nicht zu granular werden. Wenn du 60 Kategorien hast, nutzt sie niemand. Besser sind 5–15 Kategorien, die wirklich Orientierung schaffen. Außerdem solltest du Namenskonventionen festlegen: Einheitliche Begriffe wie „Standort: Berlin“ statt mal „Berlin“ und mal „BER“. Genau diese Standards sind in deutschen Organisationen oft entscheidend, damit Systeme sauber bleiben.
Beispiele für sinnvolle Kategorie-Systeme
- Standorte: Berlin, München, Hamburg, Köln
- Abteilungen: HR, Marketing, Vertrieb, Support
- Website-Typen: Blog, Landingpage, Shop, Intranet
- Status: aktiv, im Aufbau, archiviert
- Kundenpakete: Basic, Pro, Business
Extra-Tipp: Kategorien + Tags kombinieren
Wenn dein Netzwerk sehr groß ist, kannst du Kategorien für „Hauptstruktur“ nutzen und zusätzliche Merkmale als Tags oder Notizen ergänzen. So bleibt es übersichtlich.
3. Verwaltung und Alltag: Filtern, Suchen und Wartung deutlich beschleunigen
Site Categories bringt im Alltag vor allem eines: Geschwindigkeit. Statt in einer langen Liste nach einer bestimmten Site zu suchen, filterst du nach Kategorie und hast sofort eine überschaubare Auswahl. Das ist in Deutschland besonders hilfreich, wenn mehrere Personen ein Netzwerk betreuen – etwa IT, Agentur und Kundenservice. Auch Wartung wird einfacher: Du kannst Sites nach Kategorie prüfen, Updates planen oder gezielte Maßnahmen durchführen. Beispiel: Alle Sites der Kategorie „Shop“ bekommen besondere Aufmerksamkeit bei WooCommerce-Updates. Oder alle Sites der Kategorie „Intranet“ erhalten andere Security-Regeln als öffentliche Seiten. Selbst wenn Kategorien technisch „nur“ ein Filter sind, verändern sie die Arbeitsweise massiv. Support-Anfragen lassen sich schneller zuordnen, weil du sofort weißt: Diese Site gehört zum Standort Frankfurt oder zum Kundenpaket „Business“.
Konkrete Vorteile im Netzwerk-Alltag
- Schnellere Suche nach Sites
- Bessere Übersicht für Teams und Admins
- Gezielte Wartung nach Website-Typ
- Support-Tickets leichter zuzuordnen
- Archivierung und Aufräumen wird planbar
Outbound-Link: WordPress Rollen & Rechte in Multisite
Für professionelle Verwaltung sind Rollen wichtig: WordPress Roles and Capabilities
4. Reporting und Planung: Kategorien als Grundlage für bessere Entscheidungen
Kategorien sind nicht nur „für Ordnung“, sondern auch ein Datenmodell. Sobald Sites kategorisiert sind, kannst du bessere Entscheidungen treffen: Wie viele aktive Sites haben wir pro Standort? Welche Abteilung nutzt das Netzwerk am stärksten? Wie viele Sites sind noch im Aufbau? Für deutsche Organisationen ist das besonders wertvoll, weil Planung oft budget- und ressourcengetrieben ist. Wenn du Support- oder Wartungsaufwand kalkulieren willst, brauchst du Struktur. Kategorien helfen, Ressourcen sinnvoll zu verteilen: Vielleicht benötigen Shops mehr Betreuung als Blogs, oder bestimmte Regionen haben besonders viele Sites. Auch für Upsell-Modelle (z. B. Pro Sites) sind Kategorien nützlich: Du kannst sehen, wie viele Sites auf „Basic“ laufen und wo Upgrade-Potenzial besteht. Damit wird Kategorisierung zu einem strategischen Werkzeug – nicht nur zu einem Admin-Trick.
Fragen, die du mit Kategorien leichter beantwortest
- Wie viele Sites sind aktiv vs. inaktiv?
- Welche Bereiche verursachen den meisten Aufwand?
- Welche Site-Typen brauchen spezielle Updates?
- Wie verteilt sich das Netzwerk nach Standorten?
- Welche Kundenpakete werden am meisten genutzt?
Outbound-Link: Google Looker Studio (Reporting)
Für Reports kann Looker Studio hilfreich sein: Google Looker Studio
5. Best Practices für große Netzwerke: Namenskonventionen, Governance und Prozesse
In großen Multisite-Netzwerken reicht es nicht, Kategorien „zu haben“. Du brauchst Governance: Wer darf Kategorien anlegen? Wer weist sie zu? Wie werden neue Sites eingeordnet? In Deutschland ist das besonders relevant, weil viele Netzwerke in Organisationen laufen, die klare Zuständigkeiten brauchen. Eine sinnvolle Praxis ist ein standardisierter Onboarding-Prozess: Neue Site wird erstellt, erhält sofort eine Kategorie (z. B. Standort + Typ), bekommt einen Verantwortlichen und landet in einer Liste „im Aufbau“. Erst nach Prüfung wird sie als „aktiv“ markiert. Zusätzlich solltest du Namenskonventionen für Sites festlegen, damit Kategorien und Site-Namen zusammenpassen. Wenn Site-Namen komplett frei sind, wird es trotz Kategorien irgendwann unübersichtlich. Und ganz wichtig: Kategorien sollten regelmäßig überprüft werden. Netzwerke ändern sich – Standorte schließen, Projekte enden, alte Sites müssen archiviert werden. Ohne regelmäßiges Aufräumen verliert jede Struktur ihren Wert.
Governance-Regeln, die sich bewährt haben
- Maximal 1–2 Personen dürfen Kategorien erstellen
- Kategorien werden dokumentiert (Wofür ist was?)
- Neue Sites müssen bei Erstellung kategorisiert werden
- Quarterly Review: Kategorien und Sites aufräumen
- Archiv-Kategorie für inaktive Projekte nutzen
Outbound-Link: WordPress Multisite Best Practices
WordPress Developer Resources helfen bei Multisite-Themen: WordPress Developer: Multisite
6. Sicherheit und Datenschutz: Warum Kategorien auch im Betrieb helfen können
Auf den ersten Blick haben Kategorien nichts mit Sicherheit zu tun – aber in der Praxis können sie enorm helfen. Denn unterschiedliche Site-Gruppen haben unterschiedliche Risiken. Ein interner Bereich (Intranet) muss anders geschützt werden als ein öffentliches Blog. Ein WooCommerce-Shop hat Zahlungsdaten und braucht striktere Updates als eine kleine Projektseite. In Deutschland, wo DSGVO und IT-Sicherheit besonders ernst genommen werden, ist diese Trennung hilfreich. Kategorien machen es leichter, Regeln festzulegen: „Alle Sites der Kategorie ‚Shop‘ bekommen zusätzliche Security-Checks.“ Oder: „Alle Sites der Kategorie ‚Archiv‘ werden vom öffentlichen Zugriff ausgeschlossen.“ Natürlich ersetzt das kein Rollen- oder Permission-System, aber es unterstützt die Organisation. Zudem kannst du Datenschutzprozesse leichter steuern, wenn du weißt, welche Sites personenbezogene Daten verarbeiten (z. B. Shops, Mitgliederbereiche). Eine DSGVO-Grundlage bietet die EU-Kommission: EU-Kommission: Datenschutz & DSGVO. Für IT-Sicherheit ist das BSI eine zentrale Quelle: BSI – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Beispiele für kategoriebasiertes Sicherheitsdenken
- „Shop“: häufigere Updates, Checkout-Tests, Security-Scans
- „Intranet“: Zugriffe nur intern, starke Passwortrichtlinien
- „Landingpage“: hohe Performance-Anforderungen, Monitoring
- „Archiv“: noindex, Zugriff einschränken, Ressourcen sparen
- „Community“: Anti-Spam, Nutzerrechte, Moderation
Extra-Tipp: Kategorien nicht als „Sicherheitsbarriere“ missverstehen
Kategorien helfen bei der Organisation, aber sie ersetzen keine Zugriffskontrolle. Schutz entsteht durch Rollen, Berechtigungen, sichere Konfiguration und regelmäßige Updates.
7. YouTube-Videos: WordPress Multisite organisieren und professionell verwalten
Wenn du Multisite-Netzwerke besser strukturieren und verwalten willst, helfen Tutorials zu Multisite, Rollen und Admin-Workflows.
- WordPress Multisite Tutorial (Setup & Configuration)
- WordPress Security Tutorial: Protect Your Site from Hackers
- WordPress Speed Optimization Tutorial (Step-by-Step)
8. Fazit: Site Categories bringt Struktur, Übersicht und Skalierbarkeit in Multisite
WPMU DEV Site Categories ist ein extrem hilfreiches Konzept, um Websites in Multisite-Netzwerken sauber zu organisieren. Für deutsche Betreiber großer Netzwerke ist der Nutzen sofort spürbar: schnellere Verwaltung, bessere Wartung, klarere Support-Zuordnung und eine Grundlage für Reporting und Planung. Der Schlüssel liegt in einer sinnvollen Kategorie-Strategie: wenige, stabile Kategorien statt zu vieler Detailgruppen. Kombiniert mit Governance, Namenskonventionen und regelmäßiger Pflege wird aus Multisite ein kontrollierbares System – auch bei hunderten Sites. Wer Multisite professionell betreibt, kommt an Struktur nicht vorbei. Und genau dafür sind Site Categories eines der einfachsten, aber wirkungsvollsten Werkzeuge.
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