Verben mit Präpositionen sind ein wichtiger Teil der deutschen Grammatik. Viele Lernende kennen schon einzelne Verben, aber sie sind noch unsicher, welche Präposition dazu gehört. Das ist ganz normal. Man kann nicht immer einfach eine Präposition frei wählen. Oft gehört zu einem Verb eine feste Verbindung. Gerade auf einem höheren Niveau ist es wichtig, diese Verbindungen sicher zu erkennen und richtig zu benutzen. Das hilft beim Sprechen, Schreiben, Lesen und Hören. In diesem Text wiederholst du wichtige Verben mit Präpositionen, typische Fragen, passende Kasus, häufige Fehler und viele einfache Beispiele. So kannst du dieses Thema Schritt für Schritt besser verstehen und sicherer anwenden.
Was sind Verben mit Präpositionen?
Manche Verben brauchen eine feste Präposition. Diese Präposition gehört oft direkt zu diesem Verb. Man lernt also nicht nur das Verb, sondern die ganze Verbindung.
Einfache Beispiele
- warten auf
- denken an
- sich freuen auf
- sich interessieren für
- sprechen mit
- sprechen über
Beispiele im Satz:
- Ich warte auf den Bus.
- Sie denkt an ihre Familie.
- Wir freuen uns auf das Wochenende.
- Er interessiert sich für Politik.
- Ich spreche mit meiner Kollegin.
- Wir sprechen über das Problem.
Warum sind Verben mit Präpositionen wichtig?
Diese Verbindungen kommen im Alltag sehr oft vor. Man braucht sie in Gesprächen, in E-Mails, in Texten und in Prüfungen. Wenn das Verb oder die Präposition nicht passt, klingt der Satz oft unnatürlich oder ist falsch.
Darum sind sie wichtig
- Sie kommen in vielen Alltagssituationen vor.
- Sie sind für richtige Sätze wichtig.
- Sie helfen beim Verstehen von Texten.
- Sie sind auf höherem Niveau sehr häufig.
Beispiele:
- Ich bedanke mich für deine Hilfe.
- Wir warten auf eine Antwort.
- Sie träumt von einer Reise.
- Er kümmert sich um seine Kinder.
Was muss man bei diesen Verben lernen?
Bei Verben mit Präpositionen solltest du immer drei Dinge zusammen lernen:
- das Verb
- die Präposition
- den Kasus
Beispiele:
- warten auf + Akkusativ
- sich interessieren für + Akkusativ
- sprechen mit + Dativ
- träumen von + Dativ
Es reicht also nicht, nur das Verb zu kennen. Du musst die ganze Verbindung kennen.
Wichtiger Wortschatz zum Thema
Wichtige Nomen
- das Verb
- die Präposition
- der Kasus
- der Akkusativ
- der Dativ
- der Satz
- die Frage
- die Antwort
- das Thema
- die Verbindung
Wichtige Verben
- warten
- denken
- sprechen
- sich freuen
- sich interessieren
- sich erinnern
- sich bedanken
- träumen
- sich kümmern
- glauben
Wichtige Präpositionen
- an
- auf
- für
- mit
- über
- um
- von
- nach
Verben mit Akkusativ-Präpositionen
Viele wichtige Verben mit Präpositionen brauchen den Akkusativ. Diese Verbindungen sind sehr häufig.
warten auf + Akkusativ
- Ich warte auf den Zug.
- Wir warten auf unsere Freunde.
- Sie wartet auf eine E-Mail.
denken an + Akkusativ
- Ich denke an meine Familie.
- Er denkt an den Termin.
- Wir denken an den Urlaub.
sich freuen auf + Akkusativ
Diese Form benutzt man oft für etwas in der Zukunft.
- Ich freue mich auf das Wochenende.
- Sie freut sich auf den Besuch.
- Wir freuen uns auf die Ferien.
sich interessieren für + Akkusativ
- Ich interessiere mich für Kunst.
- Er interessiert sich für neue Medien.
- Wir interessieren uns für Sprachen.
sich bedanken für + Akkusativ
- Ich bedanke mich für deine Hilfe.
- Sie bedankt sich für das Geschenk.
- Wir bedanken uns für die Einladung.
sich kümmern um + Akkusativ
- Ich kümmere mich um die Kinder.
- Sie kümmert sich um das Problem.
- Wir kümmern uns um alles.
Verben mit Dativ-Präpositionen
Andere wichtige Verben mit Präpositionen brauchen den Dativ. Auch diese Verbindungen solltest du gut kennen.
sprechen mit + Dativ
- Ich spreche mit meiner Lehrerin.
- Er spricht mit dem Chef.
- Wir sprechen mit unseren Nachbarn.
fragen nach + Dativ
- Ich frage nach dem Weg.
- Sie fragt nach dem Termin.
- Wir fragen nach dem Preis.
träumen von + Dativ
- Ich träume von einer Reise.
- Er träumt von einem Haus am Meer.
- Sie träumt von einem neuen Leben.
erzählen von + Dativ
- Sie erzählt von ihrer Kindheit.
- Er erzählt von seiner Arbeit.
- Wir erzählen von unserem Urlaub.
gehören zu + Dativ
- Das Kapitel gehört zu dem Buch.
- Der Schlüssel gehört zu der Wohnung.
- Diese Regel gehört zu dem Thema.
Wichtige Unterschiede: freuen auf und freuen über
Diese beiden Verbindungen sind besonders wichtig. Viele Lernende verwechseln sie.
sich freuen auf
Das benutzt man oft für etwas, das in der Zukunft liegt.
- Ich freue mich auf die Reise.
- Wir freuen uns auf das Wochenende.
- Sie freut sich auf den Besuch.
sich freuen über
Das benutzt man oft für etwas, das schon da ist oder passiert ist.
- Ich freue mich über das Geschenk.
- Er freut sich über die gute Nachricht.
- Wir freuen uns über das Ergebnis.
Weitere wichtige Verben mit Präpositionen
sich erinnern an + Akkusativ
- Ich erinnere mich an meine Schulzeit.
- Sie erinnert sich an das Gespräch.
- Wir erinnern uns an den Urlaub.
glauben an + Akkusativ
- Ich glaube an dich.
- Er glaubt an eine gute Zukunft.
- Sie glaubt an ihre Idee.
achten auf + Akkusativ
- Ich achte auf meine Gesundheit.
- Bitte achte auf die Aussprache.
- Wir achten auf pünktliche Arbeit.
teilnehmen an + Dativ
- Ich nehme an dem Kurs teil.
- Sie nimmt an der Besprechung teil.
- Wir nehmen an dem Projekt teil.
sich gewöhnen an + Akkusativ
- Ich gewöhne mich an das Wetter.
- Er gewöhnt sich an die neue Stadt.
- Wir gewöhnen uns an den neuen Alltag.
Die passende Frage lernen
Zu jedem Verb mit Präposition solltest du auch die passende Frage lernen. Das hilft sehr beim Sprechen und Schreiben.
Beispiele
- Worauf wartest du? – Ich warte auf den Bus.
- Woran denkst du? – Ich denke an meine Familie.
- Wofür interessierst du dich? – Ich interessiere mich für Geschichte.
- Mit wem sprichst du? – Ich spreche mit meiner Kollegin.
- Worüber sprecht ihr? – Wir sprechen über das Problem.
- Wovon träumst du? – Ich träume von einer langen Reise.
Präpositionalpronomen
Wenn man nicht ein Nomen, sondern eine Sache oder ein Thema meint, benutzt man oft Präpositionalpronomen. Diese sind sehr wichtig.
Beispiele
- Ich warte auf den Bus. – Ich warte darauf.
- Wir sprechen über das Problem. – Wir sprechen darüber.
- Er denkt an den Urlaub. – Er denkt daran.
- Sie freut sich auf das Fest. – Sie freut sich darauf.
- Ich träume von einer Reise. – Ich träume davon.
Frage und Antwort
- Worauf wartest du? – Darauf.
- Woran denkst du? – Daran.
- Worüber sprecht ihr? – Darüber.
- Wovon träumst du? – Davon.
Verben mit sich
Viele Verben mit Präpositionen sind reflexiv. Das bedeutet, dass man sie mit sich benutzt.
Wichtige Beispiele
- sich freuen auf
- sich freuen über
- sich interessieren für
- sich erinnern an
- sich bedanken für
- sich kümmern um
- sich gewöhnen an
Beispiele
- Ich freue mich auf das Wochenende.
- Sie interessiert sich für Literatur.
- Wir erinnern uns an den Film.
- Er bedankt sich für die Unterstützung.
- Ich kümmere mich um die Gäste.
Gruppen von Verben besser lernen
Es hilft sehr, wenn du Verben mit Präpositionen in kleinen Gruppen lernst. Dann erkennst du Muster schneller.
Mit an + Akkusativ
- denken an
- sich erinnern an
- glauben an
- sich gewöhnen an
Mit auf + Akkusativ
- warten auf
- sich freuen auf
- achten auf
Mit für + Akkusativ
- sich interessieren für
- sich bedanken für
- sich entscheiden für
Mit über + Akkusativ
- sprechen über
- sich freuen über
- sich ärgern über
Mit mit + Dativ
- sprechen mit
- sich treffen mit
- anfangen mit
Mit von + Dativ
- träumen von
- erzählen von
- sprechen von
Typische Fehler bei Verben mit Präpositionen
Viele Lernende machen ähnliche Fehler. Wenn du diese Fehler kennst, kannst du besser aufpassen.
Fehler 1: falsche Präposition
- Falsch: Ich warte für den Bus.
- Richtig: Ich warte auf den Bus.
Fehler 2: falscher Kasus
- Falsch: Wir sprechen mit den Lehrer.
- Richtig: Wir sprechen mit dem Lehrer.
Fehler 3: reflexives Pronomen vergessen
- Falsch: Ich freue auf das Wochenende.
- Richtig: Ich freue mich auf das Wochenende.
Fehler 4: Präpositionalpronomen nicht benutzen
- Falsch: Ich denke an es.
- Richtig: Ich denke daran.
Kurzer Lesetext mit Verben und Präpositionen
Am Abend spricht Karim mit seiner Freundin über die B2-Prüfung. Er denkt oft an die mündliche Prüfung, weil sie für ihn besonders wichtig ist. Gleichzeitig freut er sich auf den Tag nach der Prüfung. Er interessiert sich sehr für die Themen, über die man im Test sprechen muss. Seine Freundin hört ihm aufmerksam zu und gibt ihm Tipps, für die er sehr dankbar ist. Karim träumt schon von dem Moment, an dem alles vorbei ist.
Fragen zum Text
- Mit wem spricht Karim?
- Woran denkt er oft?
- Worauf freut er sich?
- Wofür interessiert er sich?
- Wofür ist er dankbar?
Antworten
- Mit seiner Freundin.
- An die mündliche Prüfung.
- Auf den Tag nach der Prüfung.
- Für die Themen, über die man im Test sprechen muss.
- Für die Tipps seiner Freundin.
Einfache Dialoge mit Verben und Präpositionen
Dialog 1
Lea: Worauf wartest du?
Omar: Ich warte auf den Bus.
Lea: Kommt er bald?
Omar: Hoffentlich.
Dialog 2
Nina: Wofür interessierst du dich?
David: Ich interessiere mich für Sprachen und Geschichte.
Nina: Wirklich?
David: Ja, besonders für deutsche Geschichte.
Dialog 3
Mira: Woran denkst du gerade?
Ali: Ich denke an meinen Urlaub.
Mira: Fährst du bald weg?
Ali: Ja, ich freue mich schon sehr darauf.
Dialog 4
Sara: Wovon träumst du?
Jonas: Von einer Reise ans Meer.
Sara: Das klingt schön.
Jonas: Ja, und ich freue mich schon auf die Sommerferien.
Nützliche Redemittel
Mit an
- Ich denke an …
- Ich erinnere mich an …
- Ich glaube an …
Mit auf
- Ich warte auf …
- Ich freue mich auf …
- Ich achte auf …
Mit für
- Ich interessiere mich für …
- Ich bedanke mich für …
- Ich entscheide mich für …
Mit über
- Ich spreche über …
- Ich freue mich über …
- Ich ärgere mich über …
Mit mit
- Ich spreche mit …
- Ich treffe mich mit …
- Ich fange mit … an.
Kleine Übungen zur Wiederholung
Präposition ergänzen
- Ich warte ______ den Zug.
- Sie interessiert sich ______ Literatur.
- Wir sprechen ______ das Problem.
- Er träumt ______ einer langen Reise.
- Ich denke oft ______ meine Familie.
Lösungen
- auf
- für
- über
- von
- an
Fragen bilden
- Ich freue mich auf den Urlaub. → Worauf freust du dich?
- Wir sprechen über die Arbeit. → Worüber sprecht ihr?
- Sie denkt an die Prüfung. → Woran denkt sie?
Wortschatz in einfachen Beispielsätzen
- Viele deutsche Verben brauchen eine feste Präposition.
- Man soll immer Verb, Präposition und Kasus zusammen lernen.
- Auch die passende Frage ist sehr wichtig.
- Einige Verben mit Präpositionen sind reflexiv.
- Präpositionalpronomen helfen beim Sprechen und Schreiben.
- Mit kleinen Gruppen kann man Verben besser lernen.
- Typische Fehler kann man mit Wiederholung vermeiden.
- Diese Verbindungen sind im Alltag sehr häufig.
- Mit Beispielen versteht man die Unterschiede besser.
- Schritt für Schritt werden Verben mit Präpositionen leichter.
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