Im Deutschen gibt es viele Verben, die oft mit einer festen Präposition zusammenkommen. Diese Verbindungen sind sehr wichtig, weil sie im Alltag, im Deutschkurs, bei der Arbeit und in Prüfungen oft benutzt werden. Viele Lernende finden sie am Anfang nicht leicht, weil man nicht immer logisch sehen kann, welche Präposition zu welchem Verb gehört. Deshalb ist es gut, diese Verbindungen Schritt für Schritt zu lernen. Wenn du häufige Verb-Präposition-Verbindungen kennst, kannst du besser verstehen, besser sprechen und bessere Sätze schreiben. In diesem Text lernst du wichtige Beispiele, einfache Regeln, kurze Lesetexte und kleine Dialoge. So kannst du diese Struktur langsam und sicher lernen.
Was sind Verb-Präposition-Verbindungen?
Eine Verb-Präposition-Verbindung ist eine feste Kombination aus einem Verb und einer Präposition. Diese Präposition gehört oft fest zum Verb.
Einfache Beispiele
- warten auf
- sich freuen auf
- sich interessieren für
- denken an
- sprechen mit
Beispiele im Satz:
- Ich warte auf den Bus.
- Wir freuen uns auf den Urlaub.
- Sie interessiert sich für Musik.
- Ich denke an meine Familie.
- Er spricht mit seiner Lehrerin.
Hier siehst du: Das Verb kommt nicht allein. Es braucht oft eine bestimmte Präposition.
Warum sind diese Verbindungen wichtig?
Verb-Präposition-Verbindungen kommen im Deutschen sehr oft vor. Wenn du sie kennst, kannst du natürlicher sprechen. Wenn du sie nicht kennst, klingt ein Satz schnell falsch oder unnatürlich.
Warum muss man sie lernen?
- Sie kommen oft im Alltag vor.
- Sie sind wichtig für Gespräche.
- Sie sind wichtig für Schreiben und Prüfungen.
- Man kann sie oft nicht einfach erraten.
Deshalb ist es sinnvoll, sie wie kleine Wortgruppen zu lernen.
Verb und Präposition zusammen lernen
Es ist am besten, das Verb immer gleich mit der Präposition zu lernen, nicht allein.
Nicht so gut
- warten
- denken
- interessieren
Besser
- warten auf
- denken an
- sich interessieren für
So merkst du dir die Struktur leichter.
Wichtige Fragewörter
Bei Verb-Präposition-Verbindungen sind auch die Fragewörter wichtig. Sie helfen dir beim Verstehen und beim Bilden von Sätzen.
Beispiele
- warten auf → Worauf wartest du?
- denken an → Woran denkst du?
- sich interessieren für → Wofür interessierst du dich?
- sprechen mit → Mit wem sprichst du?
- träumen von → Wovon träumst du?
Bei Sachen benutzt man oft:
- worauf
- woran
- wofür
- wovon
Bei Personen fragt man oft mit:
- auf wen
- an wen
- mit wem
- für wen
Warten auf
Warten auf ist eine sehr wichtige Verbindung. Sie kommt im Alltag oft vor.
Beispiele
- Ich warte auf den Bus.
- Wir warten auf unsere Freunde.
- Sie wartet auf eine E-Mail.
- Er wartet auf den Arzt.
Fragen
- Worauf wartest du?
- Auf wen wartest du?
Typische Antworten:
- Ich warte auf den Zug.
- Ich warte auf meinen Bruder.
Sich freuen auf / sich freuen über
Diese Verbindung ist sehr wichtig. Es gibt zwei Formen mit unterschiedlicher Bedeutung.
Sich freuen auf
Das benutzt du für die Zukunft.
- Ich freue mich auf das Wochenende.
- Wir freuen uns auf den Urlaub.
- Sie freut sich auf ihren Geburtstag.
Sich freuen über
Das benutzt du für etwas im Moment oder in der Vergangenheit.
- Ich freue mich über das Geschenk.
- Er freut sich über die gute Nachricht.
- Wir freuen uns über das schöne Wetter.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Sich interessieren für
Sich interessieren für benutzt du, wenn du sagen willst, was du spannend oder wichtig findest.
Beispiele
- Ich interessiere mich für Musik.
- Sie interessiert sich für Kunst.
- Wir interessieren uns für Sprachen.
- Er interessiert sich für Politik.
Fragen
- Wofür interessierst du dich?
- Für wen interessiert er sich?
Diese Verbindung ist in Gesprächen sehr nützlich.
Denken an
Denken an benutzt du, wenn du etwas oder jemanden im Kopf hast.
Beispiele
- Ich denke an meine Familie.
- Sie denkt an die Prüfung.
- Wir denken oft an den Urlaub.
- Er denkt an seine Arbeit.
Fragen
- Woran denkst du?
- An wen denkst du?
Beispielantworten:
- Ich denke an meinen Freund.
- Ich denke an das Wochenende.
Sprechen mit / sprechen über
Mit sprechen mit sagst du, mit wem du redest. Mit sprechen über sagst du, welches Thema du hast.
Sprechen mit
- Ich spreche mit meiner Lehrerin.
- Er spricht mit seinem Chef.
- Wir sprechen mit den Nachbarn.
Sprechen über
- Wir sprechen über den Kurs.
- Sie spricht über ihre Reise.
- Ich spreche mit dir über das Problem.
Diese zwei Formen werden oft zusammen benutzt.
Träumen von
Träumen von ist eine häufige Verbindung. Du kannst damit über Schlaf oder Wünsche sprechen.
Beispiele
- Ich träume von einem Haus am Meer.
- Sie träumt von einer Reise nach Italien.
- Wir träumen von einer besseren Zukunft.
- Er träumt von seinem Urlaub.
Fragen
- Wovon träumst du?
- Von wem träumt sie?
Diese Verbindung ist oft auch emotional und persönlich.
Angst haben vor
Angst haben vor ist im Alltag ebenfalls sehr wichtig.
Beispiele
- Ich habe Angst vor der Prüfung.
- Sie hat Angst vor Hunden.
- Wir haben Angst vor dem Gespräch.
- Er hat Angst vor dem Zahnarzt.
Fragen
- Wovor hast du Angst?
- Vor wem hat er Angst?
Diese Verbindung brauchst du oft, wenn du über Gefühle sprichst.
Sich erinnern an
Sich erinnern an benutzt du, wenn du etwas aus der Vergangenheit noch weißt.
Beispiele
- Ich erinnere mich an meinen ersten Schultag.
- Sie erinnert sich an den Urlaub.
- Wir erinnern uns an das Gespräch.
- Er erinnert sich an seine Kindheit.
Fragen
- Woran erinnerst du dich?
- An wen erinnert sie sich?
Diese Verbindung ist oft wichtig in persönlichen Gesprächen.
Bitten um
Bitten um ist sehr nützlich, wenn du höflich etwas möchtest.
Beispiele
- Ich bitte um Hilfe.
- Sie bittet um eine Antwort.
- Wir bitten um Verständnis.
- Er bittet um einen Termin.
Fragen
- Worum bittest du?
- Um was bittet er?
Im Alltag und im Beruf ist diese Verbindung sehr praktisch.
Sich kümmern um
Sich kümmern um benutzt du, wenn du für etwas oder jemanden sorgst.
Beispiele
- Ich kümmere mich um die Kinder.
- Sie kümmert sich um ihre Mutter.
- Wir kümmern uns um das Problem.
- Er kümmert sich um die Gäste.
Fragen
- Worum kümmerst du dich?
- Um wen kümmert sie sich?
Diese Verbindung ist im Alltag sehr häufig.
Verb-Präposition-Verbindungen im Alltag
Jetzt schauen wir typische Alltagssituationen an.
Im Deutschkurs
- Ich warte auf den Lehrer.
- Wir sprechen über die Hausaufgaben.
- Sie denkt an die Prüfung.
- Er interessiert sich für deutsche Filme.
Bei der Arbeit
- Ich spreche mit meinem Chef.
- Wir bitten um eine schnelle Antwort.
- Sie kümmert sich um die Kunden.
- Er hat Angst vor dem Gespräch.
Zu Hause
- Ich freue mich auf das Wochenende.
- Wir sprechen über den Tag.
- Sie erinnert sich an ihre Kindheit.
- Er träumt von einer Reise.
Typische Fehler
Viele Lernende machen bei Verb-Präposition-Verbindungen ähnliche Fehler. Wenn du diese Fehler kennst, kannst du besser aufpassen.
Fehler 1: falsche Präposition
- Falsch: Ich warte an den Bus.
- Richtig: Ich warte auf den Bus.
- Falsch: Ich interessiere mich an Musik.
- Richtig: Ich interessiere mich für Musik.
Fehler 2: Präposition vergessen
- Falsch: Ich denke meine Familie.
- Richtig: Ich denke an meine Familie.
- Falsch: Wir sprechen das Problem.
- Richtig: Wir sprechen über das Problem.
Fehler 3: falsches Fragewort
- Falsch: Was wartest du?
- Richtig: Worauf wartest du?
- Falsch: Was interessierst du dich?
- Richtig: Wofür interessierst du dich?
Die Fragewörter mit wo- sind sehr wichtig.
Kurze Lesetexte
Lesetext: Im Deutschkurs
Ali lernt seit einigen Monaten Deutsch. Er wartet jeden Morgen auf den Bus, um pünktlich zum Kurs zu kommen. Im Unterricht spricht er oft mit seiner Lehrerin über neue Wörter. Er denkt viel an die B1-Prüfung, weil er sie bald machen möchte. Außerdem interessiert er sich sehr für deutsche Filme und Musik. Er freut sich schon auf das Wochenende, weil er dann mehr Zeit zum Lernen hat.
Was findest du im Text?
- warten auf den Bus
- sprechen mit seiner Lehrerin
- sprechen über neue Wörter
- denken an die B1-Prüfung
- sich interessieren für deutsche Filme und Musik
- sich freuen auf das Wochenende
Lesetext: Bei der Arbeit
Maria arbeitet in einem Büro. Sie spricht oft mit Kunden über Termine. Manchmal bittet sie um Geduld, wenn viel zu tun ist. Ihr Chef denkt oft an neue Projekte. Maria hat manchmal Angst vor wichtigen Gesprächen, aber sie bereitet sich gut vor. Sie kümmert sich um viele Aufgaben und freut sich über jede positive Rückmeldung.
Lesetext: Zu Hause
Am Abend spricht Paul mit seiner Schwester über den Tag. Er erinnert sich an ein lustiges Gespräch mit einem Kollegen. Später träumt er von einem Urlaub am Meer. Er freut sich schon auf die Ferien und denkt oft an seine Reisepläne. Am Wochenende möchte er sich mehr um seine Wohnung kümmern.
Kurze Dialoge
Dialog: Im Kurs
A: Woran denkst du gerade?
B: Ich denke an die Prüfung.
A: Hast du Angst davor?
B: Ein bisschen, ja.
Dialog: Unter Freunden
A: Wofür interessierst du dich?
B: Ich interessiere mich für Musik und Sprachen.
A: Wirklich?
B: Ja, sehr.
Dialog: Bei der Arbeit
A: Mit wem sprichst du gerade?
B: Ich spreche mit einem Kunden.
A: Worüber sprecht ihr?
B: Über einen Termin nächste Woche.
Nützliche Redemittel
- warten auf
- sich freuen auf
- sich freuen über
- sich interessieren für
- denken an
- sprechen mit
- sprechen über
- träumen von
- Angst haben vor
- sich erinnern an
- bitten um
- sich kümmern um
Beispiele mit diesen Redemitteln
- Ich warte auf den Zug.
- Wir freuen uns auf den Urlaub.
- Sie freut sich über das Geschenk.
- Er interessiert sich für Geschichte.
- Ich denke an meine Familie.
- Wir sprechen mit dem Lehrer.
- Sie spricht über ihre Reise.
- Ich träume von einem Haus am Meer.
- Er hat Angst vor der Prüfung.
- Ich erinnere mich an meine Kindheit.
- Wir bitten um Hilfe.
- Sie kümmert sich um ihre Kinder.
Wichtiger Wortschatz
- die Präposition
- die Verbindung
- warten
- sich freuen
- sich interessieren
- denken
- sprechen
- träumen
- Angst haben
- sich erinnern
- bitten
- sich kümmern
- die Prüfung
- der Urlaub
- das Gespräch
- die Hilfe
- die Antwort
- die Aufgabe
Tipps zum Lernen
- Lerne das Verb immer zusammen mit der Präposition.
- Lerne auch gleich ein Beispiel mit.
- Übe die Fragewörter wie worauf, woran und wofür.
- Schreibe kleine eigene Sätze aus deinem Alltag.
- Wiederhole die Verbindungen regelmäßig.
Kleine Lernhilfe
Du kannst dir diese drei Schritte merken:
- Verb + Präposition zusammen lernen
- Beispielsatz lernen
- Fragewort dazu lernen
Zum Beispiel:
- warten auf
- Ich warte auf den Bus.
- Worauf wartest du?
Übungssätze zum Lernen
- Ich warte auf den Bus.
- Wir freuen uns auf das Wochenende.
- Sie freut sich über das Geschenk.
- Er interessiert sich für Musik.
- Ich denke an meine Familie.
- Wir sprechen mit dem Lehrer.
- Sie spricht über ihre Reise.
- Ich träume von einem Urlaub am Meer.
- Er hat Angst vor der Prüfung.
- Ich erinnere mich an meinen ersten Schultag.
- Wir bitten um Hilfe.
- Sie kümmert sich um ihre Kinder.
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