Im Deutschen kann man viele neue Nomen bilden. Das ist sehr praktisch, weil du so deinen Wortschatz schneller erweitern kannst. Besonders wichtig ist es, Nomen aus Verben und Adjektiven zu bilden. Dann verstehst du leichter, wie Wörter zusammengehören. Wenn du zum Beispiel das Verb entscheiden kennst, kannst du auch das Nomen die Entscheidung besser verstehen. Oder wenn du das Adjektiv freundlich kennst, kannst du auch die Freundlichkeit leichter lernen. Auf B1-Niveau ist das sehr nützlich, weil solche Wörter oft in Texten, im Alltag, im Beruf und im Deutschkurs vorkommen. In diesem Text lernst du Schritt für Schritt, wie man Nomen aus Verben und Adjektiven bildet und wie du diese Wörter sicherer verstehen und benutzen kannst.
Was ist Wortbildung?
Wortbildung bedeutet: Aus einem bekannten Wort entsteht ein neues Wort. Im Deutschen geht das sehr oft mit Endungen. Diese Endungen nennt man Suffixe.
Einfache Beispiele
- lernen → der Lehrer
- entscheiden → die Entscheidung
- einladen → die Einladung
- freundlich → die Freundlichkeit
- krank → die Krankheit
Du siehst: Das neue Wort gehört zum alten Wort, aber es ist oft eine andere Wortart.
Warum ist das wichtig?
Wenn du Wortbildung verstehst, kannst du viele neue Wörter schneller lernen. Du musst nicht jedes Wort ganz neu lernen. Oft kannst du die Bedeutung schon teilweise erkennen.
Vorteile
- Du verstehst Texte besser.
- Du lernst Wortfamilien.
- Du erkennst Zusammenhänge.
- Du kannst genauer sprechen und schreiben.
- Du kannst deinen Wortschatz schneller erweitern.
Das hilft dir besonders bei längeren Texten und im Alltag.
Nomen aus Verben bilden
Viele Nomen kommen von Verben. Das ist im Deutschen sehr häufig. Oft beschreiben diese Nomen eine Handlung, ein Ergebnis oder eine Person.
Typische Beispiele
- entscheiden → die Entscheidung
- einladen → die Einladung
- erklären → die Erklärung
- bewegen → die Bewegung
- entwickeln → die Entwicklung
Diese Nomen brauchst du oft in Gesprächen und Texten.
Das Suffix -ung
Ein sehr wichtiges Suffix für Nomen aus Verben ist -ung. Viele feminine Nomen enden auf -ung.
Beispiele
- entscheiden → die Entscheidung
- einladen → die Einladung
- erklären → die Erklärung
- hoffen → die Hoffnung
- bewegen → die Bewegung
- verändern → die Veränderung
Beispiele im Satz
- Das war eine gute Entscheidung.
- Danke für die Einladung.
- Die Erklärung war klar.
- Ich habe noch Hoffnung.
- Bewegung ist gesund.
- Die Veränderung ist groß.
Viele Wörter mit -ung sind feminin:
- die Entscheidung
- die Einladung
- die Hoffnung
Nomen für Personen: -er und -erin
Aus Verben kann man auch Nomen für Personen bilden. Sehr oft benutzt man -er oder -erin.
Beispiele mit -er
- lernen → der Lehrer
- arbeiten → der Arbeiter
- fahren → der Fahrer
- verkaufen → der Verkäufer
- spielen → der Spieler
Beispiele mit -erin
- lernen → die Lehrerin
- arbeiten → die Arbeiterin
- fahren → die Fahrerin
- verkaufen → die Verkäuferin
- spielen → die Spielerin
Beispiele im Satz
- Der Lehrer erklärt die Regel.
- Die Lehrerin hilft den Schülern.
- Der Fahrer wartet draußen.
- Die Verkäuferin ist freundlich.
Diese Formen sind im Alltag sehr wichtig.
Nomen ohne klares Suffix
Manche Nomen aus Verben haben keine einfache, klare Endung wie -ung. Diese Wörter musst du oft zusammen mit dem Verb lernen.
Beispiele
- sprechen → das Gespräch
- fahren → die Fahrt
- sehen → die Sicht
- helfen → die Hilfe
- denken → der Gedanke
Beispiele im Satz
- Wir führen ein Gespräch.
- Die Fahrt war lang.
- Die Sicht ist heute schlecht.
- Danke für deine Hilfe.
- Das ist ein interessanter Gedanke.
Hier hilft es, Wortfamilien zu lernen.
Nomen aus Adjektiven bilden
Auch aus Adjektiven kann man Nomen bilden. Diese Nomen zeigen oft Eigenschaften, Zustände oder abstrakte Ideen.
Typische Beispiele
- freundlich → die Freundlichkeit
- möglich → die Möglichkeit
- krank → die Krankheit
- schön → die Schönheit
- sicher → die Sicherheit
Diese Wörter kommen oft in Texten und Gesprächen vor.
Die Suffixe -heit und -keit
Sehr wichtige Endungen für Nomen aus Adjektiven sind -heit und -keit.
Beispiele mit -heit
- krank → die Krankheit
- schön → die Schönheit
- frei → die Freiheit
- gesund → die Gesundheit
Beispiele mit -keit
- freundlich → die Freundlichkeit
- möglich → die Möglichkeit
- schnell → die Schnelligkeit
- sauber → die Sauberkeit
Beispiele im Satz
- Die Gesundheit ist wichtig.
- Freiheit ist für viele Menschen wichtig.
- Danke für deine Freundlichkeit.
- Es gibt eine gute Möglichkeit.
- Die Sauberkeit in der Küche ist wichtig.
Fast alle diese Wörter sind feminin:
- die Krankheit
- die Möglichkeit
- die Freundlichkeit
Das Suffix -schaft
Auch -schaft ist wichtig. Mit diesem Suffix entstehen oft Nomen aus anderen Wörtern, auch aus Adjektiven oder Nomen.
Beispiele
- freundlich / der Freund → die Freundschaft
- bereit → die Bereitschaft
- eigen → die Eigenschaft
Beispiele im Satz
- Unsere Freundschaft ist alt.
- Danke für deine Bereitschaft zu helfen.
- Geduld ist eine gute Eigenschaft.
Auch diese Wörter sind meist feminin.
Wortfamilien besser verstehen
Wenn du Nomen aus Verben und Adjektiven lernst, solltest du immer auch die Wortfamilie sehen.
Beispiel: entscheiden
- entscheiden
- die Entscheidung
Beispiel: freundlich
- freundlich
- die Freundlichkeit
- der Freund
- die Freundin
- die Freundschaft
Beispiel: gesund
- gesund
- die Gesundheit
So erkennst du leichter, welche Wörter zusammengehören.
Nomen aus Verben im Alltag
Viele Nomen aus Verben hörst und liest du jeden Tag.
Im Deutschkurs
- die Erklärung
- die Übung
- die Entscheidung
- das Gespräch
Bei der Arbeit
- die Einladung
- die Entwicklung
- die Veränderung
- der Verkäufer
Zu Hause und in der Freizeit
- die Bewegung
- die Hilfe
- die Fahrt
- der Gedanke
Diese Wörter machen deine Sprache klarer und natürlicher.
Nomen aus Adjektiven im Alltag
Auch Nomen aus Adjektiven sind im Alltag sehr häufig.
Typische Wörter
- die Gesundheit
- die Freundlichkeit
- die Möglichkeit
- die Schnelligkeit
- die Sicherheit
Beispiele im Satz
- Gesundheit ist wichtig.
- Ich danke dir für deine Freundlichkeit.
- Es gibt eine neue Möglichkeit.
- Die Schnelligkeit des Internets ist gut.
- Sicherheit ist im Straßenverkehr wichtig.
Diese Wörter brauchst du oft beim Lesen und Schreiben.
Typische Fehler bei der Wortbildung
Viele Lernende machen ähnliche Fehler. Wenn du diese Fehler kennst, kannst du besser lernen.
Fehler 1: Verb und Nomen nicht verbinden
- entscheiden
- die Entscheidung
Manche Lernende lernen diese Wörter getrennt. Besser ist es, sie zusammen zu lernen.
Fehler 2: Falsches Geschlecht
Viele Nomen mit -ung, -heit und -keit sind feminin.
- die Entscheidung
- die Möglichkeit
- die Gesundheit
Ein typischer Fehler ist:
- Falsch: der Entscheidung
- Richtig: die Entscheidung
Fehler 3: Nur die Grundform lernen
Wenn du nur freundlich lernst, kennst du noch nicht automatisch die Freundlichkeit. Es hilft, mehrere Formen zusammen zu sehen.
Fehler 4: Bedeutung nicht im Kontext lernen
Lerne nicht nur eine Liste. Lerne auch Beispiele:
- Danke für die Einladung.
- Das war eine gute Entscheidung.
- Ich schätze deine Freundlichkeit.
So merkst du dir die Wörter besser.
Kurze Lesetexte
Lesetext: Im Deutschkurs
Ali lernt seit einigen Monaten Deutsch. Heute erklärt die Lehrerin ein neues Thema: Wortbildung. Sie zeigt den Schülern das Verb „entscheiden“ und schreibt daneben das Nomen „die Entscheidung“. Danach erklärt sie auch „einladen“ und „die Einladung“. Später lesen die Schüler Wörter wie „Freundlichkeit“, „Möglichkeit“ und „Gesundheit“. Ali merkt, dass er viele neue Wörter besser verstehen kann, wenn er die Wortfamilien kennt.
Was findest du im Text?
- entscheiden → die Entscheidung
- einladen → die Einladung
- freundlich → die Freundlichkeit
- möglich → die Möglichkeit
- gesund → die Gesundheit
Lesetext: Bei der Arbeit
Maria arbeitet in einem Büro. Heute bekommt sie eine Einladung zu einem Meeting. Danach liest sie eine klare Erklärung von ihrem Chef. Später bedankt sich ein Kunde für ihre Freundlichkeit. Am Nachmittag spricht sie mit einer Kollegin über eine wichtige Entscheidung. Maria merkt, dass viele Nomen aus Verben und Adjektiven im Beruf sehr oft vorkommen.
Lesetext: Zu Hause
Paul bleibt heute zu Hause, weil er krank ist. Für ihn ist Gesundheit sehr wichtig. Am Nachmittag ruft ihn ein Freund an und bietet Hilfe an. Paul freut sich über diese Freundlichkeit. Später denkt er über die Möglichkeit nach, morgen wieder arbeiten zu gehen. Am Abend trifft er eine ruhige Entscheidung: Er bleibt noch einen Tag zu Hause.
Kurze Dialoge
Dialog: Im Kurs
A: Kennst du das Verb „entscheiden“?
B: Ja.
A: Und wie heißt das Nomen?
B: Die Entscheidung.
Dialog: Bei der Arbeit
A: Hast du die Einladung schon gelesen?
B: Ja, und auch die Erklärung dazu.
A: War alles klar?
B: Ja, ziemlich klar.
Dialog: Zu Hause
A: Danke für deine Hilfe.
B: Gern.
A: Und auch für deine Freundlichkeit.
B: Das ist nett von dir.
Nützliche Redemittel
- eine Entscheidung treffen
- eine Einladung bekommen
- eine Erklärung geben
- Hilfe anbieten
- Freundlichkeit zeigen
- eine Möglichkeit sehen
- auf die Gesundheit achten
- eine Entwicklung sehen
Beispiele mit diesen Redemitteln
- Ich muss heute eine Entscheidung treffen.
- Sie hat eine Einladung zum Kurs bekommen.
- Der Lehrer gibt eine klare Erklärung.
- Mein Freund bietet mir Hilfe an.
- Die Verkäuferin zeigt viel Freundlichkeit.
- Ich sehe eine gute Möglichkeit.
- Wir müssen auf unsere Gesundheit achten.
- Die Entwicklung ist positiv.
Wichtiger Wortschatz
- die Wortbildung
- das Verb
- das Adjektiv
- das Nomen
- das Suffix
- die Entscheidung
- die Einladung
- die Erklärung
- die Entwicklung
- die Hoffnung
- die Freundlichkeit
- die Möglichkeit
- die Krankheit
- die Gesundheit
- die Schnelligkeit
- der Lehrer
- die Lehrerin
- die Freundschaft
Tipps zum Lernen
- Lerne Verb oder Adjektiv immer zusammen mit dem Nomen.
- Achte auf typische Suffixe wie -ung, -heit und -keit.
- Merke dir, dass viele dieser Nomen feminin sind.
- Lerne Wörter in Wortfamilien.
- Schreibe eigene Beispielsätze mit neuen Wörtern.
Kleine Lernhilfe
Du kannst dir diese Muster merken:
- Verb + -ung → die Entscheidung, die Einladung, die Erklärung
- Adjektiv + -heit / -keit → die Gesundheit, die Freundlichkeit, die Möglichkeit
- Verb + -er / -erin → der Lehrer, die Lehrerin
Zum Beispiel:
- entscheiden → die Entscheidung
- freundlich → die Freundlichkeit
- lernen → der Lehrer
Übungssätze zum Lernen
- Das war eine gute Entscheidung.
- Danke für die Einladung.
- Die Erklärung war klar.
- Ich habe noch Hoffnung.
- Bewegung ist gesund.
- Die Entwicklung ist positiv.
- Danke für deine Freundlichkeit.
- Es gibt eine gute Möglichkeit.
- Gesundheit ist wichtig.
- Die Sauberkeit in der Küche ist wichtig.
- Der Lehrer erklärt die Regel.
- Die Lehrerin hilft den Schülern.
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