Im Deutschen gibt es viele wichtige Satzmuster. Eines davon ist der Infinitiv mit zu. Dieses Thema ist für A2 sehr nützlich, weil du damit Wünsche, Pläne, Hoffnungen und Absichten ausdrücken kannst. Du kannst zum Beispiel sagen, dass du etwas lernen möchtest, dass du versuchst, etwas zu machen, oder dass du vergisst, etwas zu tun. Am Anfang wirkt diese Grammatik vielleicht etwas neu. Aber mit einfachen Regeln und vielen Beispielen kannst du sie gut verstehen. In diesem Text lernst du Schritt für Schritt, wie der Infinitiv mit zu funktioniert und wann man ihn benutzt.
Was ist ein Infinitiv mit zu?
Der Infinitiv ist die Grundform vom Verb. Zum Beispiel:
- lernen
- machen
- gehen
- lesen
- arbeiten
Beim Infinitiv mit zu steht vor dem Verb das Wort zu.
Beispiele:
- zu lernen
- zu machen
- zu gehen
- zu lesen
- zu arbeiten
Diese Form steht oft am Ende eines Satzes oder Satzteils.
Einfache Beispiele
- Ich versuche, Deutsch zu lernen.
- Sie plant, morgen früher zu kommen.
- Wir hoffen, die Prüfung zu bestehen.
- Er vergisst oft, die Tür zu schließen.
In diesen Sätzen steht der Infinitiv mit zu am Ende.
Warum ist der Infinitiv mit zu wichtig?
Mit dem Infinitiv mit zu kannst du viele wichtige Dinge sagen:
- was du machen willst
- was du planst
- was du versuchst
- was du vergisst
- was du beginnst
- was du hoffst
So kannst du genauer und natürlicher sprechen.
Vergleiche:
- Ich lerne Deutsch.
- Ich versuche, Deutsch zu lernen.
- Wir kommen morgen.
- Wir planen, morgen zu kommen.
Mit dem Infinitiv mit zu wird die Aussage genauer.
Wie bildet man den Infinitiv mit zu?
Die Regel ist einfach:
- zu + Infinitiv
Beispiele:
- zu lernen
- zu arbeiten
- zu fahren
- zu kaufen
- zu verstehen
Im Satz
Oft steht zuerst ein Verb oder ein Ausdruck, und danach kommt der Infinitiv mit zu.
- Ich hoffe, bald eine Arbeit zu finden.
- Sie versucht, pünktlich zu sein.
- Wir vergessen, die Hausaufgaben zu machen.
- Er beginnt, Deutsch zu sprechen.
Das zweite Verb steht dann als Infinitiv mit zu am Ende.
Wichtige Verben mit Infinitiv mit zu
Einige Verben benutzt man sehr oft mit dem Infinitiv mit zu. Diese Verben sind für A2 besonders wichtig:
- versuchen
- hoffen
- planen
- beginnen
- anfangen
- vergessen
- vorhaben
- brauchen
- lernen
- entscheiden
Beispiele mit diesen Verben
- Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen.
- Wir hoffen, bald Urlaub zu machen.
- Sie plant, eine Reise nach Wien zu machen.
- Er beginnt, ein Buch zu lesen.
- Du fängst an, schneller zu sprechen.
- Ich vergesse oft, Wasser zu trinken.
- Wir haben vor, eine Wohnung zu suchen.
- Du brauchst nicht, alles sofort zu verstehen.
- Sie lernt, besser Deutsch zu schreiben.
- Ich entscheide mich, heute zu Hause zu bleiben.
Infinitiv mit zu bei Wünschen und Plänen
Sehr oft benutzt man den Infinitiv mit zu, wenn man über Wünsche oder Pläne spricht.
Wünsche ausdrücken
- Ich hoffe, bald besser Deutsch zu sprechen.
- Sie wünscht sich, mehr Zeit zu haben.
- Wir hoffen, die Prüfung zu schaffen.
Pläne ausdrücken
- Ich plane, am Wochenende meine Eltern zu besuchen.
- Wir haben vor, im Sommer nach Deutschland zu reisen.
- Er entscheidet sich, früher aufzustehen.
Diese Sätze sind im Alltag sehr praktisch.
Infinitiv mit zu bei lernen, anfangen und beginnen
Wenn du sagen möchtest, dass eine Handlung startet oder dass du etwas lernst, ist der Infinitiv mit zu auch wichtig.
Mit „lernen“
- Ich lerne, Deutsch zu sprechen.
- Das Kind lernt, allein zu essen.
- Wir lernen, besser zu schreiben.
Mit „anfangen“ und „beginnen“
- Ich fange an, ein Buch zu lesen.
- Sie beginnt, in Berlin zu arbeiten.
- Wir fangen an, die Übung zu machen.
Diese Formen zeigen: Etwas startet jetzt.
Infinitiv mit zu bei vergessen und versuchen
Diese zwei Verben sind sehr wichtig im Alltag.
Mit „vergessen“
- Ich vergesse oft, meine Hausaufgaben zu machen.
- Er hat vergessen, das Fenster zu schließen.
- Wir vergessen manchmal, genug Wasser zu trinken.
Mit „versuchen“
- Ich versuche, pünktlich zu sein.
- Sie versucht, langsam zu sprechen.
- Wir versuchen, die Aufgabe zu verstehen.
Mit diesen Verben kannst du viele Alltagssituationen beschreiben.
Infinitiv mit zu bei „es ist …“
Auch nach Ausdrücken mit es ist benutzt man oft den Infinitiv mit zu.
Wichtige Ausdrücke
- Es ist wichtig, … zu …
- Es ist gut, … zu …
- Es ist schwer, … zu …
- Es ist leicht, … zu …
- Es ist interessant, … zu …
Beispiele
- Es ist wichtig, jeden Tag Deutsch zu üben.
- Es ist gut, viel Wasser zu trinken.
- Es ist manchmal schwer, die Grammatik zu verstehen.
- Es ist leicht, diesen Text zu lesen.
- Es ist interessant, neue Menschen kennenzulernen.
Diese Sätze sind besonders nützlich im Kurs und beim Schreiben.
Infinitiv mit zu bei „ich habe Zeit / Lust / Angst“
Auch nach einigen festen Ausdrücken kannst du den Infinitiv mit zu benutzen.
Wichtige Ausdrücke
- Ich habe Zeit, … zu …
- Ich habe Lust, … zu …
- Ich habe Angst, … zu …
- Ich habe die Möglichkeit, … zu …
Beispiele
- Ich habe heute Zeit, mit dir zu lernen.
- Sie hat Lust, ins Kino zu gehen.
- Er hat Angst, einen Fehler zu machen.
- Wir haben die Möglichkeit, online zu üben.
Diese Satzmuster kommen im Alltag oft vor.
Trennbare Verben mit zu
Bei trennbaren Verben steht zu zwischen dem Präfix und dem Verb.
Beispiele
- aufstehen → aufzustehen
- einkaufen → einzukaufen
- anmachen → anzumachen
- mitkommen → mitzukommen
Beispiele im Satz
- Ich versuche, morgen früh aufzustehen.
- Wir planen, am Abend einzukaufen.
- Er vergisst, das Licht anzumachen.
- Sie hofft, mitkommen zu dürfen.
Das ist eine wichtige Regel. Das zu steht mitten im Verb.
Nicht trennbare Verben mit zu
Bei nicht trennbaren Verben steht zu einfach vor dem ganzen Verb.
Beispiele
- verstehen → zu verstehen
- besuchen → zu besuchen
- erzählen → zu erzählen
- bekommen → zu bekommen
Beispiele im Satz
- Ich hoffe, die Regel bald zu verstehen.
- Wir planen, unsere Freunde zu besuchen.
- Sie versucht, die Geschichte zu erzählen.
- Er freut sich, ein Geschenk zu bekommen.
Wann benutzt man keinen Infinitiv mit zu?
Es gibt auch Fälle ohne zu. Das ist für Anfänger sehr wichtig.
Bei Modalverben
Nach Modalverben benutzt man keinen Infinitiv mit zu.
- Ich kann Deutsch lernen.
- Wir müssen heute arbeiten.
- Sie will nach Hause gehen.
- Du sollst mehr Wasser trinken.
Nicht richtig ist:
- Ich kann Deutsch zu lernen.
- Wir müssen heute zu arbeiten.
Bei gehen, fahren, kommen + Infinitiv
Auch hier benutzt man oft kein zu.
- Ich gehe einkaufen.
- Wir fahren schwimmen.
- Sie kommt morgen helfen.
Bei bleiben und lassen
- Ich bleibe sitzen.
- Er lässt das Auto reparieren.
Diese Formen musst du einfach mitlernen.
Die Wortstellung im Satz
Der Infinitiv mit zu steht meistens am Ende des Satzes oder Nebensatzes.
Beispiele im Hauptsatz
- Ich versuche, die Aufgabe zu verstehen.
- Wir planen, morgen früh loszufahren.
- Sie hofft, bald eine Wohnung zu finden.
Beispiele im Nebensatz
- Ich bin froh, dass ich Zeit habe, mit dir zu sprechen.
- Sie sagt, dass sie versucht, mehr Deutsch zu lesen.
- Wir wissen, dass es wichtig ist, viel zu üben.
Auch hier steht der Infinitiv mit zu weit hinten im Satz.
Infinitiv mit zu im Alltag
Im Alltag brauchst du diese Struktur sehr oft.
Im Deutschkurs
- Ich versuche, neue Wörter zu lernen.
- Es ist wichtig, viel zu sprechen.
- Ich hoffe, die Prüfung zu bestehen.
Bei der Arbeit
- Ich plane, morgen früher ins Büro zu kommen.
- Wir versuchen, das Problem schnell zu lösen.
- Es ist gut, alles genau zu erklären.
Zu Hause
- Ich vergesse oft, das Licht auszumachen.
- Ich habe Lust, heute etwas Leckeres zu kochen.
- Wir haben vor, die Wohnung zu putzen.
Kurze Lesetexte
Lesetext: Im Deutschkurs
Ali lernt seit sechs Monaten Deutsch. Er versucht, jeden Tag neue Wörter zu lernen. Im Kurs beginnt er, mehr zu sprechen. Am Anfang hatte er Angst, Fehler zu machen. Jetzt ist er mutiger geworden. Er hofft, bald noch besser Deutsch zu verstehen. Seine Lehrerin sagt, dass es wichtig ist, jeden Tag ein bisschen zu üben.
Lesetext: Wochenendpläne
Maria hat am Wochenende viel vor. Sie plant, am Samstag ihre Freundin zu besuchen. Danach möchte sie in der Stadt einkaufen gehen. Am Sonntag hat sie Lust, lange zu schlafen und später einen Kuchen zu backen. Sie versucht auch, etwas für den Deutschkurs zu lesen. Maria findet es gut, am Wochenende Zeit zu haben, neue Dinge zu machen.
Lesetext: Bei der Arbeit
Tom arbeitet in einem Büro. Heute hat er viel zu tun. Er versucht, alle E-Mails schnell zu beantworten. Dann beginnt er, einen Bericht zu schreiben. Sein Chef sagt, dass es wichtig ist, sehr genau zu arbeiten. Tom hofft, am Nachmittag etwas früher nach Hause zu gehen. Aber er darf nicht vergessen, zuerst ein wichtiges Dokument zu schicken.
Kurze Dialoge
Dialog: Im Kurs
A: Versuchst du jeden Tag Deutsch zu lernen?
B: Ja, ich versuche es.
A: Ist es schwer, alles zu verstehen?
B: Ja, manchmal. Aber es ist interessant, Deutsch zu lernen.
Dialog: Über Pläne
A: Was hast du am Wochenende vor?
B: Ich plane, meine Schwester zu besuchen.
A: Schön. Hast du auch Lust, ins Kino zu gehen?
B: Ja, ich habe Lust, am Samstagabend ins Kino zu gehen.
Dialog: Zu Hause
A: Hast du vergessen, die Tür zu schließen?
B: Oh ja, das habe ich vergessen.
A: Versuch bitte, daran zu denken.
B: Ja, ich versuche, in Zukunft besser aufzupassen.
Typische Fehler von Anfängern
„zu“ vergessen
Viele Lernende vergessen das Wort zu.
- richtig: Ich versuche, Deutsch zu lernen.
- falsch: Ich versuche, Deutsch lernen.
„zu“ bei Modalverben benutzen
Bei Modalverben benutzt man kein zu.
- richtig: Ich will Deutsch lernen.
- falsch: Ich will Deutsch zu lernen.
Trennbare Verben falsch bilden
Bei trennbaren Verben kommt zu in die Mitte.
- richtig: Ich hoffe, morgen früh aufzustehen.
- falsch: Ich hoffe, zu aufstehen.
Wichtige Satzmuster zum Lernen
- Ich versuche, … zu …
- Ich hoffe, … zu …
- Ich plane, … zu …
- Ich beginne, … zu …
- Ich vergesse, … zu …
- Es ist wichtig, … zu …
- Ich habe Lust, … zu …
- Ich habe Zeit, … zu …
- Ich habe Angst, … zu …
Beispiele mit diesen Mustern
- Ich versuche, mehr zu lesen.
- Wir hoffen, bald Urlaub zu machen.
- Sie plant, eine neue Arbeit zu finden.
- Er beginnt, früher aufzustehen.
- Ich vergesse oft, meine Bücher mitzunehmen.
- Es ist wichtig, die Hausaufgaben zu machen.
- Ich habe Lust, heute spazieren zu gehen.
- Wir haben Zeit, zusammen zu lernen.
- Sie hat Angst, zu spät zu kommen.
Praktische Tipps für A2
- Lerne wichtige Verben mit Beispielsätzen.
- Achte auf das Wort zu.
- Merke dir: Der Infinitiv mit zu steht oft am Ende.
- Übe trennbare Verben extra.
- Lerne auch die Fälle ohne zu.
- Benutze die Struktur in eigenen Sätzen.
Kleine Lernhilfe
Du kannst diese drei Sätze oft wiederholen:
- Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen.
- Es ist wichtig, viel zu üben.
- Ich habe Lust, besser Deutsch zu sprechen.
So lernst du die Struktur schnell und klar.
Übungssätze zum Lernen
- Ich hoffe, bald besser Deutsch zu sprechen.
- Wir planen, im Sommer nach Berlin zu fahren.
- Sie versucht, die Aufgabe zu verstehen.
- Er vergisst oft, das Fenster zu schließen.
- Ich habe Lust, heute etwas Leckeres zu kochen.
- Es ist wichtig, pünktlich zu sein.
- Ich beginne, mehr Bücher auf Deutsch zu lesen.
- Wir haben vor, eine neue Wohnung zu suchen.
- Sie hat Angst, einen Fehler zu machen.
- Ich lerne, längere Sätze zu schreiben.
- Er versucht, früher aufzustehen.
- Es ist nicht leicht, alles sofort zu verstehen.
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