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5.4 Was-Relativsätze im Deutschen einfach verstehen und verwenden

Im Deutschen gibt es verschiedene Arten von Relativsätzen. Viele Lernende kennen zuerst Sätze mit „der“, „die“ und „das“, zum Beispiel: „Das ist der Mann, der hier arbeitet.“ Später lernt man auch Was-Relativsätze. Diese Sätze sind sehr nützlich, weil man mit ihnen auf ganze Aussagen, auf unbestimmte Wörter oder auf Dinge ohne klares Nomen verweisen kann. Auf B2-Niveau sollte man solche Strukturen gut verstehen und anwenden können. Auch wenn du noch auf A1–A2-Niveau lernst, kannst du die Grundidee schon einfach und Schritt für Schritt verstehen. In diesem Text lernst du, was Was-Relativsätze sind, wann man sie benutzt und wie man sie mit einfachen Beispielen richtig bildet.

Was ist ein Was-Relativsatz?

Die Grundidee einfach erklärt

Ein Was-Relativsatz ist ein Relativsatz mit dem Wort „was“. Er gibt zusätzliche Informationen. Anders als normale Relativsätze mit „der“, „die“ oder „das“ bezieht sich „was“ oft nicht auf ein normales Nomen mit Artikel, sondern auf etwas Allgemeines, Unbestimmtes oder auf einen ganzen Satz.

Beispiele:

In diesen Sätzen gibt der Was-Relativsatz genauere Informationen.

Warum diese Sätze wichtig sind

Mit Was-Relativsätzen kannst du natürlicher und genauer sprechen. Du kannst damit auf Ideen, Aussagen oder unbestimmte Dinge verweisen. Das ist besonders nützlich in Gesprächen, Erklärungen und Texten.

Wann benutzt man „was“ als Relativpronomen?

Nach „alles“, „nichts“, „etwas“, „vieles“, „manches“

Sehr oft benutzt man „was“ nach unbestimmten Wörtern. Das sind zum Beispiel:

Beispiele:

Hier ist „was“ ganz normal und richtig.

Nach „das“ als Hinweiswort

Auch nach „das“ kann man oft „was“ benutzen. Dann meint man meist eine Sache oder eine Idee allgemein.

Beispiele:

Diese Struktur ist sehr häufig und nützlich.

„Was“ für einen ganzen Satz oder Gedanken

Auf eine ganze Aussage verweisen

Manchmal bezieht sich „was“ nicht nur auf ein Wort, sondern auf einen ganzen Satz. Dann bedeutet es ungefähr: „und das“ oder „das hat …“

Beispiele:

Hier bezieht sich „was“ auf die ganze Aussage davor.

Warum diese Form nützlich ist

Mit dieser Struktur kannst du auf eine Information reagieren, ohne alles zu wiederholen.

Vergleich:

Der zweite Satz klingt flüssiger und natürlicher.

„Was“ und „das“ – was ist der Unterschied?

„Das“ als Artikel oder Pronomen

„Das“ kann ein Artikel oder ein Pronomen sein.

Beispiele:

Hier ist „das“ kein Relativpronomen mit der Bedeutung von „was“.

„Was“ als Relativpronomen

„Was“ benutzt man nicht einfach für jedes Nomen. Nach einem normalen Nomen mit Artikel benutzt man meistens „der“, „die“ oder „das“.

Vergleich:

Im ersten Satz bezieht sich der Relativsatz auf „das Buch“. Deshalb steht „das“. Im zweiten Satz bezieht er sich auf „alles“. Deshalb steht „was“.

Wann benutzt man nicht „was“?

Nicht nach normalen Nomen mit Artikel

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Viele Lernende machen hier Fehler. Nach normalen Nomen mit Artikel benutzt man meistens nicht „was“.

Beispiele:

„Was“ passt also nicht einfach für Personen oder konkrete Nomen mit Artikel.

Die richtige Frage hilft

Wenn du ein klares Nomen mit Artikel hast, brauchst du meist „der“, „die“ oder „das“.

Wenn du etwas Allgemeines oder Unbestimmtes meinst, ist oft „was“ richtig.

Die Wortstellung im Was-Relativsatz

Das Verb steht am Ende

Wie in anderen Relativsätzen steht das Verb auch im Was-Relativsatz am Ende.

Beispiele:

Die Verben am Ende sind:

Das Komma ist wichtig

Vor dem Relativsatz steht ein Komma.

Das Komma darf man nicht vergessen.

Typische Strukturen mit „was“

Mit unbestimmten Wörtern

Diese Strukturen sind besonders häufig:

Beispiele:

Mit „das, was“

Auch diese Form ist sehr typisch:

Diese Struktur klingt oft klar und natürlich.

„Was“ mit Präpositionen

Wenn eine Präposition nötig ist

Auch Was-Relativsätze können eine Präposition haben. Dann steht oft eine Form mit „wo-“ oder die Präposition vor „was“, besonders in formeller Sprache.

Beispiele:

Hier sieht man, dass auch bei „was“ Präpositionen wichtig sein können.

Typische Formen

Beispiele:

Was-Relativsätze im Alltag

Über Dinge allgemein sprechen

Im Alltag benutzt man Was-Relativsätze oft, wenn man allgemein über Ideen oder Erfahrungen spricht.

Auf Aussagen reagieren

Sehr häufig ist auch die Form, mit der man auf einen ganzen Satz reagiert.

So kannst du deine Sprache flüssiger machen.

Vergleich: zwei Sätze oder ein Was-Relativsatz

Einfacher Satz und verbundener Satz

Vergleiche diese Beispiele:

Mit Was-Relativsätzen verbindest du Informationen besser.

Warum das auf B2-Niveau wichtig ist

Auf höherem Niveau reicht es nicht, nur viele kurze Sätze zu machen. Man soll Informationen verbinden und genauer ausdrücken. Genau dabei helfen Was-Relativsätze.

Kurzer Lesetext

Jonas besucht seit einigen Monaten einen Deutschkurs. Alles, was er dort lernt, versucht er sofort im Alltag zu benutzen. Besonders wichtig ist für ihn das, was die Lehrerin über Satzbau erklärt. Manches, was am Anfang schwer war, versteht er inzwischen viel besser. Letzte Woche hat er einen kurzen Text geschrieben, was ihn stolz gemacht hat. Auch seine Aussprache ist besser geworden, was seine Lehrerin bemerkt hat. Jonas merkt, dass Was-Relativsätze ihm helfen, Gedanken klarer und natürlicher auszudrücken.

Wichtige Was-Relativsätze aus dem Lesetext

Einfache Dialoge

Dialog über Lernen

A: Verstehst du alles, was die Lehrerin erklärt?
B: Nicht alles, aber vieles.
A: Und was hilft dir am meisten?
B: Das, was wir oft wiederholen.

Dialog über eine Aussage

A: Paul hat die Prüfung bestanden.
B: Wirklich?
A: Ja, was mich sehr gefreut hat.
B: Das ist schön.

Dialog über etwas Unklares

A: Gibt es etwas, was du noch nicht verstehst?
B: Ja, etwas, was ich noch üben muss, ist die Wortstellung.
A: Das ist normal.
B: Ja, aber es wird langsam besser.

Dialog über einen Gegenstand

A: Ist das, was du suchst, auf dem Tisch?
B: Ja, genau das suche ich.
A: Gut.
B: Danke, ich habe es zuerst nicht gesehen.

Wortschatz zum Thema Was-Relativsätze

Nützliche Satzmuster

Mit unbestimmten Wörtern

Beispiele:

Mit „das, was“

Beispiele:

Als Reaktion auf einen ganzen Satz

Beispiele:

Typische Fehler

„Was“ nach normalen Nomen benutzen

Das ist ein sehr häufiger Fehler.

Nach normalen Nomen mit Artikel benutzt man meistens „der“, „die“ oder „das“.

Das Verb nicht ans Ende setzen

Auch im Was-Relativsatz steht das Verb am Ende.

Komma vergessen

Vor dem Relativsatz steht ein Komma, und oft steht auch nach dem Relativsatz noch ein Komma, wenn der Hauptsatz weitergeht.

„Was“ und „das“ nicht unterscheiden

Viele Lernende verwechseln diese beiden Wörter. Merke dir:

Kleine Schreibhilfe

Mit Was-Relativsätzen kannst du im Deutschen allgemeine Dinge, unbestimmte Informationen und ganze Aussagen klarer ausdrücken. So werden deine Sätze natürlicher, flüssiger und genauer.

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