Im Deutschen ist die indirekte Rede sehr wichtig. Man benutzt sie, wenn man wiedergeben möchte, was eine andere Person gesagt hat. Das passiert oft im Alltag, in Gesprächen, in Berichten, in Nachrichten und in der Schule. Am Anfang lernt man oft nur direkte Sätze wie: „Anna sagt: Ich bin müde.“ Später lernt man, wie man dieselbe Information anders weitergibt: „Anna sagt, dass sie müde ist.“ Oder: „Anna sagt, sie sei müde.“ Auch wenn du noch auf A1–A2-Niveau lernst, kannst du die Grundlagen der indirekten Rede schon gut verstehen. In diesem Text lernst du Schritt für Schritt, was direkte und indirekte Rede sind, wie man einfache Sätze umformt und welche Formen besonders wichtig sind.
Was ist direkte Rede?
Die genauen Worte einer Person
Die direkte Rede zeigt genau, was eine Person gesagt hat. Die Wörter stehen dann meistens in Anführungszeichen.
Beispiele:
- Paul sagt: „Ich habe keine Zeit.“
- Maria sagt: „Ich komme morgen.“
- Der Lehrer sagt: „Die Aufgabe ist leicht.“
Hier liest oder hört man die genauen Worte.
Woran erkennt man direkte Rede?
Direkte Rede hat oft diese Merkmale:
- Anführungszeichen
- einen Einleitungssatz wie „er sagt“ oder „sie fragt“
- die originalen Worte der Person
Beispiel:
- Anna fragt: „Wann beginnt der Kurs?“
Das ist direkte Rede, weil die Frage genau so wiedergegeben wird.
Was ist indirekte Rede?
Die Aussage wird weitergegeben
In der indirekten Rede wiederholt man nicht die genauen Worte. Man gibt nur den Inhalt weiter.
Beispiele:
- Paul sagt, dass er keine Zeit hat.
- Maria sagt, dass sie morgen kommt.
- Der Lehrer sagt, dass die Aufgabe leicht ist.
Hier sieht man: Die Information bleibt gleich, aber die Form ist anders.
Warum man indirekte Rede benutzt
Die indirekte Rede braucht man sehr oft, wenn man über Gespräche oder Informationen spricht.
- Du erzählst, was jemand gesagt hat.
- Du gibst Nachrichten oder Informationen weiter.
- Du berichtest über ein Gespräch.
- Du wiederholst Fragen oder Aussagen.
Sie ist also sehr praktisch und wichtig.
Direkte und indirekte Rede im Vergleich
Einfacher Vergleich
Hier siehst du denselben Inhalt in zwei Formen.
- Direkt: Tom sagt: „Ich bin krank.“
- Indirekt: Tom sagt, dass er krank ist.
- Direkt: Lea sagt: „Ich habe Hunger.“
- Indirekt: Lea sagt, dass sie Hunger hat.
- Direkt: Der Lehrer sagt: „Wir schreiben morgen einen Test.“
- Indirekt: Der Lehrer sagt, dass wir morgen einen Test schreiben.
So wird aus der direkten Rede eine indirekte Aussage.
Was sich verändert
Bei der indirekten Rede ändern sich oft einige Teile:
- Pronomen
- Wortstellung
- manchmal die Zeitform
Zum Beispiel:
- „Ich bin müde.“ → sie ist müde
- „Wir kommen morgen.“ → sie kommen morgen
Das Pronomen „ich“ oder „wir“ wird also oft verändert.
Die einfache Form mit „dass“
Die wichtigste Form für Anfänger
Am einfachsten bildet man indirekte Rede oft mit „dass“.
Struktur:
- Einleitung + dass + Nebensatz
Beispiele:
- Er sagt, dass er müde ist.
- Sie meint, dass sie keine Zeit hat.
- Wir hören, dass der Kurs ausfällt.
Diese Form ist sehr wichtig, weil sie klar und leicht zu lernen ist.
Die Wortstellung mit „dass“
Nach „dass“ steht das Verb am Ende.
Beispiele:
- Sie sagt, dass sie krank ist.
- Er meint, dass das Wetter gut wird.
- Der Lehrer erklärt, dass die Aufgabe einfach ist.
Das ist eine sehr wichtige Regel.
Typische Verben für indirekte Rede
Welche Verben benutzt man oft?
Es gibt einige Verben, die sehr oft vor indirekter Rede stehen.
- sagen
- meinen
- erzählen
- erklären
- berichten
- schreiben
- glauben
Beispiele:
- Er sagt, dass er heute nicht kommt.
- Sie meint, dass das nicht stimmt.
- Meine Freundin erzählt, dass sie umzieht.
- Die Zeitung berichtet, dass es morgen regnet.
Wie diese Verben helfen
Diese Verben zeigen, dass jetzt eine Aussage folgt. So erkennt man indirekte Rede leichter.
Fragen in indirekter Rede
Ja-Nein-Fragen mit „ob“
Wenn die direkte Frage mit Ja oder Nein beantwortet werden kann, benutzt man oft „ob“.
Beispiele:
- Direkt: „Kommst du morgen?“
- Indirekt: Er fragt, ob ich morgen komme.
- Direkt: „Ist der Kurs schwer?“
- Indirekt: Sie fragt, ob der Kurs schwer ist.
„Ob“ ist hier sehr wichtig.
W-Fragen in indirekter Rede
Wenn die direkte Frage ein Fragewort hat, bleibt das Fragewort oft erhalten.
Beispiele:
- Direkt: „Wann beginnt der Unterricht?“
- Indirekt: Er fragt, wann der Unterricht beginnt.
- Direkt: „Warum bist du zu spät?“
- Indirekt: Sie fragt, warum ich zu spät bin.
- Direkt: „Wo wohnst du?“
- Indirekt: Er fragt, wo ich wohne.
Auch hier steht das Verb im Nebensatz am Ende.
Pronomen in der indirekten Rede
Warum sich Pronomen ändern
In der indirekten Rede spricht oft nicht mehr die Person selbst. Darum ändern sich die Pronomen.
Beispiele:
- Direkt: Anna sagt: „Ich bin müde.“
- Indirekt: Anna sagt, dass sie müde ist.
- Direkt: Paul sagt: „Ich komme später.“
- Indirekt: Paul sagt, dass er später kommt.
„Ich“ wird also oft zu „er“ oder „sie“.
Noch mehr Beispiele
- Direkt: „Wir haben keine Zeit.“
- Indirekt: Sie sagen, dass sie keine Zeit haben.
- Direkt: „Mein Bruder ist krank.“
- Indirekt: Sie sagt, dass ihr Bruder krank ist.
So wird der Satz an die neue Perspektive angepasst.
Zeitangaben in der indirekten Rede
Manchmal bleiben sie gleich
Oft bleiben Wörter wie „morgen“, „heute“ oder „gestern“ gleich, wenn der Zusammenhang klar ist.
Beispiele:
- Er sagt, dass er morgen kommt.
- Sie erzählt, dass sie gestern krank war.
- Paul meint, dass er heute keine Zeit hat.
Im Alltag ist das sehr normal.
Manchmal muss man anpassen
Wenn der Zeitpunkt nicht mehr derselbe ist, kann man die Zeitangabe ändern.
Beispiel:
- Direkt am Montag: „Ich komme morgen.“
- Später berichtet: Er sagte, dass er am nächsten Tag komme.
Für Anfänger ist es erst einmal wichtiger, die Grundidee zu verstehen.
Konjunktiv I in der indirekten Rede
Eine etwas formellere Form
Neben der „dass“-Form gibt es auch die indirekte Rede mit Konjunktiv I. Diese Form ist besonders in Berichten und Nachrichten wichtig.
Beispiele:
- Er sagt, er sei müde.
- Sie meint, sie habe keine Zeit.
- Die Zeitung schreibt, das Wetter werde besser.
Diese Form klingt formeller als ein „dass“-Satz.
Für Anfänger zuerst die einfache Form
Auch wenn der Konjunktiv I wichtig ist, ist es für Anfänger oft leichter, zuerst mit „dass“ zu arbeiten.
Vergleich:
- Er sagt, dass er müde ist.
- Er sagt, er sei müde.
Beide Sätze sind richtig. Der erste ist leichter.
Indirekte Rede in Berichten und Nachrichten
Warum man sie dort oft liest
In Berichten und Nachrichten wird oft wiedergegeben, was andere Personen sagen. Darum ist die indirekte Rede dort sehr häufig.
Beispiele:
- Die Zeitung berichtet, dass die Straße gesperrt ist.
- Im Radio wurde gesagt, dass das Wetter besser wird.
- Der Sprecher erklärt, dass es keine Probleme gibt.
So wirkt die Sprache sachlich und klar.
Im Alltag auch sehr nützlich
Auch im Alltag brauchst du indirekte Rede oft.
- Meine Mutter sagt, dass wir früher essen.
- Mein Freund meint, dass der Film gut ist.
- Die Lehrerin erklärt, dass wir morgen einen Test schreiben.
Darum ist dieses Thema sehr wichtig.
Kurzer Lesetext
Im Deutschkurs spricht die Lehrerin heute über indirekte Rede. Sie erklärt, dass man sie oft benutzt, wenn man Aussagen anderer Personen weitergibt. Dann schreibt sie an die Tafel: „Anna sagt: Ich bin müde.“ Danach zeigt sie die indirekte Form: „Anna sagt, dass sie müde ist.“ Die Lernenden sehen schnell, dass sich dabei das Pronomen ändert. Später erklärt die Lehrerin auch indirekte Fragen. Ein Schüler fragt, ob man immer „dass“ benutzen muss. Die Lehrerin antwortet, dass es auch andere Formen gibt, aber dass „dass“-Sätze am Anfang besonders wichtig sind.
Wichtige Beispiele aus dem Lesetext
- Sie erklärt, dass man sie oft benutzt …
- Anna sagt, dass sie müde ist.
- Ein Schüler fragt, ob man immer „dass“ benutzen muss.
- Die Lehrerin antwortet, dass es auch andere Formen gibt.
Einfache Dialoge
Dialog mit einer Aussage
A: Was hat Anna gesagt?
B: Sie hat gesagt, dass sie müde ist.
A: Ach so.
B: Ja, deshalb geht sie früher nach Hause.
Dialog mit einer Frage
A: Was wollte Paul wissen?
B: Er hat gefragt, ob der Kurs heute stattfindet.
A: Und was war die Antwort?
B: Dass der Kurs wie geplant stattfindet.
Dialog mit einem Bericht
A: Was wurde in den Nachrichten gesagt?
B: Es wurde berichtet, dass das Wetter morgen besser wird.
A: Das ist gut.
B: Ja, vielleicht gehen wir spazieren.
Dialog im Unterricht
A: Verstehst du die indirekte Rede?
B: Ein bisschen.
A: Was ist noch schwer?
B: Ich vergesse oft, dass das Verb nach „dass“ am Ende steht.
Wortschatz zum Thema indirekte Rede
- die direkte Rede = die genauen Worte einer Person
- die indirekte Rede = die Aussage wird in anderer Form weitergegeben
- die Aussage = das, was jemand sagt
- die Frage = etwas, auf das man eine Antwort möchte
- das Bericht = eine Information über etwas
- erzählen = etwas weitergeben
- berichten = sachlich informieren
- erklären = etwas verständlich machen
- das Pronomen = ein Wort wie ich, du, er, sie
- die Wortstellung = die Reihenfolge der Wörter im Satz
Nützliche Satzmuster
Mit Aussagen
- Er sagt, dass …
- Sie meint, dass …
- Der Lehrer erklärt, dass …
- Meine Freundin erzählt, dass …
Beispiele:
- Er sagt, dass er müde ist.
- Sie meint, dass das nicht stimmt.
- Der Lehrer erklärt, dass die Aufgabe leicht ist.
- Meine Freundin erzählt, dass sie umzieht.
Mit Ja-Nein-Fragen
- Er fragt, ob …
- Sie möchte wissen, ob …
- Ich weiß nicht, ob …
Beispiele:
- Er fragt, ob ich morgen komme.
- Sie möchte wissen, ob der Laden geöffnet ist.
- Ich weiß nicht, ob das stimmt.
Mit W-Fragen
- Er fragt, wann …
- Sie fragt, warum …
- Ich weiß nicht, wo …
Beispiele:
- Er fragt, wann der Zug kommt.
- Sie fragt, warum ich zu spät bin.
- Ich weiß nicht, wo mein Handy ist.
Typische Fehler
Das Verb steht nicht am Ende
Das ist einer der häufigsten Fehler.
- falsch: Sie sagt, dass sie ist müde.
- richtig: Sie sagt, dass sie müde ist.
- falsch: Er fragt, ob du kommst morgen.
- richtig: Er fragt, ob du morgen kommst.
Pronomen nicht ändern
Viele Lernende lassen das Pronomen aus der direkten Rede einfach stehen.
- falsch: Anna sagt, dass ich müde bin.
- richtig: Anna sagt, dass sie müde ist.
Hier muss „ich“ zu „sie“ werden.
Direkte und indirekte Rede mischen
Beide Formen sind möglich, aber sie sollen nicht gemischt werden.
- falsch: Er sagt: dass er keine Zeit hat.
- richtig: Er sagt: „Ich habe keine Zeit.“
- richtig: Er sagt, dass er keine Zeit hat.
„Ob“ vergessen
Bei Ja-Nein-Fragen braucht man oft „ob“.
- falsch: Er fragt, ich morgen komme.
- richtig: Er fragt, ob ich morgen komme.
Kleine Schreibhilfe
- Er sagt, dass …
- Sie meint, dass …
- Ich habe gehört, dass …
- Die Zeitung berichtet, dass …
- Er fragt, ob …
- Sie möchte wissen, wann …
- Ich weiß nicht, warum …
- Er sagt, er sei …
- Sie meint, sie habe …
- Die Zeitung schreibt, es werde …
Mit diesen Grundlagen kannst du die indirekte Rede im Deutschen besser verstehen und Schritt für Schritt selbst benutzen. So lernst du, Aussagen, Fragen und Berichte anderer Personen klar und richtig weiterzugeben.
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