Service Accounts sind spezielle Benutzerkonten, die für Anwendungen, Dienste oder automatisierte Tasks genutzt werden. Sie sollten konsequent nach dem Prinzip der minimalen Rechte konfiguriert werden, um das Risiko von Missbrauch und Sicherheitsvorfällen zu minimieren. Anders als normale Benutzer benötigen Service Accounts in der Regel keine interaktive Shell und sollten Tokens oder Schlüssel zeitlich begrenzt nutzen.
Grundprinzipien für Service Accounts
Beim Aufbau von Service Accounts gelten einige fundamentale Sicherheitsprinzipien:
- Minimalrechte: Nur die Berechtigungen, die für den Betrieb der Anwendung erforderlich sind.
- Keine interaktive Shell: Service Accounts sollten sich nicht direkt am System anmelden können.
- Begrenzte Lebensdauer von Tokens oder Schlüsseln: Zugriffsmittel sollten regelmäßig erneuert werden.
- Auditierbarkeit: Alle Aktivitäten der Service Accounts sollten protokolliert werden.
- Separate Konten pro Dienst: Jeder Dienst sollte einen eigenen Account verwenden, um Rechte granular zu steuern.
Service Accounts ohne Shell
Ein gängiges Hardening besteht darin, Service Accounts keine interaktive Shell zu geben. Das verhindert, dass Angreifer über kompromittierte Accounts direkten Zugriff erhalten.
Beispiel unter Linux
# Benutzer für den Dienst erstellen ohne Shell
useradd -r -s /sbin/nologin -d /nonexistent dienstaccount
Optionen im Detail:
-r: Systembenutzer ohne Login-Rechte-s /sbin/nologin: Keine Shell, verhindert direkte Anmeldung-d /nonexistent: Kein Home-Verzeichnis nötig
Minimale Rechte vergeben
Jeder Service Account sollte nur die absolut notwendigen Berechtigungen erhalten, z. B. auf Dateien, Verzeichnisse oder Systemressourcen. Dabei helfen gruppenbasierte Zugriffe und ACLs.
Beispiel: Zugriff auf ein Log-Verzeichnis
chown -R dienstaccount:dienstgroup /var/log/meinservice
chmod 750 /var/log/meinservice
Erklärung:
chown: Besitzer und Gruppe festlegenchmod 750: Besitzer vollen Zugriff, Gruppe lesend/ausführend, andere keinen Zugriff
Tokens und Schlüssel verwalten
Service Accounts nutzen häufig API-Tokens, Zertifikate oder Schlüssel für Authentifizierung. Diese sollten zeitlich begrenzt, verschlüsselt und nur auf den benötigten Systemen verfügbar sein.
Beispiel: zeitlich begrenzte API-Keys
- Verwende Key-Rotation: Tokens regelmäßig erneuern.
- Speichere Schlüssel in sicheren Vaults (z. B. HashiCorp Vault, AWS Secrets Manager).
- Setze Policies für Zugriff nur von bestimmten Hosts oder Diensten.
Audit und Monitoring
Alle Aktionen von Service Accounts sollten nachvollziehbar sein. Logging und Monitoring helfen, unberechtigte Zugriffe oder Fehlkonfigurationen früh zu erkennen.
Beispiel Audit-Setup unter Linux
# Audit-Regel für Login-Versuche des Service Accounts
auditctl -w /var/log/meinservice -p wa -k serviceaccount_monitor
Dies protokolliert Schreib- und Zugriffsversuche auf das Service-Verzeichnis.
Best Practices für den Betrieb
- Separate Konten für jeden Dienst verwenden
- Service Accounts niemals für normale Benutzerlogins nutzen
- Minimalrechte konsequent durchsetzen, auch für Datenbanken oder APIs
- Regelmäßige Überprüfung von Berechtigungen und Tokens
- Automatisierte Rotation von Schlüsseln und Passwörtern
- Integration in zentrale Monitoring- und Audit-Systeme
Zusammenfassung
Ein sauber aufgebauter Service Account reduziert Angriffsflächen erheblich. Durch minimale Rechte, keine interaktive Shell, begrenzte Tokens und konsequentes Auditing lassen sich sichere und wartbare Konten für Dienste und Anwendungen realisieren.
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